Ambulante Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete Bad Belzig

Beratungsstellen
AWO Bezirksverband Potsdam e.V.

Anschrift

Ambulante Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete Bad Belzig
Brücker Landstraße 1A
14806 Bad Belzig

Kontakt

FAX +49 33841 387819

Kontaktpersonen

Heike Köhr-Krüger
Dipl.-Sozialarbeiterin/-pädagogin, Suchttherapeutin (VDR)
Susanne Lüthke
Sozialarbeiterin/- pädagogin (BA), Suchttherapeutin (VDR)
Petra Schmidt
Mitarbeiterin der Verwaltung und Beraterin der Mutter-Vater- Kind Kurberatungsstelle.


Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 12:00 Uhr (und nach Vereinbarung)
Dienstag 09:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch nach Vereinbarung
Donnerstag  12:00 - 18:00 Uhr (und nach Vereinbarung)
Freitag nach Vereinbarung

Luciana Degano-Kieser

Dr. med. Fachärztin für Psychiatrie-MPH
Ärztliche Leitung der Ambulanten Reha Sucht (ARS)

Daniel Zeis

Dipl.-Sozialarbeiter/-pädagoge, Suchttherapeut (VDR)
Teilbetriebsleiter
Suchttherapeut (VDR)

UNSER TEAM

Wir sind ein multiprofessionelles Team aus den Berufsfeldern der Verwaltung, der Sozialarbeit/Sozialpädagogik und der Psychologie/Psychotherapie. Alle in der Beratung und Behandlung tätigen Mitarbeitenden haben eine therapeutische Zusatzqualifikation. Die ambulante Reha wird ärztlich geleitet. Ergänzt wird unser Team durch unsere Auszubildenden in der Verwaltung, Studierende der Sozialen Arbeit und/oder Psychologie (Stichwort: Praktikum) sowie die vielen ehrenamtlichen Verantwortlichen in den Sucht-Selbsthilfegruppen und der Suchtprävention.

WIR SIND FÜR SIE DA!

  • kostenlos
  • auch anonym
  • unkompliziert
  • ohne lange Wartezeit

Nutzen Sie unsere langjährigen Erfahrungen und Kompetenzen auf dem Gebiet der Suchthilfe - abgestimmt auf Ihr persönliches Anliegen, Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele.

WIR BERATEN UND BEHANDELN

  • Gefährdete und Abhängige von Alkohol, Medikamenten, Tabak und illegalen Substanzen.
  • Betroffene, die unter problematischen oder pathologischen Verhaltensweisen leiden, etwa beim Glücksspiel ("gambling") oder in der Nutzung von Medien ("gaming", inkl. Phänomenen wie Onlinepornographieabhängigkeit, Kaufsucht oder exzessive Smartphone-Nutzung).
  • Menschen mit psychosozialen Problemen, als Folge oder Begleiterscheinung einer Suchtkrankheit.
  • Angehörige (Partner*innen, Eltern, Kinder, Bezugspersonen im Freundeskreis und im Kollegium) von suchtkranken bzw. suchtgefährdeten Menschen.

HILFE

Wir möchten Sie dabei unterstützen, dass Sie Ihr Leben (wieder) selbst bestimmt und auf eine für Sie zufrieden stellende Weise gestalten.

Wir suchen mit Ihnen gemeinsam nach Ihren Stärken und Möglichkeiten, die Ihnen beim Lösen Ihrer Probleme helfen können.

HINWEIS

Wenn Sie Beratungsangebote bei uns in Anspruch nehmen, werden - so Sie keine anonyme Beratung ausdrücklich wünschen - ab dem Erstkontakt notwendige personenbezogene Daten erhoben und in anonymisierter Form zu statistischen Zwecken weiterverwendet.

---Zugangsvoraussetzungen—

Sind Sie für mich zuständig?

