AWO Ukraine-Hilfe LIVE-TICKER

Donnerstag, 03. März 2022

Aufenthaltsrecht und Sozialleistungen für Menschen aus der Ukraine

Vor dem Hintergrund des Angriffskrieges auf die Ukraine häufen sich bei den Migrationsfachdiensten die Anfragen nach den Möglichkeiten der Einreise und des Aufenthalts für ukrainische Staatsangehörige in Deutschland.

Die GGUA Münster hat für die Beratungspraxis einen vertiefenden Überblick zum Aufenthaltsrecht und Sozialleistungen für Menschen aus der Ukraine erstellt.

Wie in der Arbeitshilfe richtigerweise erläutert wird, macht die Asylantragstellung aktuell nur in begründeten Ausnahmefällen Sinn.

Es besteht vielmehr begründeter Anlass zu der Hoffnung, dass die EU-Innenminister einen Beschluss nach der EU-Richtlinie 2001/55/EG treffen werden. Nach dieser Richtlinie würde den flüchtenden Menschen ein vorübergehendes Aufenthaltsrecht für ein Jahr, mit Verlängerungsmöglichkeit um zwei weitere halbe Jahre, erteilt. Die Rechtsgrundlage in Deutschland wäre eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG.

Ein solches Verfahren hätte verschiedene Vorteile gegenüber einem langwierigen Asylverfahren mit ungewissem Ausgang.

Einen hilfreichen Überblick über beratungsrelevante Informationen sowie eine Auflistung der Erlasse und Allgemeinverfügungen der Bundes- und Landesministerien findet sich beim Informationsverbund Asyl & Migration.

Quelle: AWO Bundesverband

Transport nach Polen unterwegs – Sachspenden zunächst nicht benötigt

Am frühen Donnerstagmorgen ist unser Hilfstransport nach Polen gestartet. Wir fahren mit vier Lastwagen in das ukrainische Grenzgebiet zu den geflüchteten Menschen und werden voraussichtlich am Abend die gespendeten haltbaren Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Medikamente, Kleider, Isomatten, Decken und Schlafsäcke übergeben können. Außerdem fahren wir unsere Partnerorganisation KAFOS in Częstochowa an, die für Geflüchtete Hilfsmaterial benötigt.

Des Weiteren prüfen wir aktuell, ob die Spenden, die nicht mehr mitgenommen werden konnten, jetzt auf anderem Wege in die Krisenregion gebracht werden können.

Wir bedanken uns noch einmal sehr herzlich für die vielen Spenden und bei den Mitarbeiter*innen und freiwilligen Helfer*innen, die uns in den vergangenen Tagen beim Sortieren und Verpacken der Spenden geholfen haben. Wir bitten zunächst darum, keine weiteren Spenden mehr bei uns abzugeben, da unser Lager immer noch gut gefüllt ist. Die Lage kann sich aber sehr schnell ändern. Wir müssen damit rechnen, dass aus der Ukraine geflüchtete Menschen nach Potsdam kommen und hier Unterstützung benötigen.

Wir informieren zeitnah an dieser Stelle und über Facebook, Instagram und Twitter, falls wir wieder Ihre Solidarität brauchen. Auch informieren wir Sie dann über die Art der Spenden, die aktuell dringend benötigt werden.

Mittwoch, 02. März 2022

Die Autos sind gepackt

Dank eurer Hilfe sind alle Autos bis unters Dach gepackt. Noch ein wenig Ruhe, noch ein wenig Kraft schöpfen und dann geht es für den Konvoi los in Richtung Ost-Polen. Viele haben mit angepackt, damit das möglich wird und dringend benötigte Hilfsgüter ankommen können. Jutta Birakis, Inhaberin des Schuladens tausendFüss' spendete heute 150 Paar neue Kinderschuhe in verschieden Größen. Für die ehrenamtlichen Helfer*innen und die Fahrer der Transporter gab es Care Pakete, die von den Mitarbeiter*innen der Fahrland Filiale in Teltow hergestellt wurden.

Die kommenden Tage werden die ehrenamtlichen Helfer*innen in Potsdam nutzen, um weiter zu sortieren und zu planen. Bis auf weiteres können wir daher leider keine Spenden annehmen. Aktuelle Informationen gibt es hier auf unserer Webseite.

Den Fahrern der Transporter wünschen viel Erfolg und eine sichere Fahrt.

