Zeitraum der Förderung
01.10.2020 - 30.09.2022
Projektziele
Mit Perspektive Ü60: Aktiv bleiben in der Region – Teilhabe im Alter sichern startet der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. als Projektträger mit der AOK Nordost als Kooperationspartner am Standort Teltow ein innovatives Projekt zur Teilhabe. Primäre Zielgruppe des Projektes sind zunächst die Beschäftigten der AOK Nordost am Standort Teltow ab dem 60. Lebensjahr, die sich aktiv in ihrer Freizeit in regionalen Netzwerkangeboten engagieren möchten und diese mitgestalten wollen. Sie sollen durch vielfältige (Beratungs-)Angebote zur sozialen Teilhabe und finanziellen Absicherung im Alter beim Übergang aus dem Erwerbsleben bedarfsgerecht unterstützt und gestärkt werden. Die Mitarbeiter*innen der Kooperationspartnerin sind zugleich Multiplikator*innen in der Region, so dass für die Entwicklung und Nutzung von Angeboten perspektivisch auch weitere Zielgruppen vor Ort, z.B. Angehörige, Versicherte der AOK Nordost ab dem 60. Lebensjahr oder nachfolgende Jahrgänge der Mitarbeiter*innen berücksichtigt werden können.
Die Stadt Teltow gehört zum Landkreis Potsdam-Mittelmark, liegt im Randgebiet der Großstädte Berlin und Potsdam und verzeichnet einen stetigen Bevölkerungszuwachs. Das trifft auf eine insgesamt steigende Anzahl älterer Menschen in der Region und eine zunehmende Inanspruchnahme auch von Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung.
Die Erfahrungen des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. mit seinen vielfältigen (Beratungs-)Angeboten für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und der AOK Nordost als der größten Arbeitgeberin in der Region ergänzen sich in diesem Projekt in idealer Weise.
Mit Expertise der AWO Ehrenamtsagentur soll mit regionalen Akteuren, wie z.B. Vereinen, Bildungsanbietern, Selbsthilfegruppen kooperiert und Netzwerke initiiert werden. Im Ergebnis können etwa Sportangebote, Angebote zur gesunden Ernährung, vielfältige Begegnungs- oder Bildungsangebote und Möglichkeiten entstehen, sich zielgerichtet ehrenamtlich zu engagieren. All dies stärkt in vielfältiger Weise soziale und gesundheitliche Netzwerke.
Ein weiterer Kooperationsbestandteil ist das Angebot einer systemischen Beratung. Im Zentrum steht dabei die Frage der finanziellen Absicherung im Alter und Fragen zur Wahrnehmung von Leistungsansprüchen im Alter. Auch können Beratungsangebote zu Fragen der allgemeinen Lebensführung, zur Gesundheitsfürsorge, auch zur Problembewältigung oder zu späterer Pflegebedürftigkeit entwickelt werden.
Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit der Förderrichtlinie "Stärkung der Teilhabe Älterer – Wege aus der Einsamkeit und sozialen Isolation im Alter“ vom 26. Mai 2020.
Mehr Informationen zur Förderrichtlinie.
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Träger
Projektmitarbeiter*innen
Claudia Huhmann
Bernd Schulze
Ellen Wutschik
Geplante Kürzungen bringen Familienzentren in Gefahr
Lautstarker Protest vor Kreistagssitzung Potsdam-Mittelmark in Locktow
„Einfach Nö. Familienzentren nicht tot sparen“, steht auf den Buttons, die sich die über hundert Protestierenden gestern vor dem Kulturhaus in der Gemeinde Locktow an Jacke, Tasche oder Schal geheftet haben. Im Kulturhaus tagte am gestrigen Donnerstag der Kreistag Potsdam-Mittelmark, u.a. zu den für das kommende Jahr geplanten drastischen Kürzungen bei den 19 Familienzentren. Auf dem Platz vor dem Tagungsort hatten sich verschiedene freie und öffentliche Träger von Familienzentren mit Pavillons und Kaffee-Ausschank aufgestellt, um die Kreistagsabgeordneten mit Trillerpfeifenlärm und Protestschildern in Empfang zu nehmen.