Bündnis Gerechtigkeit. Jetzt!

Aufruf zur Demo für sozialen Zusammenhalt und Solidarität in Potsdam am 15. Oktober

Bündnis Gerechtigkeit. Jetzt!

Aufruf zur Demo für sozialen Zusammenhalt und Solidarität in Potsdam am 15. Oktober

Ein Bündnis aus Vereinen und Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen, der Kultur, dem Sport und der Wirtschaft ruft für den 15. Oktober in Potsdam zu einer Demo für sozialen Zusammenhalt und Solidarität auf. Die Kundgebung soll um 14.00 Uhr auf dem Alten Markt vor dem Brandenburger Landtag stattfinden. Der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. ist Erstunterzeichner der Initiative „Gerechtigkeit. Jetzt!“, die sich für einen solidarischen Weg aus der aktuellen Krise, für ein soziales Brandenburg, für eine offene Gesellschaft, für Frieden und für ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine einsetzt.


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„Wir wissen, dass jedes fünfte Kind in Armut lebt, dass alleinerziehende große Schwierigkeiten haben. Wir müssen gemeinsam etwas tun, damit es den Menschen wieder besser geht“,sagte Angela Schweers, Vorstandsvorsitzende der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt, am Freitag auf einer Video-Pressekonferenz.

Zum landesweiten überparteilichen Bündnis „Gerechtigkeit. Jetzt!“ gehören neben dem AWO Bezirksverband Potsdam unter anderem auch der Arbeitslosenverband Deutschland (ALV), der Deutsche Mieterbund Brandenburg, die Gewerkschaften DGB, IG Metall, Ver.di sowie die Tafel Brandenburg, und die Volkssolidarität und die Partei Die Linke. Wer über Wohlstandsverlust rede, übersehe, dass viele Menschen in Brandenburg gar kein Vermögen hätten, sagte Linke-Co-Landeschef Sebastian Walter. „Es geht bei vielen um die Existenz. Es geht nicht nur um Gas, es geht um die Lebensmittel, Benzin, um die Betriebskosten bei Kitas und so weiter. Wir wollen nicht nur an Symptomen arbeiten, sondern grundsätzlich an den Strukturen.“

Das Bündnis sei offen für weitere Vereine und Verbände, so Schweers. Auch die anderen demokratischen Parteien im Brandenburger Landtag seien angefragt worden.

In dem gemeinsamen Aufruf heißt es:

„Fast jeder ist von den steigenden Preisen für Strom, Heizung, Benzin, Lebensmittel betroffen. Die große Mehrheit der Gesellschaft droht, ihren hart erarbeiteten Wohlstand zu verlieren. Familien wie Selbstständige, Rentner*innen wie Angestellte – uns alle erdrücken die Energiekosten. Kleinen Betrieben und Vereinen droht die Insolvenz. Denn die Leute halten ihr Geld zusammen. Durchschnittlich 3.500 Euro mehr müssen Brandenburger Haushalte allein in diesem Jahr berappen. Wer soll das bezahlen? Wer soll da noch ein gutes Leben führen?“

Derzeit werde durch die hohe Inflation das Ersparte aufgebraucht, der Lohn sei weniger wert. Wer ohnehin nur mit Mühe und Not über die Runden gekommen sei, den treffe es jetzt am stärksten.  

Konkret fordert das Bündnis Gerechtigkeit. Jetzt!

  • Ran an die Preise! Kosten für Energie staatlich regulieren und die Menschen vor Mehrkosten schützen.
  • Ran an die Profite! Krisengewinnler besteuern, Übergewinne abschöpfen und die Bevölkerung damit entlasten.
  • Ran an die Probleme der Mehrheit! Es geht um gute Löhne und bezahlbare Mieten.
  • Ran an die Ungleichheit! Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen gezielt unter die Arme greifen, Renten und Sozialleistungen an die höheren Kosten anpassen.
  • Ran an die Wurzel! Schluss mit der Umverteilung von unten nach oben. Her mit einem gerechten Steuer- und Sozialsystem.
 
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