Was bedeutet Notbetreuung in Kitas und Hort?

Info-Schreiben für Eltern und Sorgeberechtigte

Was passiert, wenn eine Betreuung aller Kinder in einer Kita oder einem Hort im Rahmen der üblichen Öffnungszeiten nicht mehr möglich ist, weil aufgrund des Infektionsgeschehens zu wenig Erzieher*innen arbeiten können? Diese Frage stellen sich viele Eltern und natürlich auch wir als Träger der Kindertageseinrichtungen.

Denn bereits seit einigen Wochen können Mitarbeiter*innen häufig wegen Erkrankungen oder Quarantäne nicht tätig sein. In vielen Einrichtungen wird deshalb mit den Kita-Ausschüssen beraten, welche Maßnahmen ergriffen werden, damit in der Kita so lange und so viele Kinder wie möglich betreut werden können. Dabei gehen wir schrittweise nach unserer Checkliste „Maßnahmen bei Personalausfall – Pandemie“ vor.

Auch das Land Brandenburg will auf diese Situation reagieren und hat in der Vierten Änderung der Zweiten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung (EindV) vom 01.02.2022 Regeln für eine Notbetreuung von Kindern aufgestellt. Danach können Eltern bei den zuständigen Kommunen im Falle einer Einschränkung der Betreuung ihrer Kinder einen Antrag auf Notbetreuung stellen. Dies soll aber ausdrücklich erst dann möglich sein, wenn eine Einschränkung auch wirklich eingetreten ist. Das wiederum ist leider nicht absehbar. Woher sollen wir als Träger wissen, wann, in welcher Anzahl und Dauer weitere Infektionen unter den Beschäftigten auftreten werden oder wann die Mitarbeiter*innen wieder zur Verfügung stehen? Und was machen Eltern in der Zeit, wo die Kommune über ihren Notbetreuungsantrag entscheidet?

Deshalb modifizieren wir für uns das Verfahren, um einerseits solange wie möglich eine Betreuung aller Kinder zu gewährleisten und andererseits den Eltern für den Fall der Einschränkung der Betreuungsmöglichkeiten sofort und unmittelbar helfen zu können:

  1. Wir ermitteln täglich, wie viele Kinder durch das anwesende Personal verantwortlich betreut werden können. Bei Bedarf sprechen wir im Kita-Ausschuss mit allen Beteiligten und reduzieren ggf. die Öffnungszeiten, um möglichst allen Kindern eine Betreuung zu ermöglichen.
  2. Wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichen, informiert die Kita-Leitung anhand der Kriterien aus der Eindämmungsverordnung die Eltern, die wahrscheinlich einen Notbetreuungsanspruch haben über die Möglichkeiten der Weiterbetreuung. Gleichzeitig werden auch alle anderen Eltern über die Einschränkungen informiert, deren Kindern wir dann aber (zunächst) nicht weiterbetreuen können. Zeitgleich informieren wir das zuständige Jugendamt/die Gemeinde darüber, für welche Anzahl von Kindern wir die Leistung in der jeweiligen Kita nicht erbringen können.
  3. Alle Personensorgeberechtigten der Kinder in der betroffenen Kita, die meinen, einen Anspruch auf Notbetreuung zu haben, müssen beim zuständigen Jugendamt einen Notbetreuungsantrag stellen. Wir unterstützen alle Antragstellenden gern bei Fragen.
  4. Das Jugendamt bzw. die Gemeinde entscheidet über die Bewilligung des Antrags. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kommune auch vorübergehend einen Platz in einer anderen Kita anbieten kann. Deshalb lohnt es sich für alle Eltern, die damit einverstanden wären, einen Antrag zu stellen.
  5. Sobald der Antrag bewilligt ist, muss er in der Kindertagesstätte vorgelegt werden. Stellen Eltern keinen Antrag oder wird der Antrag abgelehnt, können wir das Kind in dieser Situation leider nicht betreuen.

Selbstverständlich erhalten alle Eltern sofort die Information, wenn sich die Personalsituation verbessert und dadurch die Betreuung der Kinder wieder möglich ist.

Was passiert mit den Elternbeiträgen in diesen Notsituationen?

Der Elternbeitrag muss wie bisher gezahlt werden, wenn

  • die Kinder weiter in der Kita betreut werden
  • Quarantäne des Kindes angeordnet wird oder es erkrankt
  • Eltern sich aus persönlichen Gründen entscheiden, das Kind nicht in die Kita zu bringen

Wenn wir allerdings die Betreuungsleistung für die Kinder nicht mehr erbringen können, weil das Personal nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung steht, wird Eltern für diesen Zeitraum kein Elternbeitrag in Rechnung gestellt. Und auch das Essengeld wird bei längerer Abwesenheit der Kinder nicht berechnet.

Wir sind zuversichtlich, dass wir ohne eine Notbetreuung in einzelnen Einrichtungen durch die nächsten Wochen kommen und die Betreuung der Kinder weiter aufrechterhalten können. Unsere Mitarbeiter*innen leisten schon seit vielen Monaten Außergewöhnliches und werden gemeinsam mit den Eltern gute Lösungen finden.


