Wohnungslosigkeit ist kein Schicksal

Bundesweiter Fachtag zur Wohnungsnotfallhilfe am 28. Juni

Wohnungslosigkeit ist kein Schicksal

Bundesweiter Fachtag zur Wohnungsnotfallhilfe am 28. Juni

Wohnungslosigkeit ist kein Schicksal. Wohnungslosigkeit ist systembedingt. Es gibt viele Gründe, warum Menschen ihr Zuhause verlieren. So ist der Wohnungsmarkt in Deutschland seit Jahren angespannt, ebenso geraten ganze Familien mit Kindern in finanzielle Nöte, die aktuell hohen Energiepreise verschlimmern die Situation für viele Menschen mit niedrigem Einkommen. Am 28. Juni 2022 veranstaltet der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. gemeinsam mit der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz (SPD), dazu eine bundesweite Fachtagung mit dem Titel „Wohnungslos – ein Schicksal?“.

Weitere Referent*innen sind Prof. Dr. Volker Busch-Geertsema, Projektleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter der GISS Bremen, Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler und Armutsforscher sowie Dr. Luisa Schneider, Anthropologin. Der Fachtag am 28. Juni beginnt um 10.00 Uhr. Weitere Information über die Referent*innen und die Anmeldung zur Fachtagung hier .

In Deutschland und anderen Ländern wird die Schuld für die Lebenssituation schnell bei den Betroffenen selbst gesucht. In unserer Arbeit in der Wohnungsnotfallhilfe haben wir die Erfahrung gemacht, dass viele der wohnungslosen Menschen an ähnlichen Strukturen gescheitert sind. Der Fehler liegt im System. Mögliche Handlungsoptionen zum Auflösen des Systemfehlers wollen wir auf dem Fachtag zusammentragen und diskutieren.

Der AWO Bezirksverband Potsdam ist Träger von Einrichtungen in der Wohnungslosenhilfe und hat eine Vielzahl von Projekten im Kampf gegen die Armut initiiert. So betreiben wir seit Jahren ein Familienhaus für bis zu 16 Familien mit Kindern, die wohnungslos geworden sind. Das Haus ist ständig voll belegt. Wir haben mit unserem Programm „1 plus 9“ - neun Forderungen für eine sozial gerechte Gesellschaft einen Forderungskatalog für Politikerinnen und Politiker (Programm "1 plus 9") entwickelt. Zwei der neun Forderungen lauten: „Sozialen Wohnungsbau fördern“ und „Wohnungslosigkeit verhindern“.

Anmeldung Fachtag Wohnungsnotfallhilfe
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