AWO Wochen gegen Rassismus

Migrationsberatungsstellen müssen gestärkt werden

AWO Wochen gegen Rassismus

Raum mit gelben Wänden. 4 Personen stehen nebeneinander und haben sich unterhakt, 2 Männer rahmen 2 Frauen ein. Die Männer tragen Brille, Bart und dunkle Pullover. Frau trägt ein Blumenkleid, die Andere trägt eine langärmlige hellrosa Bluse. Alle lächeln
Noemi Pietruszka (Migrationsbeauftragte des Landkreises Havelland), Björn Steinberg (AWO Bezirksverband Potsdam e.V.)

Migrationsberatungsstellen müssen gestärkt werden

Die AWO Migrationsberatungsstellen (MBE) für erwachsene Zuwanderer leisten täglich wertvolle Arbeit für die Integration geflüchteter Menschen. In den Gesprächen geht es unter anderem um Hilfestellung beim Ausfüllen der teils komplizierten Anträge bei Behörden, um die Vermittlung von Sprachkursen oder um Kontakte für den privaten oder beruflichen Alltag. Am Internationalen Tag gegen Rassismus (21. März) besuchte die Migrationsbeauftragte des Landkreises Havelland, Noemi Pietruszka, die Beratungsstelle des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. in Rathenow


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„Migrantinnen und Migranten sind längst ein Teil der havelländischen Gesellschaft. Frisch im Havelland angekommen, brauchen sie selbstverständlich eine gezielte Unterstützung bei der Kommunikation mit den Behörden oder bei der Wohnungssuche“, sagte Pietruszka.

Es ist gut, wenn die wichtige Arbeit der Migrationsberatungsstellen wahrgenommen wird. Sie sind das zentrale und themenübergreifende Beratungsangebot vor Ort für die bedarfsgerechte Unterstützung bei der Integration. Die MBE sind seit 2005 Bestandteil des Integrationsangebotes des Bundes. Zuletzt war die Finanzierung aber deutlich zurückgefahren worden, weshalb die etablierten und bewährten Strukturen massiv unter Druck geraten.

„Wir tragen enorm zur Integration bei, weil wir die Menschen dabei unterstützen, in Deutschland anzukommen und Fuß zu fassen“, sagte Björn Steinberg, Leiter der AWO MBE in Rathenow.

Die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt fordert mindestens die ausreichende finanzielle Absicherung der bestehenden AWO Beratungsstellen. „Der Bedarf an Beratung wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Soll Integration gelingen, darf nicht an der falschen Stelle gespart werden“, sagte Vorstandsvorsitzende Angela Schweers.

 

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