Ambulante Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete Potsdam

Beratungsstellen
AWO Bezirksverband Potsdam e.V.

Anschrift

AWO Ambulante Beratungs- und Behandlungsstelle Potsdam
Großbeerenstraße 187
14482 Potsdam

Kontakt

FAX +49 331 73040750

Kontaktpersonen

Raphael Achenbach
Peer- Counselor
Axel Blumenthal
Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
Andrea Dittmann
Dipl.-Sozialarbeiterin/ - pädagogin, Systemische Therapeutin
Hannah Eckstein
M.Sc. Psychologie
Suchtberaterin
Susann Hanke
Sucht- Sozialtherapeutin, M. A. Psychologie und Soziologie, Suchberaterin
Julije Kapetanic
Verwaltung
Katja Otto
Dipl.-Sozialarbeiterin, Suchttherapeutin (VDR)
Jaqueline Schubert
Dipl.-Sozialarbeiterin/ - pädagogin, Suchttherapeutin (VDR)
Guido Weyers
Dipl.-Psychologe, Suchttherapeut (VDR)


Öffnungszeiten

Montag 9:00 bis 15:00 Uhr
Dienstag 9:30 bis 18:00 Uhr u. nach Vereinbarung bis 20:00 Uhr
Mittwoch 9:00 bis 15:00 Uhr
Donnerstag  9:30 bis 18:00 Uhr u. nach Vereinbarung bis 20:00 Uhr
Freitag nach Vereinbarung

Willkommen in der Einrichtung
Ambulante Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete Potsdam

Luciana Degano-Kieser

Dr. med. Fachärztin für Psychiatrie-MPH
Ärztliche Leitung der Ambulanten Reha Sucht (ARS)

Daniel Zeis

Dipl.-Sozialarbeiter/-pädagoge, Suchttherapeut (VDR)
Teilbetriebsleiter
Suchttherapeut (VDR)

UNSER TEAM

Wir sind ein multiprofessionelles Team aus den Berufsfeldern der Verwaltung, der Sozialarbeit/Sozialpädagogik und der Psychologie/Psychotherapie. Alle in der Beratung und Behandlung tätigen Mitarbeitenden haben eine therapeutische Zusatzqualifikation. Die ambulante Reha wird ärztlich geleitet. Ergänzt wird unser Team durch unsere Auszubildenden in der Verwaltung, Studierende der Sozialen Arbeit und/oder Psychologie (Stichwort: Praktikum) sowie die vielen ehrenamtlichen Verantwortlichen in den Sucht-Selbsthilfegruppen und der Suchtprävention.

WIR SIND FÜR SIE DA!

  • kostenlos
  • auch anonym
  • unkompliziert
  • ohne lange Wartezeit

Nutzen Sie unsere langjährigen Erfahrungen und Kompetenzen auf dem Gebiet der Suchthilfe - abgestimmt auf Ihr persönliches Anliegen, Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele.

WIR BERATEN UND BEHANDELN

  • Gefährdete und Abhängige von Alkohol, Medikamenten, Tabak und illegalen Substanzen.
  • Betroffene, die unter problematischen oder pathologischen Verhaltensweisen leiden, etwa beim Glücksspiel ("gambling") oder in der Nutzung von Medien ("gaming", inkl. Phänomenen wie Onlinepornographieabhängigkeit, Kaufsucht oder exzessive Smartphone-Nutzung).
  • Menschen mit psychosozialen Problemen, als Folge oder Begleiterscheinung einer Suchtkrankheit.
  • Angehörige (Partner*innen, Eltern, Kinder, Bezugspersonen im Freundeskreis und im Kollegium) von suchtkranken bzw. suchtgefährdeten Menschen.

HILFE

Wir möchten Sie dabei unterstützen, dass Sie Ihr Leben (wieder) selbst bestimmt und auf eine für Sie zufrieden stellende Weise gestalten.

Wir suchen mit Ihnen gemeinsam nach Ihren Stärken und Möglichkeiten, die Ihnen beim Lösen Ihrer Probleme helfen können.

HINWEIS

Wenn Sie Beratungsangebote bei uns in Anspruch nehmen, werden - so Sie keine anonyme Beratung ausdrücklich wünschen - ab dem Erstkontakt notwendige personenbezogene Daten erhoben und in anonymisierter Form zu statistischen Zwecken weiterverwendet.

