Der jetzt von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (KJHSRG) werde dem eigenen Reformanspruch nicht gerecht, urteilen die AWO Bezirksverbände Brandenburg Ost und Potsdam. In einer heute veröffentlichen gemeinsamen Stellungnahme kommen die beiden Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zu dem Schluss, dass die angekündigte „Große Lösung – alle Kinder- und Jugendlichen in einem Sozialgesetzbuch“ mit dem Entwurf abgesagt wurde.
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Statt einer nachhaltigen Stärkung der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe zeichne sich eine vorrangig verwaltungsorientierte Neuregelung ab, die den Bedarfen und Lebensrealitäten der betroffenen Kinder, Jugendlichen und Familien nicht hinreichend Rechnung trage, bemängeln die AWO Bezirksverbände. In ihrer Stellungnahme machen sie deshalb konkrete Änderungsvorschläge und erwarten vom
Deutschen Bundestag, „dass dieser im weiteren Gesetzgebungsverfahren wesentliche Nachbesserungen vornimmt und eine Reformgesetzgebung verabschiedet, die primär dem Kindeswohl und der bedarfsgerechten Unterstützung von Familien dient – und nicht vorrangig fiskalischen Interessen der kurzfristigen Haushaltskonsolidierung.“
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