AWO Mehrgenerationenhaus "Alte Korbmacherei"

Bürgerhäuser
AWO Bezirksverband Potsdam e.V.

Krabbelgruppe

07.03.2023 um 09:30 Uhr, Räume im AWO Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei“

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Sommerferien im Mehrgenerationenhaus Brück

05.08.2022 um 14:04 Uhr

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Anschrift

AWO Mehrgenerationenhaus "Alte Korbmacherei"
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 4d
14822 Brück

Kontakt

Kontaktperson

Antje Warwas
MA Pädagogik/Soziologie
Teilbetriebsleitung
FAX +49 33844 519180


Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 10:00 bis 17:00 Uhr

Willkommen in der Einrichtung
AWO Mehrgenerationenhaus "Alte Korbmacherei"

Jessica Schiller

Sozialpädagogin
Kinder- und Jugendarbeit

Enrico Schulze

Dipl.-Soz.-Päd. / Dipl.-Soz. Arb. (FH), Reha-Fachkraft
Sozialpädagoge / Sozialarbeiter

Yvette von Gierke

Sozialarbeiterin

Antje Warwas

MA Pädagogik/Soziologie
Teilbetriebsleitung
FAX +49 33844 519180

MITMACHEN, ENTDECKEN, AUSPROBIEREN

Ein Haus für alle Generationen – als Ort der Begegnung, der Kommunikation und des bürgerschaftlichen Engagements bietet es ein Dach für viele Gruppen und Ideen.
Hier können sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen treffen, voneinander lernen, Spaß haben, entspannen, Unterstützung geben und erfahren.
Unser Haus ist geprägt von Toleranz, Respekt und sozialer Verantwortung.
Das Gelände und die Räumlichkeiten der ehemaligen Korbmacherei wurden 2011 unter Mithilfe Brücker Bürger*innen renoviert, um einen Treffpunkt und einen Veranstaltungsort für Menschen aller Generationen, Vereine und Gemeinschaften zu schaffen.
Seit 2016 zählt die >Alte Korbmacherei< mit zu den über 500 Mehrgenerationenhäusern, welche als Orte der Begegnung im Rahmen des Bundesprogramms >Mehrgenerationenhäuser< vom Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werden.

Ein Schwerpunkt des Hauses ist die Jugend- und Jugendsozialarbeit nach §§ 1,11 bis 13 KJHG - offene Kinder- und Jugendarbeit für Kinder und Jugendlichen zwischen 9 und 18 Jahren mit der Möglichkeit zum Kontakt und zur Begegnung.
Die Kinder und Jugendlichen werden in schwierigen Lebenssituationen unterstützt, erhalten die Möglichkeit zum Gespräch und zum Austausch untereinander.

 


„Kürbis und Klamotten“ – eine Herbstaktion im MGH mit langem Jugendtreff am 14.10.2022

Bunte Blätter, herzhaftes Essen und Kürbisse gehören zum Herbst wie Schneeweißchen zu Rosenrot. Mit dem Riesengemüse hatten wir schon einen Aufhänger für unser kostenfreies saisonales Mitmach-Angebot. Und da wir Menschen mit sinkenden Temperaturen mehr Hüllen auftragen, liegt Kleidung nah, um uns für die dunkle Jahreszeit zu rüsten. Gerade den Menschen, die auf der Flucht nur das Nötigste mitnehmen konnten, fehlt es an warmen Sachen und Schuhwerk. Und daraus ergab sich das Motto des Tages: „Kürbis und Klamotten“.

