Im Bürgerhaus am Schlaatz wurde herzhaft diskutiert, diesmal über die gut 300 Rückmeldungen aus einer zweiten Umfrage zum bisherigen Entwurf. „Die Zeiten ändern sich. Wir haben Anpassungsbedarf. Und es ist toll, dass so viele gekommen sind, um mitzuarbeiten“, sagten André Saborowski und Jane Baneth vom Vorstand der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt zur Begrüßung. Dann ging es auch schon los. In mehreren Kleingruppen wurden Begriffe wie Mission oder Auftrag, Vision oder Zukunftsbild immer konstruktiv ausgetauscht, die Meinungen und Argumente flogen aber auch mal kontrovers hin und her. Welche Themen müssen unbedingt noch rein ins Leitbild, welche sollten an anderer Stelle benannt werden, wie sieht es mit Gleichberechtigung oder dem Begriff Frieden aus? Auf der Zielgeraden einigten sich die Teilnehmer*innen immer auf die beste Formulierung und die wichtigsten übergeordneten Themen.
„Es ist so schön gewesen. So viel Mitbestimmung, Mitgestaltung!“, sagte die Präsidentin der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt, Marianne Rehda, die ebenfalls an den Diskussionen teilnahm. Mit dem neuen Leitbild werden die fünf AWO Grundwerte Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz neu definiert. Die vor mehr als 100 Jahren von AWO-Gründerin Marie Juchacz formulierten Grundwerte bilden bis heute die Grundlage für die Arbeit der Arbeiterwohlfahrt, einem der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege.