Kostenlose Tests für wohnungslose Menschen gefordert

Menschen ohne Krankenversicherung sollen sich kostenlos auf den Covid-19-Virus testen lassen können. Eine entsprechende bundesweite Regelung dazu fordert jetzt der AWO Bundesverband in einer Stellungnahme. Bisher sei die Kostenübernahme von Tests bei wohnungslosen Menschen, Menschen mit unklarem Aufenthaltsstatus und anderen Gruppen ohne Versicherung unklar, was dazu führe, dass sie auch im Verdachtsfall erst gar nicht getestet und bei Ausbruch der Krankheit auch nicht behandelt würden.  Ein unhaltbarer Zustand, zumal wohnungslose und geflüchtete Menschen oder Menschen in aufenthaltsrechtlicher Illegalität zu den Risikogruppen zählen, für die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus gefährlich werden kann. Die Bundesregierung hat deshalb dafür Sorge zu tragen, dass die Gesundheitsversorgung für alle gewährleistet und zugänglich ist.

Auch wer nicht krankenversichert ist, ist  „kein Patient 3. Klasse“.  Den unkomplizierten Zugang zu medizinischer Versorgung haben wir als AWO Bezirksverband Potsdam e.V. schon im vergangenen Jahr  in unserem 1+9-Programm gefordert: mit 9 aufgestellten Forderungen wollen wir 1 Ziel erreichen, nämlich eine sozial gerechte Gesellschaft. Dieses Ziel dürfen wir auch in Krisenzeiten nicht aus den Augen verlieren.


Corona LIVE-TICKER

Freitag, 20. März 2020

Die Schließung von Kitas und Schulen trifft Kinder aus armen Familien

Die Schließung von Kitas und Schulen wegen Corona-Virus trifft insbesondere Kinder aus armen Familien.
Denn:

  • Durch die oftmals beengten Wohnverhältnisse sind die Möglichkeiten des effektiven Lernens zuhause stark eingeschränkt.
  • Das Geld für Nachhilfe oder kostenpflichtige Lernplattformen fehlt, insbesondere wenn es nach Wiederöffnung der Schule in einem höheren Lerntempo weitergeht.
  • Nach Schließung vieler Kinder- und Jugendeinrichtungen brechen auch Angebote wie Hausaufgabenbetreuung weg.
  • Auch die teilweise unzureichende technische Ausstattung zuhause ist für einige ein Problem.
  • Der Hartz-IV-Regelsatz für Kinder und Jugendliche ist äußerst knapp bemessen. Wenn das kostenfreie Essen in Kitas und Schulen wegfällt, stellt das viele Familien vor Probleme. Hinzu kommt die Schließung vieler „Tafeln“, wo rund 500.000 Kinder und Jugendliche regelmäßig hingehen.
  • Viele prekär Beschäftigte haben keine Möglichkeit, Homeoffice zu machen. Zudem drohen vielen Arbeitsplatzverluste. Das erzeugt einen hohen Stress-Level, der sich auch auf die Kinder übertragen kann.

Das Deutsches Kinderhilfswerk e.V. fordert deshalb staatliche Unterstützungsmaßnahmen für von Armut betroffene Familien mit Kindern.

Die Bundesregierung sollte eine unbürokratische Aufstockung des Regelsatzes prüfen, um finanzielle Nachteile durch die Krise unkompliziert auszugleichen.
Zugleich könnten beispielsweise die Bewilligungsmodalitäten beim Bildungs- und Teilhabepaket für Lernförderung und soziale Teilhabe gelockert werden.
Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sollte die Einrichtung eines Sonderfonds für Kommunen geprüft werden, damit dort Bildungsprogramme für arme Kinder finanziert werden können.
Und schließlich müssen Lehrerinnen und Lehrer nach Wiedereröffnung der Schulen die ungleichen Bildungschancen von Kindern aus armen Familien noch stärker in den Blick nehmen.

Zum Schutz: Zurzeit keine Enkelkind-Betreuung durch die Oma

Da das Coronavirus besonders für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen gefährlich ist, gibt die Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey zusammengefasst folgende Verhaltenshinweise:

  • Reduzieren Sie soziale Kontakte soweit möglich, auch zu Gleichaltrigen, denn auch sie können Überträger sein.
  • Meiden Sie derzeit jeden unmittelbaren Kontakt zu Enkelkindern. Die Großeltern sollten möglichst nicht in die Betreuung einbezogen werden.
  • Gehen Sie nicht in Arztpraxen, rufen Sie im Bedarfsfall dort an, und fragen, wie Sie sich verhalten sollen.
  • Gehen Sie, falls möglich, nicht in Apotheken, bestellen Sie benötigte Arzneimittel per Telefon und lassen Sie sich diese liefern oder nehmen Sie, wenn möglich, Hilfe aus der Familie oder der Nachbarschaft an.
  • Nehmen Sie Bring- und Lieferangebote an: durch Familie und Nachbarn, durch Supermärkte.
  • Halten Sie ihre sozialen Kontakte über Telefon oder, wenn möglich, über Skype aufrecht.
  • Begrenzen Sie die Zahl der Personen, die in Ihre Wohnung kommen, auf ein Minimum.
  • Nutzen Sie das schöne Wetter, um spazieren zu gehen. Das stärkt Ihre Abwehr. Halten Sie auch dort mindestens zwei Meter Abstand, wenn Sie Bekannte treffen!

