Seit 17 Jahren bietet der AWO „Ketchup-Club“ Schülerinnen und Schülern, die ohne Brotbüchse in die Schule kommen, in der ersten Frühstückspause kostenlose Stullen, Cornflakes und Tee an. Die Personal- und Lebensmittelkosten, die in 2025 bei rund 27.000 Euro lagen, trägt mehrheitlich die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt. Die Stadt Premnitz bezuschusst das Projekt bisher mit 1200 Euro im Jahr, von Unternehmen und Privat kamen ca. 2500 Euro Spenden zusammen. Um Kosten zu sparen, wurde in diesem Jahre eine der zwei Minijob-Stellen gestrichen.
Annett Schröder bewirtet jetzt in der Schulzeit bis zu 100 der insgesamt 385 Schulkinder allein. Die Suche nach ehrenamtlicher Unterstützung blieb in letzter Zeit erfolglos. „Hilfe kann ich wirklich gebrauchen“, sagt die „Küchenfee“. Das Frühstück am morgen sei wichtig, „damit die Schüler den Schulalltag gut bewältigen“, erklärt Schulleiter Jens Martin, der auch beobachtet, dass sich die Kinder für mittags noch Butterbrote einpacken. Das Essensgeld von 3,70 Euro pro Mahlzeit könnten viele Familien nicht aufbringen.