---Zugangsvoraussetzungen—

Sind Sie für mich zuständig?

Wir sind beauftragt, Potsdamer Bürger*innen in allen "Suchtfragen" zu unterstützen. Darüber hinaus stehen wir für die Bewohner*innen im Landkreis Potsdam-Mittelmark zur Verfügung. Sollten Sie außerhalb der genannten Bereiche wohnen, teilen wir Ihnen Kontaktdaten der für Sie zuständigen Institution mit. Sollten Sie eine ambulante Suchttherapie in unserem Haus anstreben, so sind wir auch über die genannten Gebiete für Sie zuständig.

Sind die Gespräche mit Kosten für mich verbunden?

Nein, grundsätzlich ist eine Suchtberatung immer ohne Kosten verbunden. Erst später, wenn es bspw. um medizinische Folgebehandlungen in Kliniken geht, können Kosten entstehen (z.B. in Form von Zuzahlungen).

Unterliegen die Gespräche der Schweigepflicht?

Suchtberater*innen unterliegen grundsätzlich der gesetzlichen Schweigepflicht und haben auch ein Zeugnisverweigerungsrecht. Diese kann nur aufgehoben werden, wenn Sie uns eine so genannte „Schweigepflichtentbindung“ unterschreiben. Dies kann z.B. notwendig und sinnvoll sein, wenn eine andere Einrichtung einen Bericht anfordert oder wir mit wichtigen Personen in Ihrem Umfeld sprechen sollen (Hausärzte, Betreuer etc.).

Was passiert mit meinen Daten?

Wir sind vertraglich verpflichtet, personenbezogene Daten in anonymisierter Form zur Qualitätskontrolle, zum Verwendungsnachweis bzw. Abrechnung von Leistungen sowie zur Planung von Suchthilfeangeboten zu erheben, zu speichern und zu verarbeiten. Hierzu wird ein zugriffsgesichertes Dokumentationssystem genutzt. Die Datenverarbeitung erfolgt, um den Beratungs- bzw. den Behandlungsauftrag zwischen Ihnen und Ihrem/Ihrer Suchtberater*in und die damit verbundenen Pflichten zu erfüllen. Wir stellen sicher, dass niemand Unbefugtes Einblick in Ihre Daten erhält. Sie unterschreiben uns zu Beginn der Beratung dazu eine Datenschutzerklärung. Diese Einwilligung kann jederzeit von Ihnen widerrufen werden.

Wir sind dazu verpflichtet, Ihre Daten mindestens 10 Jahre nach Abschluss der Beratung und/ oder Behandlung aufzubewahren. Anschließend erfolgt eine datenschutzkonforme Vernichtung.

Ist die Beratung anonym?

Wenn Sie es möchten, kann eine Beratung auch anonym stattfinden.

Wie alt muss ich sein, um die Beratung in Anspruch zu nehmen?

Das Angebot der Beratung richtet sich an Betroffene sowie Angehörige jeden Alters.

Benötige ich eine Überweisung von einem Arzt oder meine Krankenkassenkarte?

Unsere Beratungsangebote können sie ohne eine Überweisung oder Krankenkassenkarte in Anspruch nehmen.

Muss ich Angst vor der Polizei haben, wenn ich Ihnen von meinem Konsum erzähle?

Nein! Was Sie uns erzählen unterliegt der Verschwiegenheit. Wie oben bereits erwähnt unterliegen Suchtberater*innen der Schweigepflicht und haben auch ein Zeugnisverweigerungsrecht. Wenn Sie dennoch Bedenken haben, können Sie uns auch anonym aufsuchen.

---Beratung---

Ist mein Konsum oder mein Verhalten noch normal?

Dies können Sie mit unserer Hilfe herausfinden. Dazu sollten wir uns treffen und über Ihre individuelle Situation reden. Eine Ferndiagnose ist oft nicht hilfreich, auch nicht der Vergleich mit anderen Menschen oder die Suche nach Lösungen im Internet. Aus Erfahrung wissen wir, dass die Menschen, die unsere Einrichtung aufsuchen, sehr von Beratungsgesprächen profitieren können, da ihnen dadurch Zusammenhänge deutlicher werden, ihr Verhalten besser einschätzen lernen und sie aktiv eine Änderung gestalten können.

