In der vergangenen Woche erhielt der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. den Klimapreis der Stadt Potsdam für ein umfassendes Konzept zur Klimaanpasssung im AWO Obdachlosenheim und Notaufnahme. Was genau dort geplant ist, zeigt ein Kurzfilm, der bei der Preisverleihung im Rahmen des Filmfestivals Greenvisions lief. Jetzt ist der Film pünktlich zum Weltumwelttag an diesem Freitag auch über die Webseite der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt abrufbar.
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Klimaanpassungsbeauftragter Lutz Reich und Einrichtungsleiter David Weidling berichten darin von dem so wichtigen Beteiligungsverfahren mit den Bewohner*innen und Mitarbeitenden und wie die notwendigen Veränderungen identifiziert wurden. Schwerpunkt des Klimaanpassungsprojektes im Obdachlosenheim sind sogenannte grüne Maßnahmen wie beispielsweise schattenspendende Bepflanzungen, das Anlegen von (Obst)-Gärten oder der Rückhalt und die Nutzung von Regenwasser. Außerdem wurden Möglichkeiten entwickelt, wie die Gebäude für die obdachlosen Menschen im Sommer in der prallen Sonne weniger stark aufheizen. Es fehlen Verschattungen, die die Menschen vor UV-Strahlen schützen. In den Zimmern und vor allem in der Cafeteria steigen die Temperaturen an heißen Tagen auf 30 Grad Celsius.
Das Konzept erstellte das Landschaftsarchitekturbüro Steidle & Felgentreu. Möglich wurde es durch die Förderrichtlinie „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Damit sollen soziale Einrichtungen dabei unterstützt werden, sich auf die Folgen der Klimakrise vorzubereiten und sich an diese anzupassen. Der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. und seine Tochtergesellschaften hatten im Rahmen dieser Förderrichtlinie 2024 mehrere Zuwendungsbescheide für die Erstellung von modellhaften Klimaanpassungskonzepten erhalten, unter anderem auch bei den Tochtergesellschaften der AWO Betreuungsdienste gGmbH, den AWO Seniorenzentren Brandenburg gGmbH und der AWO Kinder- und Jugendhilfe Potsdam gGmbH. Jetzt geht es darum, diese Konzepte auch umzusetzen. Die Pläne können außerdem als Vorlage für andere Einrichtungen dienen und sind auf der Webseite des Klimaanpassungsbeauftragten hinterlegt.
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