Mehr als 80 historische und moderne Zugmaschinen prägten am Samstag das Bild in Ragösen. Das inzwischen weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Schleppertreffen lockte zahlreiche Besucher*innen an und zeigte einmal mehr, wie lebendig Tradition und Gemeinschaft im ländlichen Raum sind.
Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von den „Schlepperfreunden Ragösen“, dem AWO Ortsverein Ragösen, Freiwilligen Feuerwehr und dem Dorfverein. Was 2003 als kleines Treckertreffen begann, hat sich zu einer Veranstaltung entwickelt, die inzwischen traditionell alle zwei Jahre stattfindet und einen erheblichen organisatorischen Aufwand erfordert. „Es fing damals ganz klein an, inzwischen ist es eine logistische Meisterleistung“, sind sich Marina Bürger und Petra Holzapfel einig, beide Vorstandsmitglieder des AWO Ortsvereins Ragösen.
Zu bestaunen waren liebevoll gepflegte Oldtimer, jahrzehntealte Schlepper aus den Scheunen der Region, aber auch Zugmaschinen, die noch heute täglich im Einsatz sind. Einige besonders außergewöhnliche Exemplare waren in Eigenarbeit aufgebaut worden. Die vielen dazu festlich geschmückten Anhänger boten Platz für Familien, Freundeskreise und Vereine oder präsentierten Handwerksbetriebe und Unternehmen aus der Region.
Viele der Traktoren trugen Trauerflor. Damit gedachten die Teilnehmenden Wilfried Parthier, der Ende Mai verstorben war. Er hatte sich über viele Jahre als Mitglied der Schlepperfreunde Ragösen und des AWO Ortsvereins mit großem Engagement für das Treckertreffen eingesetzt und das gemeinschaftliche Ortsleben entscheidend mitgeprägt.