Welche Süchte behandeln Sie?

Wir beraten, begleiten und behandeln zu allen Konsum- und Suchtphänomenen (Alkohol, Amphetamine, Cannabis, Heroin/Opioide, Kokain, Medikamente, Tabak u.a.). Dies schließt Verhaltensweisen wie die Teilnahme an Glücksspielen oder Computerspielen sowie der Konsum von pornografischen Inhalten mit ein.

Kann ich bei Ihnen eine Therapie machen?

Ja! Wir bieten die berufsbegleitende ambulante Suchttherapie an. Diese Form der Therapie gehört zum Bereich der medizinischen Rehabilitation, wird über die Deutsche Rentenversicherung oder Krankenkassen beantragt und für mindestens sechs Monate bewilligt. Eine zweimalige Verlängerung ist möglich, so dass dieses therapeutische Angebot bis zu 18 Monate für Sie bestehen kann.

Nähere Informationen zu diesem Angebot finden Sie im Menü unter „Downloads“ sowie unter "UNSERE ANGEBOTE FÜR NEUE PERSPEKTIVEN".

Beraten Sie Angehörige?

Ja, wir bieten Beratung und Begleitung auch für Angehörige an. Dies können Personen aus dem Freundeskreis, dem Kollegium auf Arbeit und der Familie sein (Eltern, Kinder…). Auch professionelle Helfer*innen gehören zu diesem Kreis. Nehmen Sie unbedingt ebenfalls Hilfe in Anspruch.

Kann ich jemanden zur Beratung mitbringen?

Ja, sie dürfen gerne Ihre Angehörigen zu den Gesprächen mitbringen.

Wie lange dauert eine Beratung?

Der Beratungszeitraum kann unterschiedlich sein. Je nach Informationsbedarf, Motivation und Ziel können Sie im freien Rhythmus Beratungsgespräche wahrnehmen. Zu Beginn werden meist wöchentliche Gespräche vereinbart. Diese dauern meist 50 Minuten. In diesen Gesprächen wird zunächst die bestehende Problematik samt Hintergrundthemen professionell abgeklärt. Wir benötigen dazu ihre Angaben über verschiedene Aspekte, um Sie gut beraten zu können. Am Ende der Beratung sollte eine Strategie für weitere Schritte erarbeitet bzw. kann auf Wunsch eine geeignete Weitervermittlung in eine andere Hilfsform eingeleitet werden.

Nähere Informationen zu allen unseren Angeboten finden Sie im Menü unter „Downloads“ sowie unter "UNSERE ANGEBOTE FÜR NEUE PERSPEKTIVEN".

Muss ich clean/trocken/abstinent zur Beratung kommen?

Eine abstinente Lebensweise ist keine Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Suchtberatung. Sie sollten jedoch aufnahme- und absprachefähig sein. Wir bitten Sie daher, unmittelbar vor Ihrem Termin bei uns möglichst auf einen Konsum zu verzichten und nicht akut intoxikiert (unter dem Einfluss von Rauschmitteln) zu uns zu kommen.

In welchen Sprachen beraten Sie?

Grundsätzlich in allen Sprachen, da wir auf verschiedene Sprachmittler zurückgreifen können.

Machen Sie Hausbesuche?

Ja, Hausbesuche sind in Einzelfällen und nach Absprache möglich.

Beraten Sie auch außerhalb ihrer Öffnungszeiten?

Ja, eine Beratung ist nach individueller Absprache auch außerhalb unserer Öffnungszeiten möglich.

Kann man Termine vor Ort vereinbaren?

Termine vor Ort sind, unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften, möglich. Für eine Terminvereinbarung nehmen Sie bitte per Telefon, E-Mail oder unserer online-Sprechstunde Kontakt mit uns auf. Bitte verzichten Sie, aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation, auf spontanes Erscheinen ohne Termin in der Beratungsstelle.

Kann man Termine online vereinbaren?

Eine Online Terminvereinbarung ist zurzeit nur für Chat-Termine möglich. Wir arbeiten daran, diese auch für vor Ort- und Video Termine anzubieten. Sollten Sie einen vor Ort- oder Video Termin wünschen, nehmen Sie bitte Kontakt per Telefon oder E-Mail mit uns auf.