Corona LIVE-TICKER

Freitag, 13. März 2020

Pressemitteilung des AWO Bezirksverbands Potsdam zu Corona

Angesichts der Corona-Krise haben der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. und seine Tochtergesellschaften den Pandemieplan aktualisiert und einen Krisenstab gebildet. In einer Pressemitteilung und auf dieser Seite informieren wir über das weitere Vorgehen.

Pressemitteilung vom 13. 03. 2020 zu Covid-19

Seniorenzentrum ordert Feldbetten

Seit Wochen hat sich das Team des Seniorenzentrums Käthe-Kollwitz-Haus auf das Coronavirus vorbereitet. Nicht nur die Hygienestandards wurden erhöht. Auch der Ernstfall ist minutiös durchgeplant.

Mehr in dem Artikel der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Schul- und Projektschließung

Ab Montag, 16. März 2020 werden die Fachschule für Sozialwesen in Potsdam, die Berufliche Schule für Sozialwesen "Sophie Scholl" in Premnitz und unser Projekt Peer Counseling geschlossen.

Weitere Informationen folgen.

AWO Potsdam bietet Nachbarschaftshilfe an

Die Kolleg*innen unserer Begegnungsstätten, Bürgerhäuser und Familienzentren stehen bei Bedarf in Ihrer Nachbarschaft als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Wenn Nachbarschaftshilfe benötigt wird und Sie Unterstützung bei Einkäufen brauchen, melden Sie sich telefonisch oder per Mail

Beratungsstellen nur im Notbetrieb

Unsere Beratungsstellen werden ebenfalls für Besucher*innen geschlossen, die Teams stehen telefonisch und für Notfälle und in Krisen zur Verfügung und erledigen notwendige Alltagsarbeiten.

Bitte nutzen Sie unser Angebot der Online-Beratung!

AWO Bezirksverband Potsdam sagt alle Veranstaltungen ab

Der AWO Bezirksverband Potsdam sagt bis auf weiteres alle Veranstaltungen ab.

Veranstaltung mit Konstantin Wecker abgesagt

Die Lesung mit Konstantin Wecker am 26. März 2020 in der Reihe im Forum Ehrenamt wurde abgesagt.

Aufgrund der aktuellen Situation und der Aufforderungen der Weltgesundheitsorganisation, Maßnahmen zum Eindämmen des Corona-Virus zu treffen, sagen wir diese Veranstaltung ab. Gekaufte Karten verlieren ihre Gültigkeit. Wir erstatten Ihnen den gezahlten Betrag.

Bitte schreiben Sie uns per E-Mail Ihren Namen, die Anzahl der gekauften Karten und Ihre Kontoverbindung an: rueranzgfntraghe@njb-cbgfqnz.qr.

Im Interesse Ihrer Gesundheit bitten wir um Verständnis

 
 

Wir sind für Sie da
Corona-Nothilfe wieder aktiviert

Weitere Informationen
 
 
 

Bundesweite Informationsseiten

Das Robert-Koch-Institut gibt auf seiner Webseite täglich Informationen zur Entwicklung der Pandemie.

Informationen des RKI zum Corona-Virus
 

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt auf ihrer Seite aktuelle Informationen zum Infektionsschutz zur Verfügung.

Informationen zum Infektionsschutz
 

Informationen des Bundesgesundheitsministeriums

Zusammen gegen Corona
 
 
 

Unterstützungsangebote des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V.

 

Die Online-Beratung (Suchtberatung / Schuldnerberatung) des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V.

Online-Beratung
 

Maßnahmen und Informationen von der Beratungsstelle für Überschuldete.

Informationen von der Beratungsstelle für Überschuldete
 
 
 

Tipps für Kids

Ein paar Tipps für Kinder findet Ihr hier

Hilfeangebote und Tipps
 

Kreativwettbwerb "Fantasie in 4 Wänden"

Informationen und Ausschreibung zum Wettbewerb
 
Galerie mit den Einreichungen
 

"Tanz dich durch Corona" - Die Tanzakademie Erxleben bietet Online-Kurse an

Online-Angebote der Tanzakademie Erxleben
 
 
 

Unterstützungsangebote des Landes Brandenburg

Soforthilfeprogramm der Landesregierung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler im Land Brandenburg.

Sonderseite der ILB zu Unterstützungsangeboten
 
 

Drei Millionen Kinder sind armutsgefährdet

Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Inflation und teure Energiepreise. Die vergangenen drei Jahre haben die finanzielle Situation für viele Kinder und ihre Eltern deutlich verschlechtert. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung gelten mehr als jedes fünfte Kind und sogar jede*r vierte junge Erwachsene in Deutschland mittlerweile als armutsgefährdet.

Weiterlesen …

Ein Wandbild mit einem Gesicht eines Kindes
© 1990 - 2023 Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Potsdam e. V.