Bilder sagen mehr als Worte

Seit Montagvormittag sind wir im Dauereinsatz. Unerwartet schnell haben die Potsdamer*innen auf unseren Aufruf reagiert und brachten seitdem im Minutentakt Sachspenden in die Sammelstellen der AWO. Weit über 1000 Umzugskisten kamen in kürzester Zeit zusammen. Bemerkenswert ist es, dass Spender*innen unseren Bitten folgen, vor allem haltbare Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Medikamente zu spenden.

Heute Nacht startet nun unsere vier Transporter nach Ost-Polen. In einer Bildergalerie haben wir die vergangenen drei Tage festgehalten.

Mit angepackt haben nicht nur unserer Mitarbeiter*innen und Auszubildende. Bei uns haben sich auch viele weiterer Menschen gemeldet und uns spontan unterstützt. Ein herzliches Dankeschön gilt ebenfalls den Auszubildenden der Stadtwerke Potsdam und Mitarbeitende der ILB.

Wir bringen die Güter jetzt dahin, wo sie dringend benötigt werden.

Zu den aus der Ukraine geflüchteten Menschen, die in Polen angekommen sind.

In unserem Ukraine-Ticker sowie auf Facebook, Instagram und Twitter werden wir weiterhin informieren.

Nachschub an Umzugskartons durch die ILB

Erst kamen viele Schlafsäcke, dann die Pack-Hilfe. 100 Umzugskartons hat uns die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) am heutigen Mittwoch vorbeigebracht. Die Kartons wurden dringend benötigt, da die Unmengen an gespendeten Lebensmitteln, Schlafsäcken, Hygieneartikeln, Medikamenten und auch Kleider sonst nicht hätten verpackt werden können. Vielen Dank dafür!

Die Sortierung und Verpackung in die Lastwagen wird noch den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Wir schaffen das, auch dank der Hilfe der fleißigen Mitarbeiter der Stadtwerke Potsdam, die uns heute unterstützt haben.

Heute Nacht startet der Transport mit mehreren Fahrzeugen von Potsdam aus nach Lublin in Polen. Wir berichten weiter an dieser Stelle.

Viele rechtliche Fragen noch unklar

AWO plant Beratungsstelle für Geflüchtete in Potsdam

Dürfen Geflüchtete aus der Ukraine Sozialhilfe beantragen? Dürfen sie eine Arbeit aufnehmen? Ist es sinnvoll, einen Asylantrag zu stellen? Der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. wird bis kommende Woche eine Beratungsstelle für geflüchtete Menschen aus der umkämpften Ukraine einrichten. Hintergrund ist, dass aktuell noch viele Fragen ungeklärt sind, etwa zum Aufenthaltsrecht oder den Ansprüchen auf Sozialleistungen. Die Beratungsstelle steht allen offen, die aus den Kriegsgebieten flüchten mussten.

Seit Beginn des russischen Angriffs am vergangenen Donnerstag haben bereits hunderttausende Menschen die Ukraine verlassen, vor allem Ältere, Frauen und Kinder. Bis Dienstagfrüh kamen laut Medienberichten rund 300.000 Menschen allein in Polen an. Das Wohl der Kinder und Jugendlichen beschäftigt uns sehr. „Wir müssen damit rechnen, dass auch unbegleitete Kinder in der Landeshauptstadt ankommen. Sie dürfen wir nicht allein lassen“, sagte AWO-Vorstandsvorsitzende Angela Schweers.

Nach jetzigem Stand können ukrainische Staatsangehörige, die über einen biometrischen Pass verfügen, zwar visumfrei für 90 Tage in die Europäische Union und den Schengenraum einreisen und sich damit auch in Deutschland aufhalten.

Eine Verlängerung um weitere 90 Tage muss aber beim Bundesinnenministerium beantragt werden. Immerhin: Einige Bundesländer wie beispielsweise Berlin haben bereits eine Allgemeinverfügung veröffentlicht, nach der der visumfreie Aufenthalt automatisch und ohne Antrag verlängert wird.  Auch Sozialleistungen können innerhalb der ersten drei Monate nur eingeschränkt in Anspruch genommen werden. Ebenso ist die Aufnahme einer Arbeit nach jetzigem Stand nicht möglich.

Diese und weitere offenen Fragen müssen jetzt auf Bundes- und Landesebene geklärt werden.

Sachspenden im Minutentakt

Wir sind absolut überwältigt von der großen Resonanz auf unseren Spendenaufruf am vergangenen Freitag. Seit Montag kamen im Minutentakt Lieferungen für die aus der Ukraine geflüchteten Menschen bei uns an. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die sich für Humanität und Solidarität einsetzen. Das macht uns Hoffnung.

