Die geplanten Änderungen im Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) lösen auch bei den Beschäftigten des Seniorenzentrums Käthe-Kollwitz-Haus große Besorgnis aus. Zwar verfolgt das Gesetz wichtige Ziele wie die Förderung von Prävention und Digitalisierung, doch zentrale Bestandteile des Entwurfs stoßen auf deutliche Kritik. Besonders die vorgesehenen Kürzungen bei den Beratungsleistungen sowie die geplanten Änderungen für Menschen mit Pflegegrad 1 werden aus Sicht der Praxis erhebliche Auswirkungen auf pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen haben.
Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, tragen die Fahrzeuge unserer Sozialstation seit Kurzem Aktionsaufkleber der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Brandenburg. Sie machen sichtbar, worauf es ankommt: eine verlässliche und wohnortnahe Pflege, die Menschen unterstützt, statt Leistungen abzubauen.
„Gerade die Beratungsbesuche sind oft der Schlüssel, um Probleme frühzeitig zu erkennen und pflegende Angehörige zu entlasten“, betont Daniela Mayer, Pflegedienstleitung der Sozialstation im Seniorenzentrum Käthe-Kollwitz-Haus. Auch Stefanie Fahr, Betriebsleitung des Seniorenzentrums Käthe-Kollwitz-Haus, äußert deutliche Kritik an den geplanten Einschnitten: „Wer Unterstützung kürzt, spart nicht an Zahlen, sondern an Menschen.“
Gemeinsam setzen wir uns für eine qualitativ hochwertige Pflege ein und unterstützen die Forderung nach einer Überarbeitung des Gesetzentwurfs, damit gute Pflege auch künftig verlässlich gewährleistet werden kann.
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