Schleppertreffen in Ragösen: Gemeinschaft, Tradition und gelebtes Erbe

Artikel vom 20.07.2026

Mehr als 80 historische und moderne Zugmaschinen prägten am Samstag das Bild in Ragösen. Das inzwischen weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Schleppertreffen lockte zahlreiche Besucher*innen an und zeigte einmal mehr, wie lebendig Tradition und Gemeinschaft im ländlichen Raum sind.


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Mehr als 80 historische und moderne Zugmaschinen prägten am Samstag das Bild in Ragösen. Das inzwischen weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Schleppertreffen lockte zahlreiche Besucher*innen an und zeigte einmal mehr, wie lebendig Tradition und Gemeinschaft im ländlichen Raum sind.

Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von den „Schlepperfreunden Ragösen“, dem AWO Ortsverein Ragösen, Freiwilligen Feuerwehr und dem Dorfverein. Was 2003 als kleines Treckertreffen begann, hat sich zu einer Veranstaltung entwickelt, die inzwischen traditionell alle zwei Jahre stattfindet und einen erheblichen organisatorischen Aufwand erfordert. „Es fing damals ganz klein an, inzwischen ist es eine logistische Meisterleistung“, sind sich Marina Bürger und Petra Holzapfel einig, beide Vorstandsmitglieder des AWO Ortsvereins Ragösen.

Zu bestaunen waren liebevoll gepflegte Oldtimer, jahrzehntealte Schlepper aus den Scheunen der Region, aber auch Zugmaschinen, die noch heute täglich im Einsatz sind. Einige besonders außergewöhnliche Exemplare waren in Eigenarbeit aufgebaut worden. Die vielen dazu festlich geschmückten Anhänger boten Platz für Familien, Freundeskreise und Vereine oder präsentierten Handwerksbetriebe und Unternehmen aus der Region.

Viele der Traktoren trugen Trauerflor. Damit gedachten die Teilnehmenden Wilfried Parthier, der Ende Mai verstorben war. Er hatte sich über viele Jahre als Mitglied der Schlepperfreunde Ragösen und des AWO Ortsvereins mit großem Engagement für das Treckertreffen eingesetzt und das gemeinschaftliche Ortsleben entscheidend mitgeprägt.

Ein Höhepunkt war zum Start des Schleppertreffens die traditionelle Kolonnenfahrt durch den Ort. Entlang der Strecke hatten sich Einwohner*innen und Gäste eingefunden, um die mehr als 80 Schlepper zu begrüßen und die Kolonnenfahrt mit fröhlichem Winken und Jubel zu begleiten. Auch eine kleine Panne konnte der guten Stimmung nichts anhaben: Als ein Reifen des Anhängers des AWO Ortsvereins, auf dem Vereinsmitglieder, Mitarbeitende der AWO Potsdam und Freund*innen #AWO mitfuhren, Luft verlor, war die Hilfsbereitschaft sofort zur Stelle. Gemeinsam sorgten die Schlepperfreunde dafür, dass die Reifenpanne schnell behoben werden konnte. Wenig später reihte sich der Anhänger wieder willkommen in die Kolonne ein und erreichte gesellig die Festwiese.

Dort bot sich reichlich Gelegenheit, die Traktoren aus nächster Nähe zu betrachten, Erinnerungen und Geschichten auszutauschen oder über Technik zu fachsimpeln. Die jüngsten Gäste hatten außerdem ihren Spaß auf der roten Hüpfburg des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V., die der Ortsverein für das Fest über das Büro Verbandsarbeit organisiert hatte. Für das leibliche Wohl war mit Gegrilltem, Kuchen, Eis und kühlen Getränken bis in die Abendstunden bestens gesorgt.

Das Schleppertreffen machte einmal mehr deutlich, wie wichtig und wertvoll ehrenamtliches Engagement für das gesellschaftliche Leben und Miteinander im ländlichen Raum ist: Nur durch die zahlreichen Helfer*innen und die enge Zusammenarbeit der Vereine ist eine Veranstaltung dieser Größe und Herzlichkeit möglich.

 
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