Tschüss und Auf Wiedersehen

Nach 204 Meldungen über Covid-19-Eindämmungsverordnungen, Hygienevorschriften, Notbetreuung und Wiedereröffnungen, über Mund-Nasen-Schutz und Visiere, über Kreativwettbewerbe, Spendenbereitschaft, Veranstaltungen vor dem Balkon und vielem mehr entlassen wir unseren Corona-Live-Ticker in die Sommerferien … Wichtige Nachrichten, Neuigkeiten und Updates zu laufenden Projekten des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V. und Stellungsnahmen zu gesellschaftspolitischen  Themen sind weiterhin unter „Aktuelles“ auf unserer Webseite zu finden.


Corona LIVE-TICKER

Dienstag, 12. Mai 2020

Tag der Pflege – „Danke“ reicht nicht.

Spätestens mit der vom SARS-CoV-2-Virus verursachten Pandemie ist klar geworden, wie wichtig die Arbeit der Pflege für unsere gesamte Gesellschaft ist – sie ist systemrelevant. Während andere Branchen in den Lockdown gingen, machten die Pflegenden unter hohem persönlichem Risiko für sich und ihre Angehörigen weiter.

Wir danken am heutigen Tag all ihren Mitarbeiter*innen und allen in der Pflege tätigen Menschen, die nach wie vor tagtäglich, ob im ambulanten Dienst, in der stationären Einrichtung oder als Angehörige zu Hause, mit vollem Einsatz und kreativen Lösungen für die Menschen da sind, die auf Hilfe und Fürsorge angewiesen sind. Ohne diese Menschen sind die Herausforderungen, vor die uns diese Pandemie stellt, nicht zu bewältigen.

Die Anerkennung der Öffentlichkeit mit Applaus von Balkons und einer schwer abgerungenen einmaligen Pflegeprämie muss über die Krise hinaus Bestand haben. Die AWO fordert daher für die Mitarbeiter*innen der professionellen Pflege  angemessene und damit ihre Systemrelevanz anerkennende Löhne, die nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen.

Umso erfreulicher ist es, dass sich neben der AWO , auch die brandenburgische Sozialministerin Ursula Nonnemacher für einen bundesweiten Tarifvertrag in der Pflege engagieren möchte: „Pflege darf kein Armutsrisiko sein, auch Pflegebedürftige und ihre Angehörigen müssen entlastet werden“, betont Nonnemacher und erinnert zum Tag der Pflege zudem an die notwendige Reform der Pflegefinanzierung durch den Bund: „Steigende Löhne für Pflegekräfte werden die Eigenanteile der Pflegebedürftigen für vollstationäre Pflege deutlich erhöhen. Vorschläge, wie die Eigenbeiträge begrenzt werden können, liegen auf dem Tisch und müssen angegangen werden. Die Reform darf jetzt nicht vertagt werden!“

Seit Jahren geht es in dieser Frage zäh voran. Daran hat auch der Fachkräftemangel, von dem alle wissen, nichts geändert. Die verschiedenen Arbeitgeber und ihre Interessen waren bislang nicht unter einen Tarif-Hut zu bekommen. Deshalb wurde im vergangenen Jahr das Pflegelöhneverbesserungsgesetz beschlossen, um einen gemeinsamen Tarifvertrag für die Pflegebranche auf den Weg zu bringen.

Mehr Informationen zu diesem Thema in einem aktuellen Beitrag des Deutschlandfunks:

 

Zinszahlung bei Krediten kann ausgesetzt werden

Einige Banken und Sparkassen bestünden weiterhin bei den Kreditnehmern auf Zinszahlung. Das aber verstoße gegen das im März beschlossene Kreditmoratorium, wonach Privatpersonen, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, bei Krediten die Zahlung aussetzen dürfen. Darauf weißt jetzt die AWO Schuldner- und Insolvenzberatung in Potsdam hin. Diese wiederum beruft sich auf den Bundesverband der Verbraucherzentrale, der Betroffene bittet, diesen Verstoß zu melden. In den angehängten Links finden sich entsprechende Kontaktmöglichkeiten.

Montag, 11. Mai 2020

Spielplätze wieder offen

Wir freuen uns, dass seit Samstag auch wieder alle öffentliche Spielplätze geöffnet sind, natürlich unter Berücksichtigung der allgemeinen Hygieneregeln.
Ob das auch für Spielplätze von Wohnanlagen gilt, wissen wir nicht. Einfach mal nachfragen, wenn der Spielplatz noch durch ein rot-weißes Flatterband gesperrt sein sollte.

"Frage für einen Freund" zum Thema: Berufliche Risikogruppen

Folgende Karte wurde an uns gerichtet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich verstehe nicht, warum Lehrer aus Risikogruppen geschützt werden und Erzieher aus Risikogruppen nicht.
Wo doch im Kindergarten noch weniger Abstand gehalten werden kann.
Zwei Klassengesellschaft.

Antwort: Wir verstehen das auch nicht, und wenn wir eine Antwort haben, melden wir uns.