Wir sind beauftragt, Potsdamer Bürger*innen in allen "Suchtfragen" zu unterstützen. Darüber hinaus stehen wir für die Bewohner*innen im Landkreis Potsdam-Mittelmark zur Verfügung. Sollten Sie außerhalb der genannten Bereiche wohnen, teilen wir Ihnen Kontaktdaten der für Sie zuständigen Institution mit. Sollten Sie eine ambulante Suchttherapie in unserem Haus anstreben, so sind wir auch über die genannten Gebiete für Sie zuständig.

Sind die Gespräche mit Kosten für mich verbunden?

Nein, grundsätzlich ist eine Suchtberatung immer ohne Kosten verbunden. Erst später, wenn es bspw. um medizinische Folgebehandlungen in Kliniken geht, können Kosten entstehen (z.B. in Form von Zuzahlungen).

Unterliegen die Gespräche der Schweigepflicht?

Suchtberater*innen unterliegen grundsätzlich der gesetzlichen Schweigepflicht und haben auch ein Zeugnisverweigerungsrecht. Diese kann nur aufgehoben werden, wenn Sie uns eine so genannte „Schweigepflichtentbindung“ unterschreiben. Dies kann z.B. notwendig und sinnvoll sein, wenn eine andere Einrichtung einen Bericht anfordert oder wir mit wichtigen Personen in Ihrem Umfeld sprechen sollen (Hausärzte, Betreuer etc.).

Was passiert mit meinen Daten?

Wir sind vertraglich verpflichtet, personenbezogene Daten in anonymisierter Form zur Qualitätskontrolle, zum Verwendungsnachweis bzw. Abrechnung von Leistungen sowie zur Planung von Suchthilfeangeboten zu erheben, zu speichern und zu verarbeiten. Hierzu wird ein zugriffsgesichertes Dokumentationssystem genutzt. Die Datenverarbeitung erfolgt, um den Beratungs- bzw. den Behandlungsauftrag zwischen Ihnen und Ihrem/Ihrer Suchtberater*in und die damit verbundenen Pflichten zu erfüllen. Wir stellen sicher, dass niemand Unbefugtes Einblick in Ihre Daten erhält. Sie unterschreiben uns zu Beginn der Beratung dazu eine Datenschutzerklärung. Diese Einwilligung kann jederzeit von Ihnen widerrufen werden.

Wir sind dazu verpflichtet, Ihre Daten mindestens 10 Jahre nach Abschluss der Beratung und/ oder Behandlung aufzubewahren. Anschließend erfolgt eine datenschutzkonforme Vernichtung.

Ist die Beratung anonym?

Wenn Sie es möchten, kann eine Beratung auch anonym stattfinden.

Wie alt muss ich sein, um die Beratung in Anspruch zu nehmen?

Das Angebot der Beratung richtet sich an Betroffene sowie Angehörige jeden Alters.

Benötige ich eine Überweisung von einem Arzt oder meine Krankenkassenkarte?

Unsere Beratungsangebote können sie ohne eine Überweisung oder Krankenkassenkarte in Anspruch nehmen.

Muss ich Angst vor der Polizei haben, wenn ich Ihnen von meinem Konsum erzähle?

Nein! Was Sie uns erzählen unterliegt der Verschwiegenheit. Wie oben bereits erwähnt unterliegen Suchtberater*innen der Schweigepflicht und haben auch ein Zeugnisverweigerungsrecht. Wenn Sie dennoch Bedenken haben, können Sie uns auch anonym aufsuchen.

---Beratung---

Ist mein Konsum oder mein Verhalten noch normal?

Dies können Sie mit unserer Hilfe herausfinden. Dazu sollten wir uns treffen und über Ihre individuelle Situation reden. Eine Ferndiagnose ist oft nicht hilfreich, auch nicht der Vergleich mit anderen Menschen oder die Suche nach Lösungen im Internet. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Menschen, die unsere Einrichtung aufsuchen, sehr von Beratungsgesprächen profitieren können, da ihnen dadurch Zusammenhänge deutlicher werden, ihr Verhalten besser einschätzen lernen und sie aktiv eine Änderung gestalten können.

