Projekt beendet

Im Blickwinkel: 30 Jahre Friedliche Revolution

Projektzeitraum
01.09.2019 - 15.01.2020

Im Blickwinkel: 30 Jahre Friedliche Revolution

Projektziele

Im Blickwinkel: 30 Jahre Friedliche Revolution

Die Bewilligung der erstmaligen Förderung durch die Brandenburgische Landeszentrale für Politische Bildung ermöglichte eine umfassende Planung und Durchführung einer Großveranstaltung mit vielen Programmpunkten, die ausschlaggebend für weitere Projekte und Veranstaltungen war.

Die Planung des Projektes umfasste seit September 2019 mehrere zu organisierende Teile, die zu einem Gesamtpaket geschnürt wurden und sich in einer Veranstaltung mit kulturellem und politisch informativem Programm mit zwei fortwährenden Ausstellungen darstellten.
Für ein so anspruchsvolles Projekt konnte Prof. Dr. Rainer Eckert (ehem. Direktor des zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig) mit einem übergreifenden Vortrag zum Jubiläum des Mauersturzes gewonnen werden. Durch die Friedrich-Ebert-Stiftung in Potsdam entstand der Kontakt zum Musiker und Dissidenten Stephan Krawczyk. Der dänische Fotograf, Jens Frederiksen, hatte schon länger das Vorhaben bei uns angekündigt, seine Fotografien auszustellen. Zum 30. Jubiläum des Mauerfalls passten seine Fotografien perfekt in den Rahmen des Projektes.

 

In Zusammenarbeit mit folgendem Partnern:

      

Initiatoren des Projektes: Elke Buresch, André Looft

Kontaktinformationen

Anschrift

AWO Kulturhaus Babelsberg
Karl-Liebknecht-Str. 135
14482 Potsdam
Deutschland

Kontakt

FAX +49 331 7049263

Gefördert durch

Träger

Koordination

André Looft

Leitung Kulturhaus Babelsberg
FAX +49 331 7049263

Theresa Puzius

Leitung Kulturhaus Babelsberg

Diese Mitwirkenden konnten die übergreifende Perspektive des Mauerfalls vor 30 Jahren

1.    in einem Vortrag durch Prof. Dr. Rainer Eckert darstellen

2.    den Blickwinkel eines ausländischen Fotografen vor und nach dem Mauerfall einnehmen und

3.    durch das persönlich geprägte Schicksal Stephan Krawczyks, eine sehr individuelle Sichtweise musikalisch und erzählerisch darstellen.

4.    Für den regionalen Bezug konnten die Bürgerrechtler und Pfarrer aus Potsdam, das Ehepaar Flade, für ein persönliches Interview gewonnen werden.

5.    Das Kulturhaus startete im September einen Aufruf an die Bürger und Bürgerinnen des Landes Brandenburgs, sich mit Einsendungen von Fotomaterial an der Fotoausstellung unter dem Motto: „Wendezeit und 30 Jahre Mauerfall in Berlin / Brandenburg“ zu beteiligen.

Zu den wichtigsten Umsetzungen der Veranstaltung gehörte die Filmherstellung, da der Film zur Eröffnung fertiggestellt sein musste und Bestandteil des Katalogs ist. Mit dem Fotografen die Originalschauplätze seiner entstandenen Fotografien zu besuchen, ihn zu interviewen und den Film im Schnitt fertigzustellen, war eine Herausforderung, die Zeit in Anspruch genommen hat. Wichtiger Bestandteil der Ausstellung war Jens Frederiksens Ausstellung „Übergänge“, die teilweise in Großformaten den Besucher schon im Eingangsbereich in ihren Bann gezogen hat. In Absprache mit dem Grafikdesigner entstand ein fast 90-seitiger Katalog, der sowohl die Ausstellung „Übergänge“ von Jens Frederiksen, als auch die Ausstellung der Bürgerbeteiligung mit einem Vorwort von Prof. Dr. Rainer Eckert verknüpfte.

