2500 Bratwürste, 100 Kuchenbleche und jede Menge Politik

Das war die AWO MACHT Politik-Tour zur Bundestagswahl – Letzte Station in Kleinmachnow
Artikel vom 24.09.2021

2500 Bratwürste, 100 Kuchenbleche und jede Menge Politik

Das war die AWO MACHT Politik-Tour zur Bundestagswahl – Letzte Station in Kleinmachnow

Am Freitag ging die AWO MACHT Politik Tour zur Bundestagswahl mit einer letzten Veranstaltung auf dem Rathausmarkt in Kleinmachnow zu Ende. Mehr als 2500 Bratwürste wurden auf den sieben Festen in den vergangenen zwei Wochen kostenfrei verteilt, über 100 Kuchenbleche von den Ortsvereinen gebacken - und außerdem hatte der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. viele Direktkandidat*innen für die Wahlen an diesem Sonntag zu Gast. Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Tour, mit der wir auf unser Programm „1plus9“ – ein Ziel, neun Forderungen für eine sozial gerechte Gesellschaft aufmerksam gemacht haben.

 

Im Gespräch mit der Vorstandsvorsitzenden Angela Schweers fragte rbb-Moderator Weidemann nach dem Modellprojekt „Schulgesundheitsfachkräfte an öffentlichen Schulen im Land Brandenburg“. Eine Finanzierung und gesetzliche Verankerung ab dem kommenden Jahr sei derzeit nicht gesichert, sagte Schweers. Dabei sei das AWO-Projekt umfassend evaluiert worden und die Effekte des Einsatzes der „Schulkrankenschwestern“ damit nachweisbar. Schweers rief dazu auf, den künftigen Einsatz der Fachkräfte für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu unterstützen.

Am Freitag waren noch einmal alle Parteien gekommen, um mit uns über unsere Forderungen zu sprechen: Friederike Linke (SPD), Norbert Müller (Linke), Anna Emmendörffer (Grüne), Saskia Ludwig (CDU) und Madeleine Floiger (FDP) in Vertretung von Linda Teuteberg, die kurzfristig verhindert war. Wie auf den vorherigen Veranstaltungen in Brück, Bad Belzig, Brandenburg an der Havel, Potsdam, Rathenow und Nauen gab es wieder Aufgaben, die der Vorstand des AWO Bezirksverbandes vorbereitet hatte. Zunächst mussten sie aus einer Sammlung von Gegenständen einen auswählen und die Entscheidung begründen. Madeleine Floiger grifft sich die goldene Winkekatze. Die Katze stehe für eine starke Wirtschaft, die in den kommenden Jahren gebraucht werde. Norbert Müller wählte die Bratpfanne. Diese sei „durchschlagend“ und stehe für die kostenfreie Schulspeisung, die er durchsetzen wolle. Saskia Ludwig entschied sich für das Kehrblech. Es sei Zeit, sauber zu machen, etwa in den Amtsstuben. Die Verwaltung müsse modernisiert und Bürokratie abgebaut werden. Anna Emmendörffer holte sich eine Muschel, da sie für den Klimawandel und die bedrohten Weltmeere stehe.

Es müsse jetzt gehandelt werden, in den Bereichen Kohleausstieg, Agrarwirtschaft, Mobilität und erneuerbare Energien. Und Friederike Linke entschied sich für einen kleinen Teddybären. Sie wolle einen Sozialstaat, der „Halt gebend ist in schwierigen Lebenssituationen“. Stofftiere könnten auch Kindern Halt geben.

Äußerst fix waren alle fünf bei dem gemeinsamen Spiel unterwegs, die Bälle in den Farben unserer Forderungen „1plus9“ mit einem Ring und fünf Schnüren in den Zielkorb zu bringen. Es roch doch sehr nach Rekordgeschwindigkeit, auch wenn wir eine Stoppuhr nicht dabei hatten. Gemeinsames Handeln ist auch in der Politik wichtig.

Im dritten Spiel ging es um die zentralen Forderungen bei einer Wahl in den Bundestag. Genannt wurden die Einführung einer Kindergrundsicherung (SPD), ein Kinderchancengeld (FDP), die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz (Linke), bezahlbarer Wohnraum durch mehr Wohnungsbau (CDU) und eine Klimaschutz-Sofortprogramm (Grüne).

Wir freuen uns über die vielen Menschen, die unsere Tour in den vergangenen zwei Wochen besucht haben. Und wir bedanken uns bei den Politiker*innen, die mit uns über unsere Forderungen gesprochen haben und diese in ihrer künftigen Arbeit hoffentlich berücksichtigen. Und wir bedanken uns sehr herzlich bei all den ehrenamtlichen Helfer*innen, den Ortsvereinen, den Einrichtungen vor Ort und dem Organisations-Team des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V. Und natürlich ganz besonders bei Moderator Attila Weidemann, der gegen Ende des Festes selbst auf die Bühne stieg und gemeinsam mit „Kruse zu Dritt“ „Purple Rain“ sang.

 
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