Welche Süchte behandeln Sie?

Wir beraten, begleiten und behandeln zu allen Konsum- und Suchtphänomenen (Alkohol, Amphetamine, Cannabis, Heroin/Opioide, Kokain, Medikamente, Tabak u.a.). Dies schließt Verhaltensweisen wie die Teilnahme an Glücksspielen oder Computerspielen sowie der Konsum von pornografischen Inhalten mit ein.

Kann ich bei Ihnen eine Therapie machen?

Ja! Wir bieten die berufsbegleitende ambulante Suchttherapie an. Diese Form der Therapie gehört zum Bereich der medizinischen Rehabilitation, wird über die Deutsche Rentenversicherung oder Krankenkassen beantragt und für mindestens sechs Monate bewilligt. Eine zweimalige Verlängerung ist möglich, so dass dieses therapeutische Angebot bis zu 18 Monate für Sie bestehen kann.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie im Menü unter „Downloads“ sowie unter "UNSERE ANGEBOTE FÜR NEUE PERSPEKTIVEN".

Beraten Sie Angehörige?

Ja, wir bieten Beratung und Begleitung auch für Angehörige an. Dies können Personen aus dem Freundeskreis, dem Kollegium auf Arbeit und der Familie sein (Eltern, Kinder…). Auch professionelle Helfer*innen gehören zu diesem Kreis. Nehmen Sie unbedingt ebenfalls Hilfe in Anspruch.

Kann ich jemanden zur Beratung mitbringen?

Ja, sie dürfen gerne Ihre Angehörigen zu den Gesprächen mitbringen.

Wie lange dauert eine Beratung?

Der Beratungszeitraum kann unterschiedlich sein. Je nach Informationsbedarf, Motivation und Ziel können Sie im freien Rhythmus Beratungsgespräche wahrnehmen. Zu Beginn werden meist wöchentliche Gespräche vereinbart. Diese dauern meist 50 Minuten. In diesen Gesprächen wird zunächst die bestehende Problematik samt Hintergrundthemen professionell abgeklärt. Wir benötigen dazu ihre Angaben über verschiedene Aspekte, um Sie gut beraten zu können. Am Ende der Beratung sollte eine Strategie für weitere Schritte erarbeitet bzw. kann auf Wunsch eine geeignete Weitervermittlung in eine andere Hilfsform eingeleitet werden.

Nähere Informationen zu allen unseren Angeboten finden Sie im Menü unter „Downloads“ sowie unter "UNSERE ANGEBOTE FÜR NEUE PERSPEKTIVEN".

Muss ich clean/trocken/abstinent zur Beratung kommen?

Eine abstinente Lebensweise ist keine Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Suchtberatung. Sie sollten jedoch aufnahme- und absprachefähig sein. Wir bitten Sie daher, unmittelbar vor Ihrem Termin bei uns möglichst auf einen Konsum zu verzichten und nicht akut intoxikiert (unter dem Einfluss von Rauschmitteln) zu uns zu kommen.

In welchen Sprachen beraten Sie?

Grundsätzlich in allen Sprachen, da wir auf verschiedene Sprachmittler zurückgreifen können.

Machen Sie Hausbesuche?

Ja, Hausbesuche sind in Einzelfällen und nach Absprache möglich.

Beraten Sie auch außerhalb ihrer Öffnungszeiten?

Ja, eine Beratung ist nach individueller Absprache auch außerhalb unserer Öffnungszeiten möglich.

Kann man Termine vor Ort vereinbaren?

Termine vor Ort sind, unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften, möglich. Für eine Terminvereinbarung nehmen Sie bitte per Telefon, E-Mail oder unserer online-Sprechstunde Kontakt mit uns auf. Bitte verzichten Sie, aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation, auf spontanes Erscheinen ohne Termin in der Beratungsstelle.

