Da wir im Gästezimmer wohnten und auch unsere Mahlzeiten im Speisesaal einnehmen konnten, waren wir immer ganz nah dabei und mittendrin. Wir lernten das vierblättrige Glückskleeblatt kennen. Ich glaube, wir alle haben die gemeinsame Zeit sehr genossen. Gerne denken wir an unseren Aufenthalt zurück.
Bei unserer Ankunft, am 23. Juni, nach 9 Stunden Fahrt, waren schon die letzten Vorbereitungen in vollem Gange. Trotzdem nahmen uns Frau Hardrath und Frau Eichstädt liebevoll in Empfang. Auch Frau Blinde gehörte zum „Empfangskomitee“. Es ist für mich immer wieder ein „nach Hause kommen“. Dieses Gefühl der Geborgenheit wird vom ganzen Haus und den Mitarbeitenden ausgestrahlt und vermittelt. Ich fühle mich immer sofort wohl. Das gilt für die ganze Familie. Sicher geht es Ihnen hier ebenso.
Am Teich, zwischen den Bäumen stand bereits das große Festzelt. Tische und Stühle waren schon aufgestellt. Wie viele fleißige Hände hatten hier tagelang (na ja, wohl eher wochen- und monatelang) vorbereitet? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass unendlich viel Zeit, Arbeit, Organisation und Planung dazugehören. Gerade, damit alles so leicht und „am Schnürchen“ läuft. Der normale Tagesablauf will ja auch noch bewältigt werden. Meine Hochachtung an Alle, die hier beteiligt waren.
24. Juni 2026 – der große Tag – ich durfte nicht einmal helfen, die Luftballons aufzupusten. Die Ballons für die Dekoration am Zelteingang waren längst aufgeblasen und zur Girlande zusammengebunden. (Vor 10 Jahren, zum 20. Geburtstag wurden sie noch einzeln aufgepustet. Gut, dass es jetzt dafür praktische und zeitsparende Hilfsmittel gibt.)
Rund um das Haus wurde noch einmal Hand angelegt. Alles so zu sagen „auf Hochglanz poliert“. Mal kam der flüsterleise Laubbläser zum Einsatz. Dann noch einmal der Besen oder ein feuchtes Tuch. Mit viel Liebe sorgten die Helfenden für den „letzten Schliff“. Sonnenschirme, Tischdekoration, Tischnummern, Wimpel und Fähnchen duften schließlich nicht fehlen. Die Tische zierte ein hübscher Blumenstrauß. So wie einzelne Puzzleteilchen ein perfektes Ganzes ergeben, so fügte sich hier alles perfekt zusammen. Das Endergebnis konnte sich wirklich sehen lassen.
Für mich war sogar das Zeltdach für das Glücksrad und die wunderschönen Preise wie von Zauberhand aufgebaut. Da bewundere ich die spätere Arbeit am Glücksrad mit dem Verteilen der Gewinne. Die Männer und Frauen des AWO Ortsvereins Zehdenick e.V. waren Immer fröhlich und hatten ein Lächeln im Gesicht.
Das Befestigen der Luftballongirlande war nicht so ganz einfach und hatte so kleine Tücken. Von diesen Mühen konnte nachher niemand auch nur etwas erahnen.
Dann war der große Moment gekommen: die Leitung des Hauses, Frau Liesa Blinde, AWO Ortsvereinsmitglied , Frau Iris Utecht, wie auch Herr Tiemo Reimann, extra aus Potsdam angereist, alle hielten eine kurze Rede. Dankesworte an langjährige Mitarbeitende wurden ausgesprochen. Auf die Entstehungsgeschichte des Hauses seit 1995/1996 wurde eingegangen. Allen, an der Planung und Durchführung dieser besonderen Feier Beteiligten, wurde immer wieder gedankt.
Frau Blinde schnitt die Geburtstagstorte an. Kurz danach begann die gemeinsame Kaffeetafel für Bewohnende und deren Angehörige, Gäste, Mitarbeitende. Natürlich feierte die gesamte Tagespflege, die Ehrenamtler, die Schülerfirma und, und, und. Ich kann gar nicht alle aufzählen, alle auch mit. Sofern diese nicht schon wieder im Stillen ihre Arbeit verrichteten.
Das wie immer leckere Abendessen hatten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Küche pünktlich parat und die Auswahl war groß und wie gewohnt sehr schmackhaft. Ich habe nur zufriedene Gesichter gesehen.
Danach feierten dann die emsigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fröhlich und ungezwungen in kleiner Runde das gelungene Fest.
Sicher sind viele Fotos von der eigentlichen Feier hier im Haus ausgestellt. Sie freuen sich dann besonders, sich persönlich und Ihre Lieben auf dem einen oder anderen Foto zu erkennen. Viel Freude beim Suchen und Finden.
Es macht einfach Spaß, auch außen um das Haus zu gehen. Die schöne Anlage, ab und zu eine Bank zum Ausruhen und Genießen. Die so besonders geschnittenen Bäume, die einfach den Menschen erfreuen und im Sitzen sogar einen Durchblick gewähren. Der gesamten Anlage auch eine besondere Stimmung verleihen. Der liebevoll angelegte Hügel, die bepflanzten Hochbeete. Natürlich auch die Kräuterspirale. Diese mag die Kräuterfrau „Ingetrude“ ganz besonders. Mittelalterlich gewandet und einem Korb mit Kräutern habe ich damals beim Festumzug der 750 Jahrfeier von Zehdenick teilgenommen. Einen Tag später habe ich den Damen und Herren im Haus Havelpark sogar einen Besuch abgestattet und meine Kräutlein zum Fühlen und Riechen herumgereicht.
Nun kann ich nur hoffen, dass das geplante Projekt „Gartengestaltung“ viel finanzielle und auch anderweitige Unterstützung bekommt, damit all‘ die guten Ideen und Vorhaben zum Nutzen aller umgesetzt werden können.
Ich habe mich total gefreut, dass mich so viele Menschen noch erkannt haben. Ein besonderes Dankeschön für diese Begegnungen, Wiedersehen, neues Kennenlernen und die teils intensiven Gespräche. Dies alles bedeutet mir sehr viel.
Danke, dass wir das alles mit Ihnen und Euch miterleben durften und dabei sein konnten.
Inge und Manfred Reinhardt