Der Landkreis Havelland hat wieder ein Netzwerk gegen Gewalt an Frauen und ihre Kinder. Am vergangenen Dienstag trafen sich rund 60 Fachkräfte, Vertreter*innen von Beratungsstellen, Organisationen und Behörden zu einer Auftaktveranstaltung.
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Der Landkreis Havelland hat wieder ein Netzwerk gegen Gewalt an Frauen und ihre Kinder. Am vergangenen Dienstag trafen sich rund 60 Fachkräfte, Vertreter*innen von Beratungsstellen, Organisationen und Behörden zu einer Auftaktveranstaltung, um an die langjährige Arbeit des Netzwerks anzuknüpfen. Eingeladen hatten die AWO BIK West als Fachstelle für digitalisierte Gewalt, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Bianca Lange des LK Havelland und das Beratungs- und Krisenzentrum für Frauen Rathenow sowie die Kontaktstelle der zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention im Land Brandenburg (KIKO) des Landes Brandenburg.
Gewaltschutz könne nur gemeinsam funktionieren, sagte die Vorständin des AWO Bezirksverband Potsdam e.V., Jane Baneth in einem Grußwort. Deswegen sei das Netzwerk „Havelland gegen Gewalt an Frauen und ihre Kinder“ so wichtig. Der Beigeordnete des Landkreises, Michael Koch, betonte, dass des Landkreis ein großes Interesse an einer Zusammenarbeit für gemeinsamen Gewaltschutz habe. Auch persönlich sei ihm das Thema wichtig. Die Teilnehmer*innen setzten sich als Ziele des Netzwerks unter anderem Fallkonferenzen, die Stärkung des Hilfesystems und deren Erreichbarkeit, einen Kindernotdienst sowie grundsätzlich die Verhinderung von schwerer Gewalt an Frauen und Kinder, die Vermeidung von Wiederholungstaten.
Über viele Jahre gab es im Havelland den Austausch im Netzwerk, um Frauen und ihre Kinder besser vor häuslicher Gewalt zu schützen. An diese gewachsene Zusammenarbeit soll nun wieder angeknüpft werden. Ziel ist es, bestehende Kontakte zu stärken, neue Akteur*innen einzubeziehen und eine vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit im Havelland weiterzuführen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Umsetzung der Gewaltschutz-Konvention in Brandenburg sowie die Arbeit der neu eingerichteten Beratungs-, Interventions- und Koordinierungsstelle AWO BIK West der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt. Im Fokus sind dabei auch neue Formen und Herausforderungen geschlechtsspezifischer Gewalt. Digitale Gewalt wird auch von der AWO BIK West ausdrücklich in den Blick genommen.
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