Donnerstag, 19. März 2020

Seid solidarisch!

Seid auch in dieser Krise solidarisch, appelliert der AWO Bundesverband in einem Brief an die vielen engagierten Ehrenamtlichen in der Arbeiterwohlfahrt, "für die es schon immer dazu gehört, gerade in Notsituationen für andere da zu sein". Und weiter: Ihr lebt die Solidarität, für die die AWO steht.

Zur Solidarität in diesen Zeiten gehöre aber auch, sich selbst und andere vor Ansteckung zu schützen. Das solle nicht vergessen werden, heißt es weiter. In dieser Situation könnten auch andere Formen der Hilfe notwendig und möglich sein.  Der Vorstandsvorsitzende vom AWO-Bundesverband, Wolfgang Stadler, schlägt deshalb Telefonketten vor, um Nachbarschaft zu vernetzen und Maßnahmen zu vereinbaren. Die Lage sei ernst und die Ausbreitung des Sars-Cov2-Virus müsse eingedämmt werden.

Schulkrankenschwestern helfen in Gesundheitsämtern

Weil die Schulen aufgrund der Corona-Pandemie bis voraussichtlich 19. April 2020 im Land Brandenburg geschlossen bleiben, haben die Schulgesundheitsfachkräfte jetzt den Gesundheitsämtern ihre Unterstützung angeboten. Drei der insgesamt 18 im AWO-Modellprojekt "Schulgesundheitsfachkräfte" Tätigen sind bereits in den Gesundheitsämtern in Cottbus und Barnim tätig „Jeder wird im Moment gebraucht. Wir sind stolz auf das Engagement unserer Mitarbeiterinnen“, so Angela Schweers, Vorstandschefin des AWO Bezirksverbandes Potsdam.

"Benevity“ verdoppelt Spenden für COVID-19-Hilfe

Unternehmen können schon länger über die Plattform „Benevity“ gemeinnützigen Organisationen datensicher Spenden zukommen lassen. Auch der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. gehört zu der Liste von Organisationen, die Spenden darüber empfangen. Unter dem Motto: „We Are We: Together, We Can ‚Flatten the Curve‘“ (Wir sind Wir: Gemeinsam können wir die Kurve abflachen) verdoppelt die Plattform jede Spende an gemeinnützige Organisationen, die Projekte planen, um die Auswirkungen der Maßnahmen gegen die Corona-Krise abzumildern.

Mehr Informationen: https://insights.benevity.com/home-page/together-we-can-flatten-the-curve

Ausnahmeregelung zur täglichen Arbeitszeit

Es erreichen uns immer wieder Nachfragen zu den Arbeitszeiten von Pflege- und Betreuungspersonal für den Fall, dass  die Gefährdungs- und Infektionslage größer wird. Mit einer Allgemeinverfügung hat das zuständige Sozial- und Gesundheitsministerium Brandenburg (MSGIV) eine Verlängerung der täglichen Arbeitszeit auf bis zu 12 Stunden genehmigt. Dies gilt für diese Mitarbeitenden befristet bis zum 30.05.2020.

Solange die Personalsituation und der Betreuungs- und Pflegebedarf am jeweiligen Standort dies zulassen, werden wir versuchen, die ohnehin große Belastung unserer Pflege- und Betreuungskräfte nicht auszuweiten. Zu gegebener Zeit werden wir mit Augenmaß von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Ein Ausgleich für die betroffenen Mitarbeiter*innen wird dann organisiert, wenn dies die Situation vor Ort wieder zulässt.

Unsere Mitarbeiter*innen leisten bereits jetzt Herausragendes im Sinne unserer Bewohner*innen und Klient*innen, wofür ihnen jeder Dank gebührt. Gemeinsam werden wir täglich neu die vor uns liegenden Aufgaben und Herausforderungen meistern.

Mittwoch, 18. März 2020

Jede*r kann tanzen!

