Auf der Erde existieren gewältige Kräfte, welche unseren Planeten formen. Gigantische Platten verschieben ganze Kontinente, türmen Gebirge auf und schaffen die tiefsten Gräben. Unter der Oberfläche brodelt flüssiges Gestein, welches an die Oberfläche dringt und unsere Landschaften formt.
Das Thema Naturgewalten ist ein präsentes Thema bei den Kindern. Sie hören davon in Nachrichten oder auf Social Media, sie lesen Bücher zu dem Thema, behandeln sie im Unterricht oder werden ihrer in Dokumentationen oder Geschichten gewahr.
Im Zuge unseres Forscher-Projektes „In einem Land lange vor unserer Zeit“ gehen wir chronologisch die Entstehung unseres Planeten durch. Wir richten uns dafür nach einem Zeitstrahl, den wir zu Beginn des Projektes mit den Kindern erstellt haben. Zuletzt befanden wir uns an dem Punkt, an dem die Pflanzen das Land erobert haben. Der nächste große Schritt sollen nun prähistorische Tiere werden. Und was eignet sich dafür besser als das Thema Dinosaurier?
Um zu dem Thema überzuleiten, haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie man nach all den Millionen Jahren noch Dinge zum Leben in der damaligen Zeit wissen kann. Zu diesem Zweck haben wir uns zuallererst mit Vulkanen beschäftigt. Wie entstehen sie, wie funktionieren sie und welche Arten gibt es überhaupt?
Für den Wow-Effekt bauten wir dann zwei Vulkane. Natürlich im Rahmen der Sicherheit nicht lebensgroß und auch auf Lava, Gesteinsbrocken und den pyroklastischen Strom haben wir verzichtet. Trotzdem war der Effekt sehr ansehnlich. Nachdem wir vor den Osterferien zwei detaillierte Vulkane aus Pappmaché, Kies und Farbe aufgebaut haben, war es Ende April soweit und die Vulkane konnten ausbrechen. Dank Lebensmittelfarbe, Backpulver und Essig lief die „Lava“ die Rinnen und Furchen der Vulkanflanke herab in die „Aschewüste“.
Doch was entsteht nun nach einem Vulkanausbruch mit dieser „Aschewüste“? Und wie kann es sein, dass wir nun – so viele Millionen Jahre später – noch Relikte dieser Zeit nur knapp unterhalb unserer Straßen, Häuser und Felder finden?
Damit war das Thema für das nächste Experiment gesetzt. Es sollte um Bodenschichten gehen und darum, wie die Erde, auf der wir wandeln, aussieht, wenn man nur tief genug hereingräbt.
Zu diesem Zweck lagen am Tage des nächsten Experiments verschiedene Erden, Sand und Natron bereit. Diese wurden in Gläsern miteinander vermischt. Die darauffolgende Aufforderung „Und jetzt kräftig schütteln!“ wurde freudig aufgenommen. Zwar wurde an einigen Stellen eher die Körper und auch die Stühle als die Gläser geschüttelt, aber das Ergebnis war dann doch da: in den Gläsern schwamm eine braune Brühe mit einzelnen Halmen Gras und Wurzeln. In den nächsten Tagen zeigte sich dann der gewünschte Effekt: die einzelnen Schichten der Erde und der Sand trennten sich und bildeten einzelne Schichten. Durch leichte Bewegungen des Glases wurde dann ersichtlich, warum wir trotz der klar abgegrenzten Schichten ab und zu etwas aus älteren Schichten entdecken können.
Die Experimente haben auf jeden Fall bei den Kindern etwas ausgelöst. Es wurden einige Folgefragen zum Thema Vulkanismus gestellt und auch das ein oder andere Bild von Vulkanen wurde gemalt.
Wichtig ist uns wie immer bei Experimenten, dass wir die Erfahrungen der Kinder aufgreifen. Das gesamte Projekt wurde aufgezogen, weil wir beobachten konnten, dass das Thema Dinosaurier und Fragen zur Erdgeschichte immer wieder aktiv von den Kindern diskutiert wurden. Darum fragen wir die Kinder immer wieder nach ihren Vorerfahrungen und versuchen, das Thema möglichst lebensnah und anschaulich zu gestalten.
Als Nächstes wenden wir uns dann den eigentlichen Zeugnissen des Lebens in der Urzeit zu. Und wer weiß, vielleicht wird der eine oder andere Forscher in unserem Hort in dieser Zeit ja zu einem kleinen Paläontologen.
Sehr geehrte Eltern,
wir würden uns freuen, wenn Sie an unserer Abfrage zur Zufriedenheit im Hort teilnehmen. Dafür können Sie bequem unsere App oder an der An- und Abmeldung ...