Das erste Mal - Markt der Möglichkeiten

Tauschen, Trödeln, Skaten und Schlemmen im AWO-Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei“ in Brück

Das erste Mal - Markt der Möglichkeiten

Tauschen, Trödeln, Skaten und Schlemmen im AWO-Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei“ in Brück

Quietschvergnügt liefen ein paar Kinder mit Globusleuchte in der Hand und Plüschtieren im frisch adoptierten Hackenporsche vom Hof, noch bevor am 24.8.2023 der Markt der Möglichkeiten offiziell eingeläutet wurde. Wie Schnäppchenjäger auf Flohmärkten sind es die frühen Vögel, die schon abstauben, während andere noch auf dem Weg sind. Mit internationalem Buffet, Skate-Workshop und allerhand zum Tauschen/Weggeben lockte es ab 13 Uhr mehr als 70 Besucher in den Garten des AWO-Mehrgenerationenhauses „Alte Korbmacherei“.

„Wir wollen erst mal schauen, was hier los ist“, erklärte sich ein Paar, das auf seiner Radtour eine Rast einlegte und sich umschaute. Manfred Geserig repräsentierte den Musikverein aus Ziesar mit Blasinstrumenten und Stelltafeln, hatte aber auch ein Auge auf die anderen Marktstände geworfen. Geringelte Socken in allen Farben hatten zwei Damen aus Borkheide mitgebracht. Mit heißen Nadeln ist ein Paar Füßlinge nach 24 Stunden fertig gestrickt. Rose Mandler und Ruth Zeidler handwerkeln für einen guten Zweck, diesmal für Tiere, die auf dem Lebenshof in Steindorf ein würdiges Dasein führen können, obwohl sie alt, beeinträchtigt oder nicht mehr (aus)nutzbar sind. „Gibt’s die bunten auch in Größe 45? Dann nehme ich gleich ein Paar Socken mit“, nutzte Manfred Geserig die Gelegenheit.

Für mehr Taschengeld setzten sich zwei Teenager ein und boten ihre Puppen und deren Schlösser für einen schmalen Taler an. Beim Anblick der rosa Glitzerwelt war die 4-jährige Fatima so begeistert, dass Mama Gofran ihr den Wunsch erfüllte. Mit zwei Nähmaschinen ging eine Gruppe afghanischer Frauen vom Gelände. Kinderbücher, Literatur für Erwachsene, Klamotten und Porzellangeschirr fanden ebenfalls neue Besitzer. „Können wir Gemälde und Musik-CDs auch zum Tauschmarkt bringen“, erkundigt sich ein Brücker Pärchen. Beim nächsten Markt der Möglichkeiten wollen sie unbedingt dabei sein. Während die Erwachsenen miteinander ins Gespräch kamen und sich mit einem arabischen Kaffee im Garten niederließen, kam Bewegung auf den Skatepark. Mit Marco Kersten lernten Kinder und Jugendliche die Basics des Skateboardens.

MGH-Praktikant Patrik Lau stand dem Workshop-Leiter zur Seite, verteilte Boards und versorgte mit Schutzkleidung. Als flache Holzbretter mit Rollen tauchten Skateboards erstmals in den 1950er Jahren in Kalifornien auf. Der Legende nach waren Surfer die Erfinder auf der Suche nach Alternativen, wenn es keinen Wellengang gab. So entstand das sogenannte „Bürgersteig-Surfen“.

Etwas mehr Bespielung hätte unsere Biete-Suche-Wand verkraftet. Immerhin wurden 3 Fernseher, ein Doppelbett und Hunde-Sitting-Service pfeilgeboten. „Für das erste Mal kann man zufrieden sein. Sowas muss sich erst rumsprechen“, versicherte Rose Mandler aus ihrer 83-jährigen Lebenserfahrung. Insgesamt verbrachten mehrere Nationen und Generationen einen gelungenen Nachmittag, den das MGH-Team gern im nächsten Jahr wiederauflegen möchte unter dem Motto „Tauschen und Trödeln“.

 
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