Mit Herz und Hand Nr. 28

Veröffentlicht am 05.08.2016

Das Bild zeigt ein Cover der Publikation Mit Herz und Hand Nr 28

Mit Herz und Hand Nr. 28

Als Träger zahlreicher Einrichtungen im Land Brandenburg und in Potsdam, sehen wir tagtäglich die Folgen von Altersarmut. Gemeinsam mit Politikern, Institutionen, Fachkräften, Netzwerkpartnern, Ehrenamtlichen und Interessierten wollten wir deshalb in unserer Aktionswoche vom 13. bis 18. Juni auf dieses immer wichtiger werdende Thema aufmerksam machen. Gemeinsam haben wir Ideen, Fragen und Erfahrungen gesammelt, um Tatsachen nicht nur festzustellen und zu beklagen, sondern um Wege aufzuzeigen, die Menschen im Alter bessere Möglichkeiten und eine höhere Lebensqualität sichern. Das Ergebnis unserer Aktionswoche gegen Altersarmut haben wir in einer Broschüre zusammengefasst. Diese können Sie gern auf unserer Internetseite ansehen oder in der Geschäftsstelle bestellen. Insbesondere möchten wir Sie bitten, den Forderungskatalog, den wir auch in die Zeitung übernommen haben, zu lesen und weiter etwas gegen Altersarmut in unserem Land zu unternehmen.

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Offener Brief zu Potsdamer Haushaltsentwurf
Wohlfahrtsverbände warnen vor „tiefgreifendem sozialpolitischen Rückschritt“

Mit einem offenen Brief hat die Arbeitsgemeinschaft der freien gemeinnützigen Wohlfahrtspflege Potsdam/Potsdam-Mittelmark (Regional-LIGA) vor den Folgen des Haushaltsentwurfs 2026 für die Stadt Potsdam gewarnt. Der Entwurf sei ein „tiefgreifender sozialpolitischer Rückschritt“. Auch die weiteren angekündigten Einschnitte ab 2027 träfen ausgerechnet jene Bereiche, die für sozialen Zusammenhalt, Bildungsgerechtigkeit und Armutsprävention unverzichtbar seien, hieß  es in dem Brief, der von Potsdamer Arbeiterwohlfahrt als Mitglied der LIGA mitformuliert wurde. Vor allem der geplante Wegfall des Preisdeckels für das Mittagessen an Schulen ist für die LIGA-Mitglieder AWO, Caritas, Diakonische Träger, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und dem Paritätischen bestürzend. „Sparpolitik auf Kosten der Kinder, Jugendlichen und armutsbetroffenen Menschen ist keine verantwortungsvolle Haushaltspolitik“. Schon seit Jahren beschäftigt sich die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt mit der kostenlosen Mittagsversorgung für Kinder und Jugendliche. Ein kostenloses Mittagessen an allen Bildungseinrichtungen ist ein entschiedene Maßnahme zur Bildungsgerechtigkeit und Armutsbekämpfung. Im vergangenen Jahr gehörte der Verband zu den Erstunterzeichnern der Volksinitiative „Schule SATT!“, ein Bündnis, das ebenfalls kostenloses Essen an Brandenburgs Grundschulen forderte. Die Initiative war mit 23.500 Unterschriften erfolgreich, wurde bislang aber nicht von der Landespolitik aufgegriffen. Immerhin: Die Forderung nach kostenlosem Schulessen fand im November auf der AWO Bundeskonferenz aller Landes- und Bezirksverbände in Deutschland eine klare Mehrheit und wurde übernommen – bundesweit.

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