Kann man Termine online vereinbaren?

Eine Online Terminvereinbarung ist zurzeit nur für Chat-Termine möglich. Wir arbeiten daran, diese auch für vor Ort- und Video Termine anzubieten. Sollten Sie einen vor Ort- oder Video Termin wünschen, nehmen Sie bitte Kontakt per Telefon oder E-Mail mit uns auf.

Bieten Sie eine Videosprechstunde an?

Ja. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, vor Ort in die Beratungsstelle zu kommen, können Sie auch über eine zuvor vereinbarte Videosprechstunde in Kontakt mit uns treten um Ihr Anliegen zu besprechen. Die notwendigen Zugangsdaten senden wir Ihnen zu.

---Weitere Hilfsangebote---

Welche Selbsthilfegruppen sind für mich geeignet?

Je nach Suchtmittelproblematik (Alkohol, illegale Drogen, Glücksspiel o.a.) bieten Suchtselbsthilfegruppen vielfältige Angebote an verschiedenen Orten. Allein in Potsdam gibt es aktuell über 20 Sucht-Selbsthilfegruppen. Sprechen Sie uns an, sodass wir Ihnen eine für Sie passende Gruppe suchen können.

Gibt es weitere Gruppenangebote?

Ja, das sind die durch unser Beratungs- und Behandlungsteam geleiteten und moderierten Gruppen.

Im Bereich der Beratung und Begleitung bieten wir die therapievorbereitende „Motivationsgruppe“, die rückfall- und krisenbegleitende „Stabilisierungsgruppe“ sowie das gruppenbasierte, evaluierte Selbstkontrolltraining „SKOLL“ (zur Reduzierung des Konsums oder von Verhaltensweisen) an.

Im Bereich der Therapie und Nachsorge halten wir mehrere therapeutisch geleitete Gruppen an verschiedenen Standorten vor, teilweise richten sich diese an spezielle Nutzergruppen (Ü55, Verhaltenssüchte, illegale Drogen etc.).

Für Angehörige existiert ebenfalls ein Gruppenangebot, basierend auf dem evaluierten CRAFT-Ansatz.

Nähere Informationen zu diesen Angeboten finden Sie im Menü unter „Downloads“ sowie unter "UNSERE ANGEBOTE FÜR NEUE PERSPEKTIVEN".

Können Sie mir helfen, meinen Führerschein wieder zu erhalten?

Ja, dafür können Sie bei uns eine MPU-Vorbereitung machen. Wir helfen Ihnen darüber nachzudenken, wie es dazu kam, dass sie berauscht am Verkehr teilgenommen haben, welche Gefahren damit verbunden sind und welche Konsequenzen dies für sie und andere hat. Die Vorbereitung findet im Rahmen von sieben Einzelsitzungen statt und ist kostenpflichtig.

Bieten Sie “Therapie-statt-Strafe” an (nach § 35 BtMG)?

Nein, wir sind keine nach § 35 zugelassene Einrichtung.

Meine Substitutions-Praxis verlangt von mir eine Suchtberatung, bin ich bei Ihnen richtig?

Ja. Wir bieten psychosoziale Hilfe im Rahmen der Substitutionsbegleitung an, um die Folgen der Abhängigkeit zu erkennen und zu überwinden. Ihr Umfang richtet sich nach dem individuellen Krankheitsverlauf, in Absprache mit ihrem/ihrer behandelnden Arzt/Ärztin.

Können Sie in Kliniken weiter vermitteln?

Ja, wir sind mit allen umliegenden Akutkliniken (Entgiftung) und Rehakliniken gut vernetzt. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl einer geeigneten Klinik, orientiert nach Ihren Wünschen und angelehnt an unsere Empfehlung. Wir halten vielfältige Informationsbroschüren vor und helfen Ihnen bei der Vermittlung eines Platzes und der Antragstellung.