Besuche in Seniorenzentren „sicher“ gestalten

Seit Ende vergangener Woche wurden die Besuchsregeln in den Seniorenzentren und in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe gelockert. Zu Ihrer eigenen Sicherheit, aber besonders auch zur Sicherheit vor Ansteckungen unserer Bewohner*innen, müssen wir Sie auf folgende Bedingungen für Ihren Besuch hinweisen:

  • Für jeden Bewohner kann immer nur ein Angehöriger das Besuchsrecht in Anspruch nehmen. Dieser muss sich vorab telefonisch in der Einrichtung anmelden und einen Termin vereinbaren.
  • Besuche finden immer noch außerhalb der Einrichtung statt, mit den entsprechenden Abstandsregeln und einer Größenordnung, die im Freigelände überschaubar bleibt.
  • Innerhalb des Seniorenzentrums werden Besuche möglich, wenn es separate Eingänge gibt und der Bewohner in den entsprechenden Raum gebracht werden kann. Dabei ist eine Terminabstimmung mit der Einrichtung dringend erforderlich.
  • Jeder Besuch muss von unserer Einrichtung dokumentiert werden.
  • Alle gültigen Hygieneregelungen, wie das Abstandsgebot, der Händedesinfektion und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sind zwingend erforderlich.

Sonntag, 10. Mai 2020

Ihr seid toll

Liebe Mütter, Muttis, Mamas, Mamis, liebe Mutsch, Matka, Mum oder wie auch immer Ihr genannt werdet: Die Blumen sind für Euch.
Insbesondere jetzt in der Corona-Zeit sind Eure starken Nerven, Euer Organisationstalent, die Fähigkeit zum Multitasking und die Kraft, alles (Job, Familie und das Drumherum) unter einen Hut zu bringen, doppelt gefragt.

Ihr seid toll!
Und für diejenigen, die sich gerade heute gerne feiern lassen, alles Gute zum Muttertag.

Anbei noch ein kleiner Netzfund, der zum heutigen Muttertag auf amüsante Weise auf das Mutter-Sein guckt...

Freitag, 08. Mai 2020

Zehn kleine Zappelmänner zappeln über den Bildschirm

Nachdem die Mitarbeiterinnen im AWO Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) am Stern in den vergangenen Wochen seit Ausbruch der Corona-Pandemie den Kontakt zu den Familien vor allem über E-Mails, Telefonate und Briefe gehalten haben, gibt seit neuestem auch ein Onlineangebot per Videochat.
Die Familien der Eltern-Kind-Gruppe im EKiZ, die vor allem die Sozialkontakte in dieser Zeit seit In-Kraft-Treten der Eindämmungsverordnungen sehr vermissen, können sich nun auf regelmäßige Musikrunden in Videokonferenzen freuen. Da tanzen dann schon mal die 10 kleinen Zappelmänner über den Bildschirm, alle reiten gemeinsam auf dem Schoß ihrer Eltern zu „Hoppe, hoppe Reiter“ oder fliegende Seifenblasen und bunte Tücher sorgen für Spaß bei den Kleinsten. Dreimal in der Woche können die Familien sich ganz unkompliziert über einen vorher verschickten Link online einloggen, sich zuwinken, austauschen und mit den Sozialpädagoginnen gemeinsam singen und musizieren. Das Angebot wird von Eltern und Kindern gleichermaßen gut angenommen und sorgt für ein wenig Abwechslung und Freude Zuhause und gibt ein Stück Tagesstruktur zurück. Auch für  Mitarbeiterinnen im Eltern-Kind-Zentrum ist es natürlich eine große Freude, die Familien auf diesem Weg wiederzusehen.  Und sie freuen sich schon jetzt, auf die Musikrunden mit den Familien in der kommenden Woche.

Suchthilfe: Gruppenstunden beugen Rückfällen vor

Einen erheblichen Anstieg der Rückfall-Quote in der Corona-Krise fürchten jetzt die Suchtselbsthilfeverbände. Dieser Sorge schließen sich die AWO Ambulante Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete, die AWO Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe in Potsdam-Mittelmark (KIS) und der von der Potsdamer AWO gegründete Dachverband Freie Suchtselbsthilfe an. In einem Offenen Brief an die brandenburgische Gesundheitsministerin und die Gesundheits- und Sozialbeigeordneten der kreisfreien Städte und Kommunen im Land Brandenburg dringen sie auf die Möglichkeit, Präsenz-Gruppensitzung abhalten zu dürfen. Telefonkontakte, Videokonferenzen und Chats - wie seit dem Shutdown angeboten - könnten persönliche Begegnungen nicht ersetzen, lautet die einhellige Begründung. Weiter heißt es in dem Schreiben: Die Suchtselbsthilfe in Form von Gruppentreffen wirke effektiv Vereinsamungstendenzen entgegen und beuge Rückfällen vor.

