Mit Herz und Hand Nr. 40

Veröffentlicht am 01.08.2020

Mit Herz und Hand Nr. 40

Nach wie vor prägt die Corona-Krise und der Umgang damit unser Leben. Das spiegelt sich auch in unserer aktuellen Ausgabe wider. Ob Aktivitäten des Bezirksverbandes oder der Ortsvereine, ob in den Seniorenzentren oder den Kitas, ob bei der Betreuung von behinderten Menschen oder der Bereitstellung von Freizeitangeboten - auch wir als Wohlfahrtsverband haben tagtäglich in den verschiedensten Bereichen damit zu tun.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit und werfen einen Blick auf die vielfältigen Projekte, die wir zur Bewältigung dieser Krise ganz konkret vor Ort aufgelegt oder unterstützt haben. Sie sind ein schönes Zeichen für das dringend nötige bürgerschaftliche und gesellschaftliche Engagement, das wir uns als AWO Potsdam auf die Fahne geschrieben haben. An dieser Stelle auch ein besonderes Dankeschön an alle Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche, die trotz gebotener Abstandsregelungen Menschen geholfen und so für soziale Nähe gesorgt haben.

Dass das Leben in unserem Verband auch trotz Corona weitergeht, zeigt auch die Erweiterung der AWO-Kita „Inselmäuse“ in Potsdam. Sie zog zwar nur nach nebenan, bietet aber jetzt viel Platz für 40 Krippenkinder und 60 Kinder im Alter bis zur Einschulung. Und das Schönste daran ist, dass die 10 Jahre im Container vorbei sind. Jetzt haben die Kinder und Erzieher tolle helle Räume zum Entdecken und Spielen. Wir wünschen viel Spaß und freuen uns für die Inselmäuse.

Musik macht das Leben schön. Was lag da näher, als im Seniorenzentrum „Am Schwalbenberg“ in Werder (Havel) die in einer Weiterbildung zur Musik-, Tanz- und Bewegungstherapie erworbenen Kenntnisse umzusetzen. Das Angebot wurde sehr gut angenommen und eröffnete den Bewohnern neue (Klang-)Welten. Die musikalische Einzelbeschäftigung regt nicht nur zur Aktivierung der Motorik und Mobilität an, nein sie verschafft auch emotionale Erleichterung und kann ein kleiner Seelentröster für die Bewohnerinnen und Bewohner sei. In diesem Sinne, auf die Kopfhörer, fertig, los! Lasst die Musik erklingen!

Zu den kleinen Dingen, die unser Leben schön machen, zählt auch die Geschichte von Frau Rohde. Sie lebt seit vielen Jahren in einer Wohngemeinschaft und wünschte sich aufgrund körperlicher Einschränkungen seit langer Zeit ein Dreirad, um mobiler sein zu können. Dank der Hilfe der Chefin einer lokalen Kantine, ging dieser Herzenswunsch in Erfüllung. Sie schenkte Frau Rohde das alte Dreirad ihrer Mutter. Was für eine tolle Geste. Seitdem strahlt Frau Rohde und ist viel mit ihrem neuen Rad unterwegs. Wir sagen Danke.

400 Euro kamen am 6. Juni beim Straßenbenefizkonzert der Potsdamer Band „Kruse“ zugunsten des Büro KINDER(ar)MUT zusammen. Die Musiker spielten in der Potsdamer Straße, direkt vor der Grünen Familie und viele Menschen hielten an, lauschten den Klängen und zeigten großes Interesse an der Arbeit des Büro „KINDER(ar)MUT“. Das Geld wird gerade jetzt dringend benötigt, liegt doch der Schulstart vor der Tür und viele Kinder aus armen Familien haben noch nicht alle Schulsachen zusammen oder können sich keine schöne Feier leisten. Wer also Lust und Möglichkeiten hat zu helfen - sei es mit Spenden, Material oder einer Mitarbeit - kann sich gern bei den Verantwortlichen melden. Jede Unterstützung zählt.

In diesem Sinnen danken wir Ihnen für Ihren Einsatz und wünschen Ihnen allen eine erholsame Sommerzeit.
Bleiben Sie gesund.

 

Abwehr statt Solidarität

In dieser Woche hat die EU-Kommission ihre Pläne für eine Überarbeitung des Asylrechts in der Gemeinschaft bekanntgegeben. Zwar soll die Seenotrettung gestärkt werden. Zugleich sollen aber Grenzlager entstehen, die nichts Anderes als Gefängnisse sind. EU-Staaten, die keine Geflüchteten aufnehmen wollen, dürfen stattdessen „Abschiebepatenschaften“ übernehmen und andere Staaten bei der Abschiebung unterstützen. Wie zynisch! Wer denkt sich nur solche Begriffe aus?

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