Können Sie in psychotherapeutische Hilfen weiter vermitteln?

Ja, wir sind mit den ansässigen Psychotherapeuten*innen gut vernetzt und vermitteln bei Bedarf gerne einen Kontakt. Ersttermine können Sie über die Nummer der Kassenärztlichen Versorgung vereinbaren: 116117.

Welche Hilfen gibt es im Internet?

Wir bieten Ihnen eine online-Sprechstunde im Textchat-Format an. Termine finden Sie hier: https://online-beratung.awo-potsdam.de

Weitere Hilfen im Internet finden Sie im Menü unter „Downloads“ sowie unter "UNSERE ANGEBOTE FÜR NEUE PERSPEKTIVEN".

Aktuell leider keine Termine


Unsere Angebote für neue Perspektiven

Beratung

Trinken Sie zu viel Alkohol? Nehmen Sie zu viel Drogen oder Medikamente ein? Verspielen Sie Ihr Geld? Sitzen Sie zu lange am Computer? Wir helfen ihnen, dass es Ihnen wieder gut geht.

In Einzelgesprächen und Gruppentreffen sprechen wir mit Ihnen über Ihre Alkohol/ Drogen oder Spielprobleme. Außerdem vermitteln wir Sie in Therapien.

Wir sprechen auch mit Eltern, Partnern und Freunden von süchtigen Menschen, um Ihnen zu helfen besser mit der Situation der Suchterkrankung Ihres Angehörigen umzugehen.

Unsere Beratung kostet nichts. Sie bekommen möglichst schnell einen Termin.

Wir schauen nach Ihren Stärken und wollen mit Ihnen Lösungen für Ihre Probleme finden.

Ziel der Beratung ist - neben der Hilfe in akuten Krisen - immer auch die professionelle Abklärung des zugrunde liegenden Problems. Und den damit zusammenhängenden Themen (z.B. Stress, Schmerzen, Schlafprobleme etc.). Sie bekommen von uns eine Rückmeldung darüber, wie Ihr Konsum bzw. Ihr Verhalten aus unserer Sicht einzuschätzen ist. Geht es um riskanten Konsum, um riskantes Verhalten? Oder handelt es sich schon um missbräuchliche oder süchtige Konsum- bzw. Verhaltensweisen? Was bedeutet das für weitere Hilfen?

Im Rahmen der Beratung erfahren Sie Hintergründe und stellen Zusammenhänge her und lernen, sich besser einschätzen. Eine Veränderung fällt somit leichter.

Angehörige

Wie beraten Familien, Kinder suchtkranker Eltern, Angehörige, Partner, Freunde und Kollegen von suchtkranken bzw. suchtgefährdeten Menschen in Einzelgesprächen und Gruppenseminaren, auch unabhängig vom Betroffenen.

Ein speziell für Angehörige konzipiertes Programm, das wir Ihnen anbieten können, ist CRAFT (Community Reinforcement and Family Training). In den Einzelgesprächen geht es vor allem darum, Angehörige zu schulen, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen.  Sie sollen im Umgang mit ihren suchtkranken oder suchtgefährdeten Menschen gestärkt werden und etwas für sich tun. Die Angehörigen sollen auch unterstützt werden, den Betroffenen zu einem Besuch in unserer Beratungsstelle zu motivieren bzw. das Konsumverhalten zu ändern.

In unseren Einrichtungen bieten wir in regelmäßigen Abständen Angehörigenseminare an. Themen sind:

  • Vermittlung von Wissen über die Suchterkrankung
  • Eigene Bedürfnisse wahrnehmen und diese für sich einfordern
  • Gegenseitiges Verständnis erhöhen
  • Abstinenz-Zuversicht aller Beteiligten stärken
  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit in der Partnerschaft sowie der Umgang mit Konflikten
    Rückfällen gemeinsam vorbeugen und zufriedene Beziehungen leben

Berufsbegleitende Ambulante Therapie

Die ambulante Therapie können Sie durchführen, wenn Sie das Ziel haben Ihr Leben ohne Suchtmittel zu gestalten. Sie können die Therapie neben Ihrer Arbeit machen, egal ob ihr Gebrauch von Alkohol, Glückspiel, Computerspiel oder Drogen problematisch oder abhängig ist.