Bieten Sie eine Videosprechstunde an?

Ja. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, vor Ort in die Beratungsstelle zu kommen, können Sie auch über eine zuvor vereinbarte Videosprechstunde in Kontakt mit uns treten um Ihr Anliegen zu besprechen. Die notwendigen Zugangsdaten senden wir Ihnen zu.

---Weitere Hilfsangebote---

Welche Selbsthilfegruppen sind für mich geeignet?

Je nach Suchtmittelproblematik (Alkohol, illegale Drogen, Glücksspiel o.a.) bieten Suchtselbsthilfegruppen vielfältige Angebote an verschiedenen Orten. Allein in Potsdam gibt es aktuell über 20 Sucht-Selbsthilfegruppen. Sprechen Sie uns an, sodass wir Ihnen eine für Sie passende Gruppe suchen können.

Gibt es weitere Gruppenangebote?

Ja, das sind die durch unser Beratungs- und Behandlungsteam geleiteten und moderierten Gruppen.

Im Bereich der Beratung und Begleitung bieten wir die therapievorbereitende „Motivationsgruppe“, die rückfall- und krisenbegleitende „Stabilisierungsgruppe“ sowie das gruppenbasierte, evaluierte Selbstkontrolltraining „SKOLL“ (zur Reduzierung des Konsums oder von Verhaltensweisen) an.

Im Bereich der Therapie und Nachsorge halten wir mehrere therapeutisch geleitete Gruppen an verschiedenen Standorten vor, teilweise richten sich diese an spezielle Nutzergruppen (Ü55, Verhaltenssüchte, illegale Drogen etc.).

Für Angehörige existiert ebenfalls ein Gruppenangebot, basierend auf dem evaluierten CRAFT-Ansatz.

Nähere Informationen zu diesen Angeboten finden Sie im Menü unter „Downloads“ sowie unter "UNSERE ANGEBOTE FÜR NEUE PERSPEKTIVEN".

Können Sie mir helfen, meinen Führerschein wieder zu erhalten?

Ja, dafür können Sie bei uns eine MPU-Vorbereitung machen. Wir helfen Ihnen darüber nachzudenken, wie es dazu kam, dass sie berauscht am Verkehr teilgenommen haben, welche Gefahren damit verbunden sind und welche Konsequenzen dies für sie und andere hat. Die Vorbereitung findet im Rahmen von sieben Einzelsitzungen statt und ist kostenpflichtig.

Bieten Sie “Therapie-statt-Strafe” an (nach § 35 BtMG)?

Nein, wir sind keine nach § 35 zugelassene Einrichtung.

Meine Substitutions-Praxis verlangt von mir eine Suchtberatung, bin ich bei Ihnen richtig?

Ja. Wir bieten psychosoziale Hilfe im Rahmen der Substitutionsbegleitung an, um die Folgen der Abhängigkeit zu erkennen und zu überwinden. Ihr Umfang richtet sich nach dem individuellen Krankheitsverlauf, in Absprache mit ihrem/ihrer behandelnden Arzt/Ärztin.

Können Sie in Kliniken weiter vermitteln?

Ja, wir sind mit allen umliegenden Akutkliniken (Entgiftung) und Rehakliniken gut vernetzt. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl einer geeigneten Klinik, orientiert nach Ihren Wünschen und angelehnt an unsere Empfehlung. Wir halten vielfältige Informationsbroschüren vor und helfen Ihnen bei der Vermittlung eines Platzes und der Antragstellung.

Können Sie in psychotherapeutische Hilfen weiter vermitteln?

Ja, wir sind mit den ansässigen Psychotherapeuten*innen gut vernetzt und vermitteln bei Bedarf gerne einen Kontakt. Ersttermine können Sie über die Nummer der Kassenärztlichen Versorgung vereinbaren: 116117.

Welche Hilfen gibt es im Internet?

Wir bieten Ihnen eine online-Sprechstunde im Textchat-Format an. Termine finden Sie hier: https://online-beratung.awo-potsdam.de

Weitere Hilfen im Internet finden Sie im Menü unter „Downloads“ sowie unter "UNSERE ANGEBOTE FÜR NEUE PERSPEKTIVEN".

