„Wir brauchen zuerst ein Dach über dem Kopf!“ – „Nein, wir müssen die Aufgaben verteilen!“ Im Plenarsaal des Brandenburger Landtages wurde gestern engagiert diskutiert. Wo sonst Landespolitik gemacht wird, entwickelten Kinder aus verschiedenen AWO-Einrichtungen ihre eigenen Ideen für das Zusammenleben in einer Gemeinschaft.
Gemeinsam mit ihren Familien waren sie auf Einladung des Landtages am gestrigen Kindertag zu einem Kindernachmittag gekommen, der Demokratie nicht erklärte, sondern erlebbar machte. Begrüßt wurden die Gäste von Landtagsvizepräsidentin Dr. Jouleen Gruhn (SPD-Fraktion) und dem Vorstand des AWO Bezirksverbandes Potsdam.
Im Mittelpunkt stand das „Inselspiel“: nach einer Phantasiereise fanden sich die älteren Kinder gedanklich auf einer einsamen Insel wieder. Schnell tauchten Fragen auf, für die es keine einfachen Antworten gab: Was braucht eine Gruppe, um gut zusammenzuleben? Wer entscheidet, was als Erstes getan wird? Und wie gelingt es, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen? Unter dem Landeswappen wurde diskutiert, argumentiert und abgewogen. Dabei zeigte sich, dass gute Ideen oft erst entstehen, wenn unterschiedliche Sichtweisen aufeinandertreffen. Begleitet wurde das Spiel von drei Potsdamer Studierenden, die neben ihrem Studium im Landtag tätig sind.