Kalte Jahreszeit und Corona: Wohnungslose sind besonders gefährdet

Artikel vom 28.10.2020

Kalte Jahreszeit und Corona: Wohnungslose sind besonders gefährdet

Beratungsangebote, Unterkünfte und Essensausgaben für wohnungslose Menschen müssen auch in einem neuerlichen "Shutdown" aufrechterhalten und ausgebaut werden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) hat heute eindringlich davor gewarnt, dass die Corona-Maßnahmen wie soziale Distanz und Hygienemaßnahmen nicht mit den Lebensumständen von Wohnungslosen vereinbar sind. Dies müsse bei den Beratungen am Mittwoch zu weiteren Maßnahmen gegen die Pandemie berücksichtigt werden. Dem können wir uns nur anschließen.

 

Beratungsangebote, Unterkünfte und Essensausgaben für wohnungslose Menschen müssen auch in einem neuerlichen "Shutdown" aufrechterhalten und ausgebaut werden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) hat heute eindringlich davor gewarnt, dass die Corona-Maßnahmen wie soziale Distanz und Hygienemaßnahmen nicht mit den Lebensumständen von Wohnungslosen vereinbar sind.  Dies müsse bei den Beratungen am Mittwoch zu weiteren Maßnahmen gegen die Pandemie berücksichtigt werden. Dem können wir uns nur anschließen. Wir dürfen wohnungslose Menschen nicht allein lassen. Sie sind durch ihre Lebensumstände besonders gefährdet und haben kaum Möglichkeiten, sich an die Regeln und Verbote anzupassen. Sie können sich nicht in die eigenen vier Wände zurückziehen und dort Schutz suchen. Das gilt besonders in Regionen mit einem angespannten Wohnungsmarkt wie in Potsdam und Berlin. „Wir brauchen für wohnungslose Menschen dringend Angebote zur Versorgung mit Hygienematerial, kostenlose Dusch- und Waschmöglichkeiten und Nahrungsmittel - aber erst, wenn alle Versuche einer Unterbringung in Wohnungen gescheitert sind“, sagte die Vorstandsvorsitzende des AWO Bezirksverbandes Potsdam, Angela Schweers.

Wohnungslose sind laut BAGW häufig durch Mehrfacherkrankungen besonders gefährdet. Die BAGW fordert daher, dass der Bund bei den Beratungen an diesem Mittwoch entsprechende Unterstützung für die Kommunen organisiert. „Wir benötigen sofort zusätzliche Räumlichkeiten für Beratungen, Tagesaufenthalte, Essensausgaben und Übernachtungsstellen“, so BAGW-Geschäftsführerin Werena Rosenke. Sie forderte außerdem erneut, dass in den Diensten und Einrichtungen Schnelltests auf Covid19 zum Einsatz kommen.

Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe
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