Aktuell leider keine Termine

  • Arzt/ Ärztin (d/w/m) auf Honorarbasis
    ab sofort      unbefristet      5 Wochenstunden     
    mehr erfahren

Unsere Angebote für neue Perspektiven

Beratung

Trinken Sie zu regelmäßig Alkohol? Konsumieren Sie zu häufig Cannabis? Nehmen Sie zu viel Medikamente oder andere Substanzen ein? Verspielen Sie Ihr Geld? Verlieren Sie sich in virtuelle Welten? Leiden Sie unter ihren Konsum- und Verhaltensweisen?

Wir helfen ihnen, dass es Ihnen wieder gut geht! In Einzelgesprächen und Gruppentreffen sprechen wir mit Ihnen über Ihre riskanten Konsum- und Verhaltensweisen. Wir schauen nach Ihren Stärken und wollen mit Ihnen Lösungen für Ihre Probleme finden.

Ziel der Beratung ist - neben der Hilfe in akuten Krisen - die professionelle Abklärung des zugrunde liegenden Problems und den damit zusammenhängenden Themen (z.B. Stress, Schmerzen, Schlafprobleme etc.). Sie bekommen von uns eine Rückmeldung darüber, wie Ihr Konsum bzw. Ihr Verhalten aus unserer Sicht einzuschätzen ist. Geht es um riskanten Konsum, um riskantes Verhalten? Oder handelt es sich schon um süchtige Konsum- bzw. Verhaltensweisen? Was bedeutet das für weitere Hilfen?

Im Rahmen der Beratung erfahren Sie mehr über die Hintergründe, stellen Zusammenhänge her und lernen sich besser einzuschätzen. Eine Veränderung fällt somit leichter.

Wir bieten unsere Hilfen auch Eltern, Partnern, Freunden und Kollegen von Menschen mit riskanten Konsum- und Verhaltensweisen an, um Ihnen zu helfen besser mit der Situation Ihres Angehörigen umzugehen.

Die Beratung ist kostenfrei, es gibt keine Vorbedingungen. Sie bekommen möglichst schnell einen Termin.

 

Angehörige

Wie beraten Familien, Kinder suchtkranker Eltern, Angehörige, Partner*innen, Freunde und Kollegen von suchtkranken bzw. suchtgefährdeten Menschen in Einzelgesprächen und Gruppen, auch unabhängig vom Betroffenen.

Ein speziell für Angehörige konzipiertes Programm, das wir Ihnen anbieten können, ist CRAFT (Community Reinforcement and Family Training). In den Einzelgesprächen geht es vor allem darum, Angehörige zu schulen, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen.  Sie sollen im Umgang mit ihren suchtkranken oder suchtgefährdeten Menschen gestärkt werden und etwas für sich tun. Die Angehörigen sollen auch unterstützt werden, den Betroffenen zu einem Besuch in unserer Beratungsstelle zu motivieren bzw. das Konsumverhalten zu ändern.

An unseren Standorten bieten wir in regelmäßigen Abständen Angehörigenseminare für unsere Teilnehmer*innen der Nachsorge und ambulanten Therapie mit folgenden Themen an:

  • Vermittlung von Wissen über die Suchterkrankung
  • Eigene Bedürfnisse wahrnehmen und diese für sich einfordern
  • Gegenseitiges Verständnis erhöhen und zufriedene Beziehungen leben
  • Abstinenz-Zuversicht aller Beteiligten stärken
  • Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit in der Partnerschaft sowie der Umgang mit Konflikten
  • Rückfälle gemeinsam vorbeugen

Zusätzlich gibt es angeleitete Angehörigengruppen. Hier steht der Austausch untereinander im Vordergrund.

Sprechen Sie uns auf diese Angebote im persönlichen Gespräch gerne an!

Berufsbegleitende ambulante Therapie

Die ambulante Therapie können Sie durchführen, wenn Sie das Ziel haben Ihr Leben ohne Suchtmittel zu gestalten. Sie können die ambulante Therapie berufsgeleitend neben Ihrer Arbeit machen.

