Zeitraum der Förderung
01.06.2023 - 30.09.2024
Projektziele
„Ankommen in Potsdam“ lautet das neue Kultur- und Sozialprojekt des AWO Bezirksverbands Potsdam e. V., es soll Raum für bedürftige Kinder mit künstlerischen Adern bieten. Passend zum Weltkindertag stellte die AWO Potsdam nicht nur das Projekt und die Pläne vor, sondern auch die einmaligen Räumlichkeiten inmitten der Stadt.
In der Sellostraße 6a befindet sich das als AWO Haus „Alte Druckerei“ neu getaufte ehemalige Fabrikhaus auf dem Hinterhof.
Das Sommerprogramm für „Ankommen in Potsdam“ ist bereits fertig.
Die meisten Workshops richten sich aber vor allem an Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung. Deutsche Kinder und Jugendliche sind unbedingt ebenfalls willkommen, da sie eine unschätzbare Hilfe im theaterpädagogischen Prozess der Integration darstellen. Alle sind willkommen.
Der Projektleitung Frau Salim ist wichtig, dass das ganze Haus ein harmonisches Ganzes bekommt. Eine Art Mosaik-Projekt der Willkommenskultur für Menschen mit den verschiedensten Lebensläufen, die sich durch die verschiedenen Kunstformen verwirklichen und ausdrücken dürfen.
Wer sich das Haus ansehen möchte kann jederzeit vorbeischauen. Am besten anmelden unter nygr.qehpxrerv@njb-cbgqnz.qr oder funun.fnyvz@njb-cbgfqnz.qr.
Die vielfältigen Angebote des Projekt finden Sie auf der Homepage der "Alten Druckerei" unter Service & Leistungen.
Kontaktinformationen
Anschrift
Lage
Ankommen in Potsdam
Seit Februar 2022 kommen ukrainische Familien aufgrund des Angriffskrieges durch Russland nach Potsdam. Derzeit befinden sich ca. 3500 ukrainisch Flüchtende neu in Potsdam und tagtäglich kommen weitere Flüchtenden, nicht nur aus der Ukraine. Neben dem Bedürfnis der Flüchtenden nach Gemeinschaft und Austausch untereinander, der Suche nach Halt, besteht bei den Flüchtenden ein hoher Bedarf an beratender Unterstützung wie der Beantragung familienunterstützender Leistungen, sowie Integrations- und Förderangebote ihrer Kinder und Jugendlichen. Das Projekt „Ankommen in Potsdam“ bietet gezielte Unterstützung, um den oftmals sehr hilflosen Familien verschiedene niedrigschwellige Begegnungs-, Beratungs- und Integrationsangebote bereitstellen, um sich in der neuen Umgebung schnell zurecht zu finden.
Die desintegrierende Wirkung des Krieges stellt gerade für die vielen geflüchteten Familien eine große Herausforderung dar. Eins ihrer großen Bedürfnisse beim Ankommen ist die Förderung ihrer Kinder, den Versuch ihnen ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen. Zudem suchen die Familien nach Gemeinschaft und Austausch, um nicht alleine zu sein, um sich abzusprechen und gegenseitig zu unterstützen.
Impressionen aus unserer Einrichtung
Projektleitung
Shaha Salim
Offener Brief zu Potsdamer Haushaltsentwurf
Wohlfahrtsverbände warnen vor „tiefgreifendem sozialpolitischen Rückschritt“
Mit einem offenen Brief hat die Arbeitsgemeinschaft der freien gemeinnützigen Wohlfahrtspflege Potsdam/Potsdam-Mittelmark (Regional-LIGA) vor den Folgen des Haushaltsentwurfs 2026 für die Stadt Potsdam gewarnt. Der Entwurf sei ein „tiefgreifender sozialpolitischer Rückschritt“. Auch die weiteren angekündigten Einschnitte ab 2027 träfen ausgerechnet jene Bereiche, die für sozialen Zusammenhalt, Bildungsgerechtigkeit und Armutsprävention unverzichtbar seien, hieß es in dem Brief, der von Potsdamer Arbeiterwohlfahrt als Mitglied der LIGA mitformuliert wurde. Vor allem der geplante Wegfall des Preisdeckels für das Mittagessen an Schulen ist für die LIGA-Mitglieder AWO, Caritas, Diakonische Träger, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und dem Paritätischen bestürzend. „Sparpolitik auf Kosten der Kinder, Jugendlichen und armutsbetroffenen Menschen ist keine verantwortungsvolle Haushaltspolitik“. Schon seit Jahren beschäftigt sich die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt mit der kostenlosen Mittagsversorgung für Kinder und Jugendliche. Ein kostenloses Mittagessen an allen Bildungseinrichtungen ist ein entschiedene Maßnahme zur Bildungsgerechtigkeit und Armutsbekämpfung. Im vergangenen Jahr gehörte der Verband zu den Erstunterzeichnern der Volksinitiative „Schule SATT!“, ein Bündnis, das ebenfalls kostenloses Essen an Brandenburgs Grundschulen forderte. Die Initiative war mit 23.500 Unterschriften erfolgreich, wurde bislang aber nicht von der Landespolitik aufgegriffen. Immerhin: Die Forderung nach kostenlosem Schulessen fand im November auf der AWO Bundeskonferenz aller Landes- und Bezirksverbände in Deutschland eine klare Mehrheit und wurde übernommen – bundesweit.