Vor Beginn des Abends zeichnete sich ab, dass diese Veranstaltung sehr gut besucht werden würde. In der letzten Woche liefen so viele Anfragen ein, dass wir bei der begrenzten Anzahl der Plätze schon wegen starkem Besucherstrom, Interessenten absagen zu müssen. Tatsächlich kamen 130 Besucher ins Haus. Begrüßt und moderiert wurde der Abend von André Looft. Elke Buresch führte das Interviewgespräch mit Jens Frederiksen und Familie Flade. Der Abend teilte sich in zwei Ebenen auf. Der erste Teil fand im Saal statt, in dem Musik, ein Vortrag und eine Filmvorführung mit Begeisterung aufgenommen wurden.

 

Eine Pause mit eingeflochtener Umfrage und Sektempfang ermöglichte es dem Besucher, die Ausstellung der über 30 ausgewählten Fotografien, die von Bürgern und Bürgerinnen eingereicht wurden, unter dem Titel „Wendezeit und 30 Jahre Mauerfall in Berlin/Brandenburg“ in Ruhe zu genießen. Im Anschluss gab es im 1. Obergeschoss ein Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten, bei dem sich das Publikum nach einer einstündigen Veranstaltung u.a. bei Hühnchen- und Obstspieß, sowie gefüllten Wraps austauschen und stärken konnte.

Eine willkommene Unterbrechung war dazu eine Kaffeepause mit Kuchen in Form einer Mauer, die mit Graffitisprüchen verziert wurde. Stephan Krawczyk schnitt diesen Kuchen an und verteilte die Stücke an die Gäste. Mit musikalischer Einlage am Bandoneon fiel die Mauer symbolisch erneut, indem sie durch die Besucher regelrecht verspeist wurde. Es wurden Blumen an die Mitwirkenden überreicht, es wurde mit Sekt und Orangensaft angestoßen, der Katalog mit DVD ausgegeben und Fotos mit den Mitwirkenden gemacht.

Durch persönliche Gespräche erhielten wir am Abend viel und nur positives Feedback. Die Umfrage zur Veranstaltung zeigte im Nachhinein in den 27 abgegebenen Umfragebögen auf, dass das Publikum rundum zufrieden war und einen informativen sowie kulturellen Abend erleben durfte. Die Umfrage zeigte auch, unter welchen Umständen die Besucher von der Grenzöffnung am 9. November 1989 erfahren haben, welche persönliche Bedeutung die Öffnung der Grenze 1989 und die erste freie Wahl 1990 aus heutiger Sicht hat. Außerdem interessierte uns, welche Erlebnisse die Menschen nach dem Mauerfall prägten, wie sie die gesellschaftlichen Umbrüche seit 1989 heute bewerten und was sie sich für die heutige Gesellschaft wünschen. Die Antworten dazu fielen tendenziell gleich aus, allerdings auch sehr unterschiedlich durch persönliche Anekdoten. Die Auswertung dazu bedarf einer längeren Auseinandersetzung und wird im Oktober 2020 zu einer Veranstaltung zum Thema 30 Jahre Wiedervereinigung einfließen.

Weiterhin erleben wir viel positive Resonanz zu den Ausstellungen und zum Film von Besuchern und Laufpublikum, die bis Ende Januar 2020 in unserem Haus besichtigt werden konnte. Die Bürgerausstellung wurde im Treppenhaus bis Ende 2020 fortgeführt. Der Katalog mit DVD konnte dank der erneuten Unterstützung der Brandenburgischen Landeszentrale für Politische Bildung nochmal hergestellt werden, so dass wir die starke Nachfrage, insbesondere bei Schulklassen, damit bedienen konnten.

Durch dieses Projekt sind Folgeveranstaltungen geplant, die zum 30. Jubiläum der Deutschen Einheit neue und bekannte Künstler auf den Plan rufen.

Übergänge – ein Portraitfilm über Jens Frederiksen

 

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