EU-Parlament fordert Maßnahmen gegen Obdachlosigkeit

Artikel vom 25.11.2020

EU-Parlament fordert Maßnahmen gegen Obdachlosigkeit

Das EU-Parlament hat in einer Resolution die Mitgliedsstaaten aufgefordert, bis 2030 die Obdachlosigkeit zu überwinden. Geschützte Orte, keine Räumungen, bezahlbarer Wohnraum und eine langfristige behutsame Wiedereingliederung ehemals obdachloser Menschen ist dafür nötig.

Geschätzt vier Millionen Menschen haben europaweit kein eigenes Zuhause und leben auf der Straße. Das sind in etwa so viele Menschen wie Berlin Einwohner hat. Das EU-Parlament fordert in einer Resolution, dass es bis 2030 keine Obdachlosigkeit mehr geben soll. So schnell wie möglich müsse eine permanente eigene Bleibe für Betroffene organisiert werden. Es müssten geschützte Orte zur Verfügung gestellt, Nichtregierungsorganisationen finanziell unterstützt und Räumungen verhindert werden. Außerdem verlangen die Parlamentarier eine langfristige behutsame Wiedereingliederung ehemals obdachloser Menschen.

Das fordern wir schon lange für Potsdam und Brandenburg. Jeden kann es treffen, Hilfe zur Selbsthilfe ist das mindeste, was eine Zivilgesellschaft anbieten muss. Und auch in Potsdam sind die entsprechenden Einrichtungen seit Jahren stets voll belegt. Bund, Land und vor allem die Kommunen müssen endlich mehr tun, um Obdachlosigkeit zu verringern und den Menschen zu helfen – das gilt immer und besonders in den Wintermonaten und in Zeiten einer Pandemie.

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