Vorteile der ambulanten Therapie:

  1. Ein persönlich abgestimmter Therapieplan
  2. Therapie findet neben der Arbeit statt
  3. Sie bleiben in Ihrem gewohnten Umfeld
  4. Schwere Lebenssituationen können direkt besprochen werden
  5. Gespräche mit Angehörigen werden angeboten

Um die Therapie durchführen zu können müssen Sie volljährig sein, abstinent leben wollen und motiviert sein in Ihrem Leben etwas zu verändern. Sie brauchen eine Wohnung und Menschen, die Sie unterstützen. Vor Beginn der Therapie besuchen Sie unsere Motivationsgruppe.

Ziel der Therapie ist es abstinent zu leben, wieder arbeitsfähig zu werden und sich selbst besser kontrollieren zu können. Inhalte der Therapie sind z.B. Kommunikationstraining (Miteinander reden), Stressbewältigungstraining, sowie Entspannungs- und Genusstraining.

Die Kosten der Therapie werden von der Renten- oder Krankenversicherung übernommen. Sie dauert zwischen 6-18 Monate. Es wird auch Akkupunktur angeboten.

Nachsorge

Nach der stationären Therapie kann man eine Nachsorge machen.

In der Nachsorgebehandlung geht es um folgendes:

  1. Sie werden dabei unterstützt, das, was Sie in der stationären Therapie gelernt haben, in den Alltag umzusetzen.
  2. Themen, die in der stationären Therapie noch nicht abgeschlossen wurden, kann man in der Nachsorge weiter besprechen.
  3. Das Leben ohne Alkohol, Drogen, Glücksspiel oder Computerspiele soll weiter gefestigt werden.
  4. Wenn Sie sich einsam fühlen, unterstützen wir Sie bei der (Re-)Aktivierung Ihres sozialen Umfelds.
  5. Wenn Sie keine Arbeit haben, unterstützen wir Sie, diese wieder zu finden oder ohne Probleme Ihrer jetzigen Arbeit weiter nachzugehen.
  6. Wir helfen Ihnen dabei Ideen zu entwickeln, nüchtern zu bleiben.

Die Nachsorgebehandlung dauert bis zu einem Jahr. Sie findet direkt nach der stationären Therapie statt. Die Kosten übernimmt die Rentenversicherung oder Krankenkasse.

Wir bieten Einzel- und Gruppengespräche für Sie und Ihre Angehörigen an.

Selbsthilfe

Im Netz gemeindenaher Suchtkrankenhilfe kommt der Selbsthilfearbeit ein hoher Stellenwert zu. Sie bieten ihren Mitgliedern Alltagsbegleitung und -bewältigung in einem suchtmittelfreien sozialen Umfeld. Im Krisenfall eines Mitglieds wird durch die Gruppe solidarisch intensive Hilfe geleistet, aber auch die Fachkompetenz der AWO Suchtberatung genutzt.

Die insgesamt neun Selbsthilfegruppen bei der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. treffen sich wöchentlich zu verschiedenen Terminen in der AWO-Begegnungsstätte in Zentrum Ost, in der Seniorenfreizeitstätte in Waldstadt sowie an den Standorten der AWO in der Großbeerenstraße und Neuendorfer Straße. Sie bieten ihren Mitgliedern Alltagsbegleitung und -bewältigung in einem suchtmittelfreien sozialen Umfeld.