Vorteile der berufsbegleitenden ambulanten Therapie:

  1. Ein persönlich abgestimmter Therapieplan
  2. Therapie findet neben der Arbeit statt
  3. Sie bleiben in Ihrem gewohnten Umfeld
  4. Herausfordernde Lebenssituationen können direkt besprochen werden
  5. Gespräche mit Angehörigen werden angeboten

Um die Therapie durchführen zu können müssen Sie volljährig sein, abstinent leben wollen und motiviert sein, in Ihrem Leben etwas zu verändern. Weitere Voraussetzungen sind eine gesicherte Wohnsituation und Menschen, die Sie unterstützen. Vor Beginn der Therapie besuchen Sie unsere Motivationsgruppe.

Ziel der Therapie ist es, abstinent zu leben, wieder arbeitsfähig zu werden bzw. die Arbeitsfähigkeit zu erhalten und sich selbst besser kontrollieren zu können. Inhalte der Therapie sind u.a. ärztliche Untersuchungen, Rückfallprophylaxe, Kommunikationstraining (besser mit sich und anderen reden), Stressbewältigung, Akupunktur, Entspannungs- und Achtsamkeitsverfahren sowie Genusstraining.

Die Kosten der Therapie werden von der Renten- oder Krankenversicherung übernommen. Die Therapie dauert sechs Monate und kann bis zweimal um weitere sechs Monate verlängert werden. Wir bieten die Therapie für alle Suchtphänomene (inkl. Glücksspiel und Medienkonsum) an. Es ist möglich, die ambulante Therapie mit stationären oder ganztägig-ambulanten Angeboten zu kombinieren. Sprechen Sie uns an!

Nachsorge

Nach einer stationären oder ganztägig ambulanten Therapie kann man eine Nachsorge machen.

In der Nachsorgebehandlung geht es um folgendes:

  1. Sie werden dabei unterstützt, das, was Sie in der stationären Therapie gelernt haben, in den Alltag umzusetzen.
  2. Themen, die in der stationären Therapie noch nicht abgeschlossen wurden, kann man in der Nachsorge weiter besprechen.
  3. Das Leben ohne Substanzen, Glücksspiel oder Medienkonsum soll weiter gefestigt werden.
  4. Wenn Sie sich einsam fühlen, unterstützen wir Sie bei der (Re-)Aktivierung Ihres sozialen Umfelds.
  5. Wenn Sie keine Arbeit haben, unterstützen wir Sie, diese wieder zu finden oder ohne Probleme Ihrer jetzigen Arbeit weiter nachzugehen.
  6. Wir helfen Ihnen dabei Ideen zu entwickeln, nüchtern zu bleiben.

Die Nachsorgebehandlung dauert bis zu einem Jahr. Sie findet direkt nach der stationären Therapie statt. Die Kosten übernimmt die Rentenversicherung oder Krankenkasse.

Wir bieten Einzel- und Gruppengespräche für Sie und Ihre Angehörigen an.

Selbsthilfe

Im Netz gemeindenaher Suchthilfe kommt der Selbsthilfearbeit ein hoher Stellenwert zu. Selbsthilfegruppen bieten ihren Mitgliedern Begleitung und Alltagsbewältigung in einem suchtmittelfreien sozialen Umfeld. Im Krisenfall eines Mitglieds wird durch die Gruppe solidarisch Hilfe geleistet, aber auch die Fachkompetenz der AWO Suchtberatung genutzt.

Mehr als ein Dutzend Selbsthilfegruppen treffen sich unter dem Dach des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. meist im wöchentlichen Rhythmus an unterschiedlichen Wochentagen an verschiedenen Standorten in Potsdam und Potsdam-Mittelmark. Darüber hinaus gibt es weitere zahlreiche Selbsthilfegruppen zum Thema Sucht, aber auch zu anderen Themen.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie an einem Gruppenbesuch interessiert sind. Wir vermitteln Sie gerne in eine für Sie passende Gruppe. Alle Infos über unsere und weitere Sucht-Selbsthilfegruppen finden Sie unter www.sekiz.de (Potsdam), www.kis-pm.de (Potsdam-Mittelmark) und unter www.dfs-selbsthilfe.de (Dachverband Freie Suchtselbsthilfe).

SKOLL

SKOLL ist ein Angebot für junge Menschen und Erwachsene, die sich z. B. fragen, ob sie übermäßig Substanzen gebrauchen, problematisch spielen oder zu viel Alkohol trinken. Im Mittelpunkt der Arbeit steht nicht die Abstinenz, sondern die  Auseinandersetzung mit der eigenen Situation.

