Mit Herz und Hand - Nr. 45

Veröffentlicht am 14.04.2022

Das Bild zeigt ein Cover der Publikation Mit Herz und Hand  Nr 45

Mit Herz und Hand - Nr. 45

Zerstörte Städte, weinende Kinder, Menschen, die um ihr Überleben kämpfen. Wer hätte das mitten in Europa fast 80 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges für möglich gehalten? Und doch ist es mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine schreckliche Realität geworden. Tagtäglich kommen nun Züge, Busse, Autos mit zum Teil traumatisierten Menschen aus der Ukraine auch bei uns in Brandenburg an. Für uns als AWO Bezirksverband Potsdam e.V. ist es selbstverständlich, dass wir in dieser Situation den Geflüchteten helfen und sie unterstützen.
Wie konkret, das erfahren Sie in unserem Titelthema.

Unser großer Dank gilt in diesem Zusammenhang den AWO-Mitgliedern und – Mitarbeiter*Innen sowie den vielen Ehrenamtlichen, die sich in den vergangenen Wochen für die Geflüchteten engagiert haben. Diese enorme Solidarität und überwältigende Spendenbereitschaft machte die Ukraine-Hilfe des AWO Bezirksverbandes Potsdam erst möglich.

Um Hilfe für die Kleinsten geht es bei unserem Herzensprojekt „Schulkrankenschwestern“. Nachdem entgegen aller Empfehlungen von Expertinnen und Experten und Proteste von Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Schülern die Landesregierung die Finanzierung des Projektes eingestellt hatte, gibt es nun Licht am Horizont. Zahlreiche Kommunen und Landkreise sind eingesprungen und wollen das Projekt fortführen. Vielen Dank dafür und hoffentlich setzt auch auf Landesebene noch ein Umdenken ein!

Was gibt es Schöneres als Menschen in Not zu helfen? Das gilt auch und gerade für junge Mütter und deren Kinder, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Umso froher sind wir, dass wir mit dem Mutter-Kind-Projekt in Nauen einen Anlaufpunk für nunmehr sechs Mütter und deren Kinder anbieten können. Sie finden dort einen Ruheort und erhalten sozialpädagogische Unterstützung - immer mit dem Ziel, möglichst wieder allein klarzukommen. Ein tolles Projekt.

Neue Wege in der Seniorenbetreuung zu gehen, das ist unser Anspruch. Und so besuchte ein Team von uns die Fachkonferenz „Bau und Betrieb von Pflegeeinrichtungen“ in München. Von Digitalbrillen über Sensorfußböden bis hin zu intelligenten Assistenzsystem - zu sehen und zu erleben gab es viel. Wir sind schon gespannt, welche konkreten Ideen sich auch in unseren Einrichtungen umsetzen lassen.

Anders als geplant und doch erfolgreich verlief unsere „VON HERZEN TOUR – Weihnachten zum Mitnehmen“. Kurz vor Weihnachten starteten wir in einem roten Doppeldecker-Bus unsere Tour durch das Land Brandenburg und brachten jede Menge Geschenke für die Kinder mit. Unterstützt wurden wir von der Geschenkefee, ihrem Freund Otto sowie vielen Rentieren. Die schönsten Fotos der Tour haben wir in einer Bilderstrecke zusammengestellt. Wir planen auch in diesem Jahr eine „Von Herzen“-Tour auf Rädern.

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Offener Brief zu Potsdamer Haushaltsentwurf
Wohlfahrtsverbände warnen vor „tiefgreifendem sozialpolitischen Rückschritt“

Mit einem offenen Brief hat die Arbeitsgemeinschaft der freien gemeinnützigen Wohlfahrtspflege Potsdam/Potsdam-Mittelmark (Regional-LIGA) vor den Folgen des Haushaltsentwurfs 2026 für die Stadt Potsdam gewarnt. Der Entwurf sei ein „tiefgreifender sozialpolitischer Rückschritt“. Auch die weiteren angekündigten Einschnitte ab 2027 träfen ausgerechnet jene Bereiche, die für sozialen Zusammenhalt, Bildungsgerechtigkeit und Armutsprävention unverzichtbar seien, hieß  es in dem Brief, der von Potsdamer Arbeiterwohlfahrt als Mitglied der LIGA mitformuliert wurde. Vor allem der geplante Wegfall des Preisdeckels für das Mittagessen an Schulen ist für die LIGA-Mitglieder AWO, Caritas, Diakonische Träger, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und dem Paritätischen bestürzend. „Sparpolitik auf Kosten der Kinder, Jugendlichen und armutsbetroffenen Menschen ist keine verantwortungsvolle Haushaltspolitik“. Schon seit Jahren beschäftigt sich die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt mit der kostenlosen Mittagsversorgung für Kinder und Jugendliche. Ein kostenloses Mittagessen an allen Bildungseinrichtungen ist ein entschiedene Maßnahme zur Bildungsgerechtigkeit und Armutsbekämpfung. Im vergangenen Jahr gehörte der Verband zu den Erstunterzeichnern der Volksinitiative „Schule SATT!“, ein Bündnis, das ebenfalls kostenloses Essen an Brandenburgs Grundschulen forderte. Die Initiative war mit 23.500 Unterschriften erfolgreich, wurde bislang aber nicht von der Landespolitik aufgegriffen. Immerhin: Die Forderung nach kostenlosem Schulessen fand im November auf der AWO Bundeskonferenz aller Landes- und Bezirksverbände in Deutschland eine klare Mehrheit und wurde übernommen – bundesweit.

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