Rufen Sie uns an, wenn Sie an einem Gruppenbesuch interessiert sind. Wir vermitteln Sie gerne. Alle Infos über weitere Gruppen finden sich unter www.sekiz.de (Potsdam), www.kis-pm.de (Potsdam-Mittelmark) und übergreifend unter www.dfs-selbsthilfe.de (Dachverband Freie Suchtselbsthilfe).

SKOLL und SKOLL-Spezial

Das Selbstkontrolltraining, SKOLL genannt, ist nicht nur für junge Menschen. Es ist sucht/alters/geschlechtsübergeifend. Es richtet sich an Alle die denken, dass Sie zu viel von einem Suchtmittel oder einem problematischen Verhalten zu sich nehmen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht nicht die Abstinenz (überhaupt kein Suchtmittel zu sich zu nehmen), sondern die Auseinandersetzung mit der eigenen Situation.

SKOLL betrifft deshalb alle möglichen Süchte bzw. Suchtmittel und soll Menschen helfen, weniger Alkohol, Spiele, Zigaretten oder illegale Drogen zu sich zu nehmen. SKOLL ist ein zehnwöchiges Training in der Gruppe. 10-12 Menschen können daran maximal teilnehmen.

Darüber hinaus gibt es noch das SKOLL - Spezial Training welches sich nur an Menschen richtet, die zu viel trinken. Es läuft ähnlich ab wie SKOLL.

Ob wir SKOLL oder SKOLL - Spezial anbieten und was es kostet erfahren Sie auf unserer Homepage.

MPU-Vorbereitung

MPU heißt medizinisch-psychologische Untersuchung. Die MPU muss man machen, wenn man seinen Führerschein abgeben muss, weil man beim Autofahren zu viel Alkohol getrunken hat und/ oder Drogen genommen hat. In der MPU wird man von einem Arzt untersucht, ob man noch Autofahren kann. Es gibt auch einen Reaktionstest. Danach spricht ein Psychologe mit dem Menschen über die Fahrt unter Alkohol oder Drogen. Auf dieses Gespräch bereiten wir Sie vor.

In der MPU Vorbereitung helfen wir Ihnen darüber nachzudenken, warum sie berauscht Auto gefahren sind und welche Gefahren damit verbunden sind. Was ist am Tag der Trunkenheitsfahrt/ Drogenfahrt passiert und was waren die Folgen? Was haben Sie seit dem verändert und wie stellen Sie sicher, dass es so bleibt? Was ist der Unterschied zwischen normalem, problematischem und abhängigem Trinken?

Die MPU-Vorbereitung ist kostenpflichtig und findet in 7 Einzel-Sitzungen statt. Viele Teilnehmer:innen unserer Vorbereitung sind zufrieden und haben Ihren Führerschein wieder erhalten.

Akupunktur

Bei der Akupunktur werden kleine Nadeln ins Ohr gestochen. Dies soll helfen, dass der Mensch weniger Verlangen nach Alkohol oder Drogen hat. Außerdem soll es dazu führen, dass der Körper angeregt wird, sich selbst zu helfen. Die Akupunktur wird von erfahrenen und geschulten Helfern durchgeführt. Die Nadeln werden an die so genannten „Suchtpunkte“ gesetzt. Dadurch soll der „Suchtdruck“ weniger werden. Akupunktur wirkt entspannend, und man soll dadurch weniger ängstlich und unruhig werden. Die Akupunktur hilft auch gegen starke Traurigkeit. Wir wenden die Akupunktur nach dem NADA-Verfahren an. Das Angebot richtet sich an Menschen, die bei uns eine ambulante Rehabilitation oder eine Nachsorge wahrnehmen.

Mutige Mutmacher*innen gesucht!

Lerne unsere mutigen Mutmacher*innen und ihre Motivation kennen,
komm mit uns auf die Reise. Menschen so vielfältig wie unser Verband.


Einblicke in unsere Arbeit findest du hier!

Einblicke in unsere Arbeit

Bild Mutige Mutmacher*innen  gesucht!
© 1990 - 2022 Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Potsdam e. V.