Ein erster Transport nach Polen in das Grenzgebiet zur Ukraine wird wie berichtet in der Nacht zu Donnerstag starten. Bis heute Nachmittag können noch Spenden in der Geschäftsstelle des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V. in der Neuendorfer Straße 39a, 14480 Potsdam abgegeben werden. Die anderen Sammelstellen stehen aus logistischen Gründen nicht mehr zur Verfügung.

Benötigt werden noch folgende Spenden:

  • Haltbare Lebensmittel
  • Babynahrung
  • Hygieneartikel, Windeln
  • Isomatten,
  • Decken,
  • Medikamente (Schmerzmittel etc.) und Verbandsmaterial

Dienstag, 01. März 2022

Kapazitätsgrenze für ersten Transport erreicht

Der für Donnerstag geplante Transport von Hilfsgütern für Geflüchtete aus der Ukraine ins polnische Lublin kann stattfinden. Innerhalb kürzester Zeit erreichten uns so viele Sachspenden, dass wir die Transporter damit vollständig beladen können. Benötigt werden jetzt nur noch haltbare Lebensmittel, Medikamente und Verbandsmaterial.

Andere Spenden nehmen wir weiterhin gerne für einen weiteren Transport entgegen, der möglicherweise in der kommenden Woche stattfinden kann. Ganz besonders freuen wir uns hierfür neben den Lebensmitteln, und Verbandsmaterial oder Kleidung über Einweg-Geschirr, Bettwäsche, Kissen, Schlafsäcke, Wolldecken, Hygiene-Artikel, Windeln, Babynahrung, Wasser, Säfte, Kaffee oder Tee sowie Protein-Riegel für die Kinder. Falls sich der Bedarf bis dahin ändern sollte, informieren wir Sie an dieser Stelle.

Umzugskartons und Milchpulver benötigt

Aktuell benötigen wir dringend weitere Umzugskartons, da unser Vorrat zur Neige geht. Außerdem freuen wir uns ganz besonders über Milchpulver, Nahrungsmittel, Schlafsäcke, Decken und Isomatten sowie Medikamente und Verbandsmaterial. Die gesamten Spenden werden am frühen Donnerstagmorgen nach Polen in ein Logistikzentrum für die Ukraine transportiert. Vielen Dank für Ihre enorme Unterstützung für die geflüchteten Menschen.

Große Hilfsbereitschaft

Die enorme Spendenbereitschaft der Potsdamer*innen für die Ukraine ist berührend! Seit unserem Aufruf am Freitag bis heute sind hunderte Kisten mit dringend benötigten Lebensmitteln, Medikamenten, Hygieneartikeln, Einweg-Geschirr, Kleider und mehr zusammengekommen. Außerdem können wir mehr als 4000 Euro an Spenden übergeben. Vielen Dank dafür.  Weiterhin dringend benötigt werden Milchpulver, Lebensmittel und Medikamente.

Wir werden am frühen Donnerstag nach Lublin (Polen) aufbrechen, um die Spenden an das dortige Logistikzentrum für die Ukraine zu übergeben. Die vor dem Krieg geflüchteten Menschen brauchen jetzt unsere Solidarität und unsere Unterstützung.

Spendensammelstelle

Folgende Sammelstellen nehmen Ihre Spenden von
Montag bis Freitag von 10:00 bis 16:00 Uhr entgegen!

AWO Bezirksverband Potsdam e.V. (Geschäftsstelle)
Neuendorfer Straße 39a
14480 Potsdam
FAX +49 331 73041780
vasb@njb-cbgfqnz.qr
AWO Schatztruhe - Spendenannahme
AWO Schatztruhe
Erlenhof 34
Laderampe - Hintereingang
14478 Potsdam
fpungmgehur@njb-cbgfqnz.qr
Grundschule Marie Juchacz
In der Feldmark 28
14476 Potsdam
FAX +49 331 96782330
tehaqfpuhyr.tbyz@njb-cbgfqnz.qr
 

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Deutsche Kreditbank Potsdam e.V.

IBAN: DE71 1203 0000 0000 4821 09
Verwendungszweck: Ukraine-Hilfe

 

Mit Okroschka und Airbrush-Tatoos auf dem Frierock-Festival

Vom 12. bis 14. August fuhren die AWO Junge Plattform, das AWO Büro KINDER(ar)MUT, das AWO Projekt kune und unsere zwei jungen Ehrenamtlerinnen Lucie und Leonie zum Frierock Festival nach Friesack.

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