Pink-Lemonade oder Strawberry-Kiwi?

Ist Vapen das neue Rauchen und warum?

Ist Vapen das neue Rauchen und warum?

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Schulen schlagen Alarm, Eltern sind besorgt, Ex-Raucher*innen damit nicht glücklich und die Jugend bleibt verführbar.


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Es ist offensichtlich: Deutschland wird derzeit mit Produkten rund um das Thema Vapen/Dampfen überschwemmt. Allesamt bunt und peppig in der Aufmachung und mit so toll umschriebenen Geschmackssorten wie Pink-Lemonade oder Strawberry-Kiwi. Klingt doch erstmal ungefährlich und vor allem lecker, oder?

Das sind Sie leider allesamt nicht. Ähnlich wie vor 20 Jahren beim Thema Alkopops werden hier Produkte beworben, die allesamt ein hohes Risiko haben, sich aber bunt verkleiden. Bei den Alkopops wurde der Alkohol durch sehr viel Zucker kaschiert und es kam zu gehäuften Vollräuschen. Vor 20 Jahren entschied daher der Gesetzgeber, diese Produkte deutlich höher zu versteuern und es kam in der Folge zu einer Halbierung des Konsums. Viele dürften sich nun fragen: Die kann man doch erst mit Volljährigkeit legal erwerben? Ja, das stimmt. Mit dem Internet haben sich aber auch hier Vertriebswege jenseits der gesetzlichen Bestimmungen etabliert. Dies geht soweit, dass man sich über Instagram im Park verabreden kann, wo dann die Übergabe von Vape-Produkten stattfindet.

Oft werden Einwegprodukte (sogenannte Disposals) gekauft. Diese landen beim Verbrauch im Müll, wo sie als Elektroschrott nicht hingehören. Ein Verbot dieser Produkte wird derzeit vorbereitet. Und die Idee, mit der damals ein Start-up in den USA an den Markt ging, um das Rauchen zu revolutionieren und gesünder zu machen hat sich leider auch als Schnapsidee herausgestellt. Berichte von Ex-Raucher*innen zeigen, dass am Ende mehr gedampft wird, als zuvor geraucht wurde. Und das ganze kostet alles eine schöne Stange Geld, ob nun Einweg- oder Mehrwegprodukte (sog. Pod-Systeme).

Summa summarum lässt sich festhalten: Dieses Geschäft ist wieder einmal schlecht für alle. Für die Nutzer*innen, für die Umwelt und für den Geldbeutel. Da helfen auch die schön klingenden Geschmacksrichtungen nicht.

Im Rahmen eines Infoabends an einer Schule entstand nun ein Podcast mit allen Infos rund um das Thema Vapen/Dampfen: Neben einem Überblick über die Produkte und Vertriebswege, die Gefahren und Nebenwirkungen sowie die Entwicklung von problematischem Konsum sprechen Susanne Kron (Präventionskraft) und Daniel Zeis (Teilbetriebsleiter AWO Suchtberatung) über die notwendigen Maßnahmen, die Politiker*innen jetzt unternehmen sollte. Beide waren und sind sich einig: Beim Vapen steht die Uhr gerade auf 5 nach Zwölf. Initiativen für einen verbesserten und wirksamen Kinder- und Jugendschutz sind dringend geboten. Auf allen Ebenen.

Eltern und Schüler*innen sollten im Gespräch bleiben, sich interessieren, über eigene Erfahrungen sprechen, mit gutem Beispiel vorangehen, sich Hilfe holen und sich informieren: https://www.vapefree.info/de/ oder https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/E-Zigaretten_sind_riskant_LS.pdf und https://www.nummergegenkummer.de/

Einen Termin sollten sich alle Fachkräfte schon jetzt im Terminkalender freihalten: 2. Juli, 9-14 Uhr. Hier findet eine online-Schulung zum aktuellen Präventionsprogramm "Obstsalat in der Lunge" statt. Alle Infos gibt es hier: https://www.selbstbestimmt-brandenburg.de/fileadmin/blsev/Suchtpraevention/Dokumente/260601_Auftaktschulung_Obstsalat_in_der_Lunge__3_.pdf

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