Es gibt viele Möglichkeiten, einen versiegelten Innenhof klimagerecht zu gestalten, ohne in die Bausubstanz einzugreifen. Das zeigte sich Ende August im Rahmen einer Willkommenswoche für die neuen Auszubildenden in der Beruflichen Schule Potsdam.
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Auf einem Aktionstag zur Klimaanpassung bauten die insgesamt 105 Fachschüler*innen mobile Hochbeete aus Paletten und Restholz und bepflanzten sie unter fachlicher Anleitung des Berliner „Studio und Werkstatt für Objekte urbaner Transformation“ (Outra) und Mitarbeitenden der Schule des AWO Bezirksverband Potsdam e.V..
Die Idee dazu geht auf ein erstes Konzept aus dem vergangenen Jahr zurück, das gemeinsam mit dem AWO Büro Klimaanpassung und dem Klimaanpassungsbeauftragten Lutz Reich durchgeführt wurde. Ziel des jetzigen Aktionstages war es, die künftigen Erzieher*innen für die Themen Klimaanpassung, den Umgang mit Ressourcen und den Umweltschutz zu sensibilisieren und das erlangte Wissen an ihren künftigen Arbeitsorten anzuwenden und weiterzuverbreiten. Außerdem lernten sie, wie man selbst ein Hochbeet bauen kann und wie vor allem trockenheitsresistente Pflanzen darin funktionieren. Und das war gar nicht so leicht - manche Schüler*innen hatten an diesem Tag zum ersten Mal einen Akkuschrauber oder ein anderes Werkzeug in der Hand.
Zunächst startete der Tag mit einer Vorstellung des Hochbeet-Prototyps sowie der Erklärung der einzelnen Arbeitsschritte. Anschließend wurden Teams gebildet und die Arbeit an den sechs Stationen konnte beginnen. Am Ende standen mehrere grün bepflanzte Hochbeete im Hof. „Patenschaften“ für die dauerhafte Pflege der Beete wurden vergeben und beschlossen, eine Auszubildenden-AG zum Thema „Pflanzen und Klimaanpassung“ zu gründen, um das Thema langfristig im Schulalltag und für den Unterricht im Freien zu verankern.
Möglich wurde der Aktionstag durch das Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Die Berufliche Schule Potsdam unterstützte zusätzlich durch die Übernahme der Materialkosten.
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