Die Tanzakademie Marita Erxleben, mit der wir im Dezember das Stück "Peter, Marie und die verlorenen Kinder" aufgeführt haben, ist jetzt zwar leider auch geschlossen, aber trotzdem darf jede*r weitertanzen und zwar online. Die Tanzakademie gibt euch die Möglichkeit online weiterzutanzen und bereitet kleine Online-Kurse und Tanzhausaufgaben vor.

Ihr seid eingeladen auf den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube vorbeizuschauen.
Mehr Informationen: https://tanzakademie-erxleben.de/

"Alte Korbmacherei" engagiert sich bei "Brück hilft"

Das AWO Mehrgenerationenhaus "Alte Korbmacherei" in Brück beteiligt sich an der  Aktion „Brück hilft! 2.0“ – Brücker helfen Brückern in der Coronakrise. Das Netzwerk "Brück hilft" wurde 2015 während der Flüchlingskrise gegründet und bietet jetzt Nachbarschaftshilfe an.
Unser Mehrgenerationenhaus hat mittlerweile auch einen Hilfe-Briefkasten (https://awo-potsdam.de/news-artikel/covid-19-nothilfe-wird-ueber-briefkaesten-bzw-telefon-organisiert/), der alle 90 Minuten geleert wird. Die Kolleg*innen geben die Hilfeanfragen an das Netzwerk weiter.

Strom und Wasser nicht abschalten

Sämtliche bereits veranlassten bzw. geplanten Zwangsmaßnahmen wie Räumungen, die Sperrung von Strom, Gas und Wasser, Pfändungsanweisungen von Konten oder Leistungskürzungen der Jobcenter sollten nach Ansicht des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. für die Zeit von verminderter Zugangsfähigkeit und Ausgangseinschränkung aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt werden, damit die bedürftigen Menschen nicht noch mehr in Not geraten. Es besteht Handlungsbedarf.

In allen Kitas ist was los

In allen Kindertagesstätten der AWO Kinder- und Jugendhilfe gGmbH sind heute morgen Kinder angekommen.

Der Regelbetrieb in den Einrichtungen wird seit heute bis einschließlich 19. April 2020 zwar ausgesetzt. Für jene Kinder von Eltern aber, die in so genannten systemrelevanten Berufen tätig sind, sollte in allen Kitas der Landeshauptstadt Potsdam eine Betreuung sichergestellt werden.

Wer zum Beispiel im medizinischen Bereich oder in der Pflege oder bei Feuerwehr und Polizei oder in Berufen der Grundversorgung arbeitet, hat die Möglichkeit, sein Kind nach Antragstellung beim Kita-Tipp des Jugendamtes versorgen zu lassen.

Mehr Informationen bei der Stadt Potsdam: https://www.potsdam.de/informationen-zum-coronavirus

 
 

Wir sind für Sie da
Corona-Nothilfe wieder aktiviert

Weitere Informationen
 
 
 

Bundesweite Informationsseiten

Das Robert-Koch-Institut gibt auf seiner Webseite täglich Informationen zur Entwicklung der Pandemie.

Informationen des RKI zum Corona-Virus
 

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt auf ihrer Seite aktuelle Informationen zum Infektionsschutz zur Verfügung.

Informationen zum Infektionsschutz
 

Informationen des Bundesgesundheitsministeriums

Zusammen gegen Corona
 
 
 

Unterstützungsangebote des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V.

 

Die Online-Beratung (Suchtberatung / Schuldnerberatung) des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V.

Online-Beratung
 

Maßnahmen und Informationen von der Beratungsstelle für Überschuldete.

Informationen von der Beratungsstelle für Überschuldete
 
 
 

Tipps für Kids

Ein paar Tipps für Kinder findet Ihr hier

Hilfeangebote und Tipps
 

Kreativwettbwerb "Fantasie in 4 Wänden"

Informationen und Ausschreibung zum Wettbewerb
 
Galerie mit den Einreichungen
 

"Tanz dich durch Corona" - Die Tanzakademie Erxleben bietet Online-Kurse an

Online-Angebote der Tanzakademie Erxleben
 
 
 

Unterstützungsangebote des Landes Brandenburg

Soforthilfeprogramm der Landesregierung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler im Land Brandenburg.

Sonderseite der ILB zu Unterstützungsangeboten
 
 

TraumHaft im politischen Potsdam

Tag 4 unserer AWO MACHT Politik-Tour, die durch verschiedene Städte und Gemeinden in Brandenburg zieht. Am Freitag war die Landeshauptstadt an der Reihe. Mit zwei Bühnen auf dem Luisenplatz in Potsdam, vielen Ständen unserer Einrichtungen und Spiel- und Bastelmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Zeitweise waren mehrere hundert Menschen zwischen den Buden unterwegs oder holten sich Bratwurst, etwas zu Trinken oder auch ein Stück Kuchen und genossen dabei das Rahmenprogramm.

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