„Über das Surfen wieder in Bewegung zu kommen, den eigenen Körper zu spüren, raus aus dem Kopf und rein ins Hier und Jetzt, das war für viele Teilnehmer eine ganz besondere Selbsterfahrung“, sagt die Leiterin der Selbsthilfe-Kontaktstelle, Anke Polkowski, die die Gruppe begleitet hat. Die Teilnehmer*innen aus ganz Brandenburg und Berlin kamen aus unterschiedlichen Bereichen der Selbsthilfe wie Suchterkrankungen, psychische Erkrankungen und chronische Schmerzen.
Über das Wellenreiten hinaus konnten sie sich in täglichen Workshops zu Themen wie Konflikte, Selbstregulation und Stressbewältigung austauschen, diskutieren und anhand vorgestellter Modelle eigene Gefühle und Bedürfnisse erkennen und benennen. Dabei hätten sie festgestellt, dass es den anderen genauso ginge und sie mit vielen Themen gar nicht so alleine seien wie angenommen, so Anke Polkowski. In der einen Woche „Surf and Heal“ habe sich eine neue Gemeinschaft gebildet, in der sich alle gegenseitig unterstützten und stärkten.
Surfen als Therapieform ist in vielen Ländern weltweit eine anerkannte Methode. Gemeinsam stelle man sich seinen Ängsten und teile ebenso die Erfolge. „Das gibt Mut und Selbstvertrauen – ein neues Lebensgefühl“, ist die Leiterin der KIS begeistert. „Mich an die Kraft zu erinnern, die ich auf dem Board gespürt habe, dass wird mich nachhaltig und lange begleiten“, resümierte ein weiterer Surf and Heal-Teilnehmer. Und Anke Polkowski plant schon eine Zweit-Auflage des Selbsthilfeprojekts für das Jahr 2027.