Dadurch könne die wichtige Arbeit der Stiftung, Familien in finanziellen Krisensituationen zu helfen, unterstützt werden. „Das ist uns ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen“, sagte die Geschäftsführerin von Lotto Brandenburg, Anja Bohms. Hintergrund ist, dass die Stiftung seit einiger Zeit einen Anstieg von Anträgen zur Übernahme von Miet- und Energieschulden verzeichnet. Steigende Mieten, höhere Energiepreise und wachsende Lebenshaltungskosten bringen immer mehr Haushalte an ihre finanziellen Grenzen. „Es gibt unfassbar viele Notlagen“, sagte die Geschäftsführerin der Stiftung, Anja-Christin Faber. Durch den angespannten Wohnungsmarkt gebe es kaum Wohnungen für Familien, die finanzierbar seien.
Das 1999 gestartete AWO Familienhaus ist die einzige Einrichtung für wohnungslose Familien mit Kindern in Potsdam und bietet Platz für 17 Familien. Es ist seit Jahren voll belegt. Die Familien und ihre Kinder bleiben viel zu lange in der Einrichtung, da sei kein neues Zuhause finden - im Schnitt drei bis vier Jahre. „Wir erleben täglich, wie belastend Wohnungsverlust oder schon die Angst davor für Familien ist“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt, Angela Schweers. Im Familienhaus könnten die Eltern und die Kinder erst mal zur Ruhe kommen.