Ein Tag der Befreiung - Ein Tag der Freiheit?

AWO Bezirksverband Potsdam unterstützt Initiativen für bundesweiten Gedenktag zum 8. Mai

Ein Tag der Befreiung - Ein Tag der Freiheit?

Rot, Grün, Gelb, Blau Fäden die geflechtet sind.
Wir halten zusammen

AWO Bezirksverband Potsdam unterstützt Initiativen für bundesweiten Gedenktag zum 8. Mai

Der 8. Mai 1945 ist der Tag, an dem die nationalsozialistische Diktatur von Adolf Hitler endlich ihr Ende fand. An diesem Tag endete eine grausame Zeit und wir müssen die Erinnerung daran wachhalten, damit so etwas nie wieder geschieht.
Der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. unterstützt daher Initiativen für die Einführung eines bundesweiten Gedenktages als gesetzlichen Feiertag.

Es ist der Tag des Kriegsendes, der Tag der Befreiung, für manche ist es der Tag der Kapitulation. In Großbritannien nennt man den 8. Mai etwa der VE-Day, der „Victory in Europe Day“. Es gibt viele Bezeichnungen für diesen historischen Tag. Doch eines ist sicher: Der 8. Mai 1945 ist der Tag, an dem die nationalsozialistische Diktatur von Adolf Hitler endlich ihr Ende fand. An diesem Tag endete eine grausame Zeit und wir müssen die Erinnerung daran wachhalten, damit so etwas nie wieder geschieht.

Der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. unterstützt daher Initiativen für die Einführung eines bundesweiten Gedenktages als gesetzlichen Feiertag.

Vielleicht sollte der 8. Mai ein Tag der Freiheit sein, der Solidarität, der Demokratie. Denn letztendlich haben wir mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges diese Freiheit wiedergewonnen – zugegeben, es dauerte noch ein paar Jahre oder Jahrzehnte.

Die Freiheit, „gegen den Strom zu schwimmen“, war auch für die AWO-Gründerin und Frauenrechtlerin Marie Juchacz immer die Richtschnur des Handelns. Diesem Vorbild der Freiheit fühlte sie sich verpflichtet, lehnte eine wie auch immer geartete Kooperation mit dem Nazi-Regime ab und nahm dafür sogar in Kauf, dass die Arbeiterwohlfahrt sich in den zwölf Jahren Diktatur auflösen musste. Sie selbst floh erst nach Frankreich und dann in die USA. Nach dem Krieg kehrte sie zurück und baute die Arbeiterwohlfahrt wieder mit auf. Juchacz starb 1956.

Zur Geschichte der Arbeiterwohlfahrt
 

Zu sagen, was ist, zu kritisieren, was falsch läuft, Haltung bewahren und an seinen persönlichen Idealen festhalten, auch wenn der Gegenwind erdrückend wird. Diese Freiheiten einer demokratischen und liberalen Gesellschaft sind auch heute nicht selbstverständlich und müssen immer wieder verteidigt werden, wie eindrücklich auch ein Blick nach Ungarn zeigt:

Dort setzte Ministerpräsident Viktor Orbán im Schatten der Corona-Krise kürzlich einen zeitlich unbegrenzten Notstand durch. Das ungarische Parlament ist für unbegrenzte Zeit suspendiert und die Regierung ermächtigt, durch Dekrete zu regieren, auf eigene Faust und ohne Kontrolle.

Doch auch in Deutschland gibt es Kräfte, die die Demokratie, die liberale Gesellschaft, die Solidarität des Sozialstaates, untergraben wollen. Dagegen müssen wir uns mit aller Kraft wenden. Wir brauchen mehr Völkerverständigung und Multilateralismus statt nationalen Alleingängen.

Wir brauchen viel mehr Marie Juchacz und weniger Populismus gleich welcher Couleur. Freiheit ist eine der fünf Werte der Arbeiterwohlfahrt ebenso wie Toleranz, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

Dazu gehört es dann aber auch, dem anderen zuzuhören, mit ihm zu streiten, andere Deutungen zuzulassen, in den Diskurs um die besten Argumente zu gehen. Aber auch, Informationen auf ihre Richtigkeit hin zu prüfen, sich selbst zu hinterfragen, ob man nicht vielleicht in einer eigenen Informationsblase steckt und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

Wir brauchen Mut und das Einstehen für Ideale. Und wir müssen als Gesellschaft den Rechtsstaat, die Freiheit, die Demokratie, das Mitgefühl und das Einstehen für andere stärken! Ein bundesweiter Gedenktag zum 8. Mai wäre das richtige Signal dafür.

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