Damit dennoch die in den Verordnungen  zur Eindämmung des Covid-19-Virus gebotenen Maßnahmen eingehalten würden, schlagen die Fachkräfte aus der Suchthilfe vor, Gruppenstunden nur in vorbereiteten Räumlichkeiten, unter strengen Vorgaben der  Verhaltensregeln und bei Begrenzung der Gruppengröße durchzuführen. Die Unterzeichnenden des Briefes wünschen sich deshalb von Behördenseite kurzfristige Unterstützung bei der Wiederaufnahme von Gruppenstunden, wenn erste verantwortbare Lockerungen von Schutzmaßnahmen bundes- und landesweit vereinbart werden.

Kein neuer Fall im AWO Seniorenzentrum Käthe-Kollwitz-Haus

Die drei im April positiv auf das Covid-19-Virus getesteten Bewohner im AWO Seniorenzentrum „Käthe-Kollwitz-Haus“  sind inzwischen virenfrei. Das zeigte der vom Potsdamer Gesundheitsamt durchgeführte zweite  Nachtest vom 05. Mai, dessen Ergebnis seit gestern vorliegt.  Damit gibt es keinen neuen Corona-Fall im Altenpflegeheim in der Potsdamer Waldstadt, wie gegenteilig  in einem Artikel in den Potsdamer Neuesten Nachrichten heute behauptet.

Tatsächlich wurde Mitte April ein Pflegebedürftiger nach der Rückkehr aus dem städtischen Krankenhaus  positiv  getestet (wie ebenfalls in den PNN berichtet). Zum Schutz wurde der betroffene stationäre Wohnbereich isoliert und alle dort lebenden 40 Personen unter Einhaltung strengster Hygienevorschriften einzeln betreut. Nur so konnte eine weitere Ausbreitung des besonders für alte Menschen gefährlichen Virus verhindert werden. Das Gesundheitsamt führte in dieser  14-tägigen Quarantäne bei allen Bewohnern und Mitarbeitern der betroffenen Station Tests durch. Damals hatten sich drei Bewohner infiziert, alle Pflegekräfte waren ohne Befund. Inzwischen wurde die Isolation aufgehoben und alle sind wieder gesund.

Donnerstag, 07. Mai 2020

Kostenlose Tests für wohnungslose Menschen gefordert

Menschen ohne Krankenversicherung sollen sich kostenlos auf den Covid-19-Virus testen lassen können. Eine entsprechende bundesweite Regelung dazu fordert jetzt der AWO Bundesverband in einer Stellungnahme. Bisher sei die Kostenübernahme von Tests bei wohnungslosen Menschen, Menschen mit unklarem Aufenthaltsstatus und anderen Gruppen ohne Versicherung unklar, was dazu führe, dass sie auch im Verdachtsfall erst gar nicht getestet und bei Ausbruch der Krankheit auch nicht behandelt würden.  Ein unhaltbarer Zustand, zumal wohnungslose und geflüchtete Menschen oder Menschen in aufenthaltsrechtlicher Illegalität zu den Risikogruppen zählen, für die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus gefährlich werden kann. Die Bundesregierung hat deshalb dafür Sorge zu tragen, dass die Gesundheitsversorgung für alle gewährleistet und zugänglich ist.

Auch wer nicht krankenversichert ist, ist  „kein Patient 3. Klasse“.  Den unkomplizierten Zugang zu medizinischer Versorgung haben wir als AWO Bezirksverband Potsdam e.V. schon im vergangenen Jahr  in unserem 1+9-Programm gefordert: mit 9 aufgestellten Forderungen wollen wir 1 Ziel erreichen, nämlich eine sozial gerechte Gesellschaft. Dieses Ziel dürfen wir auch in Krisenzeiten nicht aus den Augen verlieren.

 
 

Bundesweite Informationsseiten

Das Robert-Koch-Institut gibt auf seiner Webseite täglich Informationen zur Entwicklung der Pandemie.

Informationen des RKI zum Corona-Virus
 

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt auf ihrer Seite aktuelle Informationen zum Infektionsschutz zur Verfügung.

Informationen zum Infektionsschutz
 

Informationen des Bundesgesundheitsministeriums

Zusammen gegen Corona
 
 
 

Unterstützungsangebote des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V.

 

Die Online-Beratung (Suchtberatung / Schuldnerberatung) des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V.

Online-Beratung
 

Maßnahmen und Informationen von der Beratungsstelle für Überschuldete.

Informationen von der Beratungsstelle für Überschuldete
 
 
 

Tipps für Kids

Ein paar Tipps für Kinder findet Ihr hier

Hilfeangebote und Tipps
 

Kreativwettbwerb "Fantasie in 4 Wänden"

Informationen und Ausschreibung zum Wettbewerb
 
Galerie mit den Einreichungen
 

"Tanz dich durch Corona" - Die Tanzakademie Erxleben bietet Online-Kurse an

Online-Angebote der Tanzakademie Erxleben
 
 
 

Unterstützungsangebote des Landes Brandenburg

Soforthilfeprogramm der Landesregierung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler im Land Brandenburg.

Sonderseite der ILB zu Unterstützungsangeboten
 
 

Offener Brief an die Bildungsbeigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam

Endlich hat die Landeshauptstadt Potsdam einen Maßnahmenplan gegen Armut von Kindern und Jugendlichen. Unser Konzept gegen Kinderarmut gibt es schon lange.

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