Mit Herz und Hand Nr. 25

Veröffentlicht am 13.08.2015

Das Bild zeigt ein Cover der Publikation Mit Herz und Hand Nr 25

Mit Herz und Hand Nr. 25

Rund 2,6 Millionen Kinder leben in Deutschland in Armut. Dies hat erst jüngst wieder die Studie „Kinder- und Familienarmut: Lebensumstände von Kindern in der Grundsicherung“ der Bertelsmann-Stiftung bestätigt. Für uns als AWO Bezirksverband Potsdam e.V. ist dies ein erschreckender Befund, der sich leider auch im Alltag in Potsdam und im Land Brandenburg immer wieder zeigt. Fast jedes fünfte Kind in unserem Land lebt in Armut. Dies ist eine große Schande für das reiche Deutschland und wir wollen dagegen sowohl politisch als auch mit praktischen Hilfen angehen.

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Offener Brief zu Potsdamer Haushaltsentwurf
Wohlfahrtsverbände warnen vor „tiefgreifendem sozialpolitischen Rückschritt“

Draußen vor einem Gebäude. Kinder sitzen an Tischen und essen gut gelaunt Erdbeeren. Eine blonde Frau mit blonden Haaren und Brille auf den Kopf geschoben, steht am vorderen Tisch und lächelt.

Mit einem offenen Brief hat die Arbeitsgemeinschaft der freien gemeinnützigen Wohlfahrtspflege Potsdam/Potsdam-Mittelmark (Regional-LIGA) vor den Folgen des Haushaltsentwurfs 2026 für die Stadt Potsdam gewarnt. Der Entwurf sei ein „tiefgreifender sozialpolitischer Rückschritt“. Auch die weiteren angekündigten Einschnitte ab 2027 träfen ausgerechnet jene Bereiche, die für sozialen Zusammenhalt, Bildungsgerechtigkeit und Armutsprävention unverzichtbar seien, hieß  es in dem Brief, der von Potsdamer Arbeiterwohlfahrt als Mitglied der LIGA mitformuliert wurde. Vor allem der geplante Wegfall des Preisdeckels für das Mittagessen an Schulen ist für die LIGA-Mitglieder AWO, Caritas, Diakonische Träger, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und dem Paritätischen bestürzend. „Sparpolitik auf Kosten der Kinder, Jugendlichen und armutsbetroffenen Menschen ist keine verantwortungsvolle Haushaltspolitik“. Schon seit Jahren beschäftigt sich die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt mit der kostenlosen Mittagsversorgung für Kinder und Jugendliche. Ein kostenloses Mittagessen an allen Bildungseinrichtungen ist ein entschiedene Maßnahme zur Bildungsgerechtigkeit und Armutsbekämpfung. Im vergangenen Jahr gehörte der Verband zu den Erstunterzeichnern der Volksinitiative „Schule SATT!“, ein Bündnis, das ebenfalls kostenloses Essen an Brandenburgs Grundschulen forderte. Die Initiative war mit 23.500 Unterschriften erfolgreich, wurde bislang aber nicht von der Landespolitik aufgegriffen. Immerhin: Die Forderung nach kostenlosem Schulessen fand im November auf der AWO Bundeskonferenz aller Landes- und Bezirksverbände in Deutschland eine klare Mehrheit und wurde übernommen – bundesweit.

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