Veröffentlicht am 06.08.2014
Mit Herz und Hand Nr. 22
Nach wie vor gehört Brandenburg bei den Betreuungsschlüsseln in den Kitas zu den Schlusslichtern in Deutschland. Selbst in der Landeshauptstadt Potsdam erhalten drei Viertel aller Kinder unter drei Jahren nicht die Betreuung, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Sieht das Kita-Gesetz einen Personalschlüssel von 1 Erzieherin zu 6 Kindern vor, so ist in der Realität eine vollzeitbeschäftigte Erzieherin im Durchschnitt für 7,2 Kinder zuständig. Das liegt im Wesentlichen an der unzureichenden Finanz- und Personalausstattung der Kitas, wie jüngst erneut eine Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigte. Wir als AWO Bezirksverband Potsdam e.V. fordern deshalb seit Langem ein Umdenken und eine Verbesserung des Personalschlüssels. Gute Bildung fängt schließlich am Anfang an.
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„Schulessen steht für Gerechtigkeit“
AWO-Beitrag in der Debatte um Potsdamer Preisdeckel für Mittagessen an Schulen
Für viele Kinder sei das Schulessen „die einzige Mahlzeit, die wirklich sicher ist", sagt Angela Schweers. Und: gemeinsames Essen in der Schule stehe auch „für Teilhabe und Gerechtigkeit“. In einem Beitrag von „rbb 24“am gestrigen Donnerstag kritisiert die Vorstandsvorsitzende des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. die Pläne der Landeshauptstadt Potsdam, den erst zum Schuljahr 2023/24 eingeführten Preisdeckel wieder aufzuheben. Die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt, die sich schon seit vielen Jahren für kostenloses Schulessen einsetzt, wünscht sich wiederholt statt einer kommunalen Regelung eine bundeseinheitliche Finanzierung von Mittagessen in Kitas, Schulen und Ausbildungsbetrieben. Hier geht es zum rbb 24-Beitrag