In der Vorbereitung hat sich der Schenkraum in der Mühle Gömnigk als wahre Fundgrube erwiesen. Dort wartet gut erhaltene Kleidung auf neue Träger -  von Baby- bis Erwachsenengrößen. Das gängige Prinzip: „Bringt, was zu klein geworden ist und tauscht gegen passende Sachen“ wollten wir an einem Tag im MGH praktizieren. Schnell waren drei Buffets mit Kleidung angerichtet, so dass der Tischkicker als zusätzlicher Stand herhalten musste. Während es sich die Erwachsenen in der Sofaecke neben der Tauschbörse gemütlich machten, zog ein Dutzend Kinder und Jugendliche in den Kreativraum. Mit gezückten Schnitzmessern ging es den orangenen Panzerbeeren, gespendet vom Spargel- und Erlebnishof Klaistow, an den Kragen. An schauerlichen Ideen fehlte es den Kürbis-Künstlern nicht. Routiniert kümmerten sie sich um das Enthaupten der ältesten Nutzpflanze der Welt, die auf allen fünf Kontinenten zu Hause ist und in ihrer Artenvielfalt kaum Grenzen kennt, weder geschmacklich noch in der Gewichtsklasse. Einige Exemplare erreichen ein Gewicht von 450 Kilogramm. Kürbis lässt sich zudem kreativ verarbeiten. Gruselige Fratzen sind machbar, cremige Suppen oder das Nutzen der Samen für die nächste Ernte. Die „Innereien“ der ausgeweideten Köpfe füllten unseren größten Suppentopf.

Zusammen mit Karotten, Kartoffeln und Sahne zauberte unser Praktikant Johannes Höhnicke, Erzieher-Azubi im 3. Lehrjahr, daraus für gut 30 Gäste ein schmackhaftes Essen. Ähnlich abwechslungsreich wie der Kürbis hat uns Johannes mit seinen menschlichen wie künstlerischen Fähigkeiten in seiner MGH-Zeit unterstützt, so dass ihn unser Publikum sofort ins Herz geschlossen haben.

Herbstfrüchte wie Kastanien, Eicheln und Walnüsse haben wir im Vorfeld auch gesammelt und in unterschiedliche Behälter gefüllt. Sie sollten mit den Händen „gesehen“ und erkannt werden. Die Holzkisten durften wir von den Rangern des Naturparks Hoher Fläming leihweise nutzen, da wir in dieser Herbstwoche gleichzeitig mit der „Woche des Sehens“ über Sehbehinderungen und Augenkrankheiten informiert haben. Unsere Besucher hatten mit Simulationsbrillen verschiedene Einschränkungen nachempfinden können, von Grüner oder Grauer Star, halbseitigem Gesichtsfeldausfall, Alterssichtigkeit und Retinopathie - eine diabetische Netzhauterkrankung. Auch mit einem Duftmemory (liebevoll hergestellt von unserer Kollegin Jasmin Oldag) haben vor allem unsere jüngsten Gäste die Einschränkungen des Sehvermögens nachvollziehen können, die fester Bestandteil der Ausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegern ist.

Mit allen Sinnen haben wir diesen „Kürbis und Klamotten“-Tag genießen können: mit Schnuppern, Fühlen, Lachen, Schlemmen, Schnitzen, Tauschen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Unterstützer vom Naturpark Hoher Fläming, Spargel- und Erlebnishof Klaistow sowie an die Mühle Gömnigk. Es war einfach dufte!

 
 

