Ratschläge aus erster Hand

Das innovative Projekt Peer Counseling für Langzeitarbeitslose
Artikel vom 17.10.2020

Ratschläge aus erster Hand

Das innovative Projekt Peer Counseling für Langzeitarbeitslose

Der AWO Bezirksverband Potsdam geht bei der Unterstützung von langzeitarbeitslosen Menschen neue Wege. Selbst von Arbeitslosigkeit betroffene geben ihre Erfahrungen dabei direkt weiter. Tipps und Hinweise aus erster Hand sollen so die Förderung von Chancengleichheit und aktive Beteiligung fördern.

Seit vergangenem Jahr läuft Potsdam das innovative Projekt „Peer-Counseling" in der Arbeit mit Langzeitarbeitslosen.“ Dabei werden (langzeit-) arbeitslose Menschen als Berater*innen qualifiziert und als solche sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sie geben ihre Erfahrungen mit Behörden, mit der Bewältigung des Alltags, der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle oder dem Ausfüllen von Anträgen und Dokumenten weiter und sorgen so für eine aktive Inklusion, Förderung der Chancengleichheit und aktiven Beteiligung Betroffener. Das Projekt läuft noch bis August 2021 und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg (MWAE) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union gefördert und von der Investitionsbank Brandenburg (ILB) betreut.

In der täglichen Arbeit der Berater*innen geht es vor allem darum, zum Wohle der Menschen zu handeln und sie in ihrer Selbstbestimmung zu stärken und zu unterstützen. Dazu werden Potentiale und Ressourcen der beteiligten Personen aktiviert und gestärkt. Das Peer-Counseling-Konzept stammt aus den USA und wurde dort zunächst im Bereich der Suchtbewältigung eingesetzt. Beim Peer-Counseling begegnen sich Menschen auf Augenhöhe, es ist eine Beratung von Betroffenen für Betroffene. Einen guten Überblick über das Projekt und die Zielrichtung gibt die Zeitschrift „Blätter der Wohlfahrtspflege“ (Ausgabe 5/2020). https://t1p.de/sg4e. Der Artikel ist leider hinter einer Pay-Wall verborgen.

Das Projekt Peer Counseling
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