AWO Geschäftsstelle barrierefrei?

05. Mai: Ein Test zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

AWO Geschäftsstelle barrierefrei?

05. Mai: Ein Test zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

„Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel“, lautet das diesjährige Motto am 5. Mai, Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.
Wer die Geschäftsstelle des AWO Bezirksverband Potsdam am Stern in der Neuendorfer Straße 39A Haus II 1. OG mit einem Rollstuhl besuchen will, stößt schon gleich hinter der Eingangstür auf die erste Barriere: eine dreistufige Treppe. Dahinter liegt ein ganzes Treppenhaus mit noch mehr Stufen. Versucht man es über den zweiten Eingang des zu Beginn der 1990er Jahre errichteten Geschäftsstellen-Gebäudes, trifft der Mensch mit Rollstuhl auf eine unüberwindbare Außentreppe. Ein barrierefreier Zugang ist nicht vorhanden.


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Bevor die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt auf die vielen „Teilhabeverhinderer“ im öffentlichen Raum aufmerksam macht, wollte das AWO Inklusionsbüro erstmal den Blick nach innen richten. Inklusionslotse Udo Sist und Inklusionskoordinatorin Rosalind Honig testeten anlässlich des heutigen Aktionstages die Zugänglichkeit der Geschäftsräume des AWO Bezirksverband Potsdam und stießen schnell an Grenzen.
Gemeinsam mit dem AWO Vorstand André Saborowski und dem Gebäudemanager Karsten Hostmann wurde überlegt, wie die Barrieren durch bauliche Maßnahmen, zum Beispiel Anbau einer Rampe plus elektronischem Türöffner sowie Verbreiterung der Durchgänge vermindert werden können. Entsprechende Kostenangebote werden eingeholt und zur Unterstützung ein Antrag bei der Aktion Mensch gestellt. Das Optimum zum Erreichen aller Etagen wäre ein Aufzug. Für diesen braucht es allerdings noch andere Fördermöglichkeiten.

Verbesserungswürdig ist auch die Parkplatzsituation auf dem zweigeschossigen Parkdeck. Um als Autofahrer mit Rollstuhl ein- und austeigen und rangieren zu können, braucht man eine geöffnete Autotür breit Platz. Das ist derzeit nur mit Glück und wenn kein zweiter zu eng neben einem parkt, gegeben. Deshalb sollen in einem ersten Schritt auf der unteren und oberen Ebene jetzt je ein Behindertenparkplatz ausgewiesen werden. In weiteren Schritten wird dann die barrierefreie und damit mühelose Zugänglichkeit zu den Parkdecks erfolgen. Die geplanten Maßnahmen sollen dieses Jahr begonnen und hoffentlich auch abgeschlossen sein, so die Inklusionskoordinatorin Rosalind Honig: Barrierefrei zum Ziel.

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