Sommerferienaktion 2022 im AWO Mehrgenerationenhaus „Alte Korbmacherei“

Die Sommerferienaktionswoche mit dem AWO-Team des Mehrgenerationenhauses „Alte Korbmacherei“ lieferte in der Woche vom 8. Bis 12. August 2022 ein niedrigschwelliges, kostenfreies Programm, das mit den Kindern im Vorfeld partizipativ herausgearbeitet wurde. Täglich waren zwischen 15 und 27 Kinder und Jugendliche unterschiedlicher sozialer und nationaler Herkunft dabei. Bereits vor der Öffnungszeit hatten sich täglich vier bis 6 Kinder aus Mehrkindfamilien und von Alleinerziehenden eingefunden, die sich Essen wünschten, da sie Hunger hatten. Dieses Bedürfnis haben wir spontan bedient und täglich ein frisches Mittagessen zusätzlich angeboten.
Kreativ startete die Woche zunächst mit Graffiti-Kunst, mit der die Teilnehmer*innen unser Gartenhäuschen hinter dem Skatepark gestalteten. Bevor jedoch eine Idee in Farbe auf der Wand landen konnte, versammelten sich die Kreativen im MGH an sämtlichen Tischen, um ihre Formen und Farben auf dem Papier auszuprobieren, ihren Ideen eine Struktur zu geben. Das gemeinsame Ziel lieferte auch denen Gesprächsstoff, die zum ersten Mal in der „Alten Korbmacherei“ aufgetaucht waren und bis dahin noch niemanden kannten. Die Nachfrage war so groß, dass wir das Angebot auch am nächsten Tag unter Anleitung des Künstlers weiterführen konnten. Während die einen am Dienstag noch die Lücken an der Hüttenwand besprühten, spielten die anderen mit Wasserkanonen „capture the flag“. Freude am gemeinsamen Spiel hatten die Kinder und Jugendlichen auch am folgenden Tag, als sich spontan zwei Teams am neuen Volleyballnetz einfanden. Ihre kulinarischen Wünsche erfüllten sich die Freizeitsportler*innen am Mittwoch, an dem sie Bananenbrot, Heidelbeerkuchen und gefüllte Blätterteig-Taschen zubereiteten. Wir konnten feststellen, dass die Kinder und Jugendlichen während der Ferienaktionswoche die gemeinsamen Mahlzeiten besonders genossen haben. Der Umgang mit frischen Nahrungsmitteln und das selbständige Zubereiten war vielen nicht geläufig.

Nach Rezept wurden die Zutaten abgewogen, stets wertschätzend und ressourcenschonend behandelt. Mit 14 zu 2 war die Jungenquote bei diesem Backworkshop beachtlich. Ein vielfaches Lob für die köstlichen Ergebnisse erfüllte sie mit Freude. Dank der emsigen Bäcker*innen gab es reichlich Proviant für die Radtour am Donnerstag vom MGH entlang des Plänchens über Trebitz nach Baitz zur Staatlichen Vogelschutzwarte und Naturschutzstation. Wie spannend Heimatkunde sein kann, erlebten Radler*innen in der Ausstellung, in der sie die Vielfalt der heimischen Tierarten bestaunten. Dass die weltweit vom Aussterben bedrohte Großtrappe hier in den Belziger Landschaftswiesen lebt, hatten sie bis dahin noch nicht gewusst. Angesichts der hohen Temperaturen war Wasser eine willkommene Erfrischung, als wir in „Klein Venedig“ an der Plane Rast machten. Neben Bachflohkrebsen und Libellenlarven entdeckten die Kinder auch Müll in Form von Glasflaschen, Plastikabfällen und einem rostigen Eisenkessel. Dass Mitmenschen einen so malerischen Ort mit Unrat füllen, stieß bei allen auf Unverständnis. Doch anstatt sich lediglich zu beschweren, packten die Kids sofort an. Alles, was sie bergen konnten, landete im Abfallbehälter - nur die Tierchen wieder im Fließgewässer. Mit exotischen, natürlich alkoholfreien Cocktails bei chilliger Musik ließ die hoffnungstragende nächste Generation die Aktionswoche am Freitag mit einem kreativen langen Jugendtreff ausklingen. Inspiriert von den Farben der Zutaten wie Säfte, exotische Früchte und Sirup machten sich ein paar Kinder daran, eigene Kreationen zu entwickeln, die wir als Rezepte „Der grüne Leguan“ oder „Bunte Blumenwiese“ zusammen notiert haben. Insgesamt hatten die Kinder und Jugendlichen in der Woche ein Gefühl für unsere Gemeinschaft entwickelt, in der jeder gehört und gesehen wird UND mitgestalten darf. Das Sommerferienprojekt diente dazu, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Wir bedanken uns herzlich für die Förderung durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark, die unvergessliche Ferienerlebnisse ermöglicht hat.

 
 

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