Zur AWO Bundeskonferenz in Thüringen werden rund 500 Delegierte und Gäste aller Landes- und Bezirksverbände in Deutschland erwartet. Die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt nimmt mit sechs Vertreterinnen und Vertretern teil. In einer Präsidiumssitzung am gestrigen Mittwoch haben sich die Delegierten auf die dreitägige Tagung u.a. mit einer Schulung zum digitalen Abstimmungsprogramm vorbereitet und die umfangreichen Konferenzunterlagen inhaltlich diskutiert.
In der morgigen Herbst-Klausur der Ortsvereine im AWO Bezirksverband Potsdam e.V. werden BUKO und Antrag ebenfalls Diskussionsthemen sein. Zu Gast ist Marvin Deversi, Vorstandsmitglied beim AWO Bundesverband, der über die neuesten Entwicklungen des Gesamtverbandes spricht.
Seit Jahren am Thema mit "Spirellibande" und Schule SATT!
Schon seit Jahren beschäftigt sich die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt mit dem Thema Kinderarmut und damit verbunden, mit der kostenlosen Mittagsversorgung für Kinder und Jugendliche. So startete sie 2007 die spendenbasierte „Spirellibande“ mit kostenfreiem Mittagsangebot und später dann Schulfrühstück; ein Projekt, das in Teilen von der Stadt Potsdam übernommen wurde. Anfang 2024 forderte auch der erste offiziell vom Bundestag eingesetzte Bürgerrat ein kostenfreies Mittagessen für alle Kinder. Im vergangenen Jahr gehörte der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. zu den Erstunterzeichnern der Volksinitiative „Schule SATT!“, ein Bündnis, das ebenfalls kostenloses Essen an Brandenburgs Grundschulen forderte, aber trotz mehr als 23.500 Unterschriften bislang nicht von der Landespolitik aufgegriffen wurde.