SKOLL hat zum Ziel die Konsum- oder Verhaltensweisen zu stabilisieren, zu reduzieren oder bestenfalls ganz einzustellen. In zehn Sitzungen werden der Konsum analysiert, ein individueller Trainingsplan erstellt und alternative Verhaltensmöglichkeiten aufgezeigt. Der Umgang mit Konsumdruck und sozialem Druck wird trainiert, Stressbewältigung gelernt und ein Krisenplan erarbeitet.

SKOLL trägt dazu bei, Veränderungsprozesse bei riskanten Konsum- oder Verhaltensweisen frühzeitig einzuleiten und die Zugänge zu Hilfemöglichkeiten zu erleichtern.

Wann das nächste SKOLL-Training angeboten wird, erfahren Sie im persönlichen Gespräch.

Es gibt auch eine Selbsthilfegruppe, die sich aus unseren SKOLL-Kursen gegründet hat und die nicht abstinenzorientiert ist. Sprechen Sie uns an.

 

MPU-Vorbereitung

MPU heißt "Medizinisch-Psychologische-Untersuchung" und ist eine Fahreignungsprüfung. Die MPU wird vorgeschrieben, wenn man seinen Führerschein aufgrund des Führens eines Fahrzeuges unter Substanzeinfluss abgeben muss. In der MPU wird man von einem Arzt untersucht, ob man noch ein Fahrzeug führen kann. Es gibt einen Reaktionstest und spezifische Blutwerte werden überprüft. Danach findet ein psychologisches Gespräch statt. Auf dieses Gespräch bereiten wir Sie vor.

In der MPU-Vorbereitung helfen wir Ihnen darüber nachzudenken, wie es dazu kam, dass sie berauscht ein Fahrzeug geführt haben und welche Gefahren damit verbunden sind. Wir sprechen mit Ihnen darüber, was im Vorfeld und am Tag der "Trunkenheitsfahrt/Drogenfahrt" passiert ist und was die Folgen waren. Wir tragen mit Ihnen zusammen, was Sie seit dem verändert haben und wie Sie sicher stellen, dass es so bleibt.  Wir klären Sie auch auf, was der Unterschied zwischen normalem, problematischem und abhängigem Konsum ist.

Die MPU-Vorbereitung ist kostenpflichtig und findet in sieben Einzel-Sitzungen statt. Die Mehrheit der Teilnehmer:innen sind mit unserem Angebot zufrieden und haben Ihren Führerschein wieder erhalten. Weitere Informationen erhalten Sie im persönlichen Gespräch.

Akupunktur

Die Akupunktur soll helfen, Konsumverlangen ("Craving") zu reduzieren. Außerdem soll es dazu führen, dass der Körper angeregt wird, sich selbst zu helfen. Die Akupunktur wird von erfahrenen und geschulten Helfer*innen durchgeführt. Die Nadeln bzw. Kügelchen werden an spezifische Punkte der Ohrmuschel gesetzt. Akupunktur wirkt entspannend, Angst- und Unruhezustände mildern sich. Die Akupunktur hilft auch gegen starke Traurigkeit.

Wir wenden die Akupunktur nach dem "NADA-Protokoll" an.  Dies ist eine standardisierte Akupunktur von 5 Ohrpunkten in einem besonderen Setting, das sich bei Menschen, die unter Stress, Trauma oder verschiedensten psychischen Erkrankungen leiden, als wirkungsvolle Behandlung erwiesen hat. Es ist eine hilfreiche Ergänzung zu etablierten Therapien der Schulmedizin und kann sehr gut (komplementär) in ein bestehendes Behandlungskonzept integriert werden.

Das Angebot richtet sich an Menschen, die bei uns eine ambulante Rehabilitation oder eine Nachsorge wahrnehmen.

https://nada-akupunktur.de/nada/nada-protokoll/was-ist-nada.html


Träger

AWO Bezirksverband Potsdam e.V.

Mutige Mutmacher*innen gesucht!

Lerne unsere mutigen Mutmacher*innen und ihre Motivation kennen,
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Einblicke in unsere Arbeit findest du hier!

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