Gestern fand im Potsdamer Bürgerhaus am Schlaatz die landesweite Informationsveranstaltung zum Thema „Armutssensibilität im Familienzentrum“, auf Einladung der LIGA Brandenburg in Kooperation mit der Landesarmutskonferenz, statt.
Petra Untze, Leiterin des Referats Familienpolitik im MASGZ, hob in ihrer Begrüßung die „anspruchsvollen, bedeutungsschweren und vielfältigen“ Aufgaben der Familienzentren hervor. Daran knüpfte der einleitende Impulsvortrag von Holger Kilian (Gesundheit Berlin-Brandenburg) und Dr. Ingmar Dette (Stark-vor-Ort/Stiftung SPI) an. Im Mittelpunkt stand das thematisch weite Feld der Armutssensibilität und die Frage, wie wir als Fachkräfte unsere Arbeit in den Familienzentren mit Menschen, die von Armut betroffen oder von ihr bedroht sind, so gestalten können, dass sie wirksam ist – und wo dabei die eigenen Möglichkeiten und Grenzen liegen.
Die Impulse nahmen die Teilnehmenden mit in den weiteren Verlauf der Veranstaltung. Am Nachmittag wurden die Themen in drei parallelen Workshops vertieft. Während sich zwei Workshops mit den „Bedarfen Alleinerziehender“ und dem „Partizipativen Arbeiten mit Familien“ beschäftigten, nahm der dritte Workshop unter Leitung des AWO Büro KINDER(ar)MUT die eigene Praxis in den Blick: „Wie armutssensibel bin ich in meiner Arbeit?“ Die Teilnehmenden waren eingeladen, die eigene tägliche Arbeit und Haltung zu reflektieren: Wie begegne ich Familien, die von Armut betroffen oder bedroht sind? Wo gibt es unbewusste Vorurteile oder Barrieren? Und wie kann ich im Alltag tatsächlich armutssensibel handeln?