Wohnen im Kiez+

Betreutes Wohnen
AWO Bezirksverband Potsdam e.V.

Anschrift

AWO Ambulant betreutes Wohnen „Wohnen im Kiez+“
Zum Jagenstein 3
14478 Potsdam

Kontakt

FAX +49 331 96795882

Kontaktperson

Stefanie Fahr
Dipl. Psych.
Teilbetriebsleitung


Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 8:00-13:30 Uhr und 14:30-16:00 Uhr.

Marleen Bethke

Dipl. Psychologin
Bezugsbetreuerin

Jan Hanisch

Kaufmann der Grundstücks-und Wohnungswirtschaft
Verwaltung Wohnen im Kiez und Wohnen im Kiez+

Isabell Kuhnle

Sozialpädagogin
Bezugsbetreuerin

Doreen Milewski

Examinierte Krankenschwester

Stefanie Fahr

Dipl. Psych.
Teilbetriebsleitung

Menschen, die einer chronischen psychischen Erkrankung betroffen und von Obdachlosigkeit bedroht sind haben es besonders schwer. Wir bieten hier eine Wohnmöglichkeit für ältere Menschen im Seniorenalter an, die die Begleitung durch hochqualifizierte Fachkräfte miteinschließt. Die Wohnfläche ist als WG konzipiert, die Platz für 8 Bewohner*innen bereit hält. Ein großzügiger Gemeinschaftsbereich beinhaltet eine große Küche, einen Wohnzimmer- und Essbereich. Von Montag bis Freitag wird gemeinsam mit der Bezugsbetreuung das Mittagessen zubereitet. Eine Krankenschwester koordiniert die Gesundheitsversorgung, die interdisziplinäre Team erstellt mit der Bewohnerschaft individuelle Hilfepläne und gemeinsam werden Gruppenaktivitäten organisiert. In der Nacht hält eine Nachtwache von 22 – 5 Uhr morgens Bereitschaftsdienst.

Wer im Wohnangebot „Wohnen im Kiez+“ einzieht erhält einen Betreuungs- und einen Untermietvertrag für ein Zimmer in der WG. Dies sichert den Menschen Sicherheit und Privatsphäre, die für ein würdevolles Leben mit qualifizierten Assistenzleistungen wichtige Voraussetzungen sind.

Das Konzept dieser Einrichtung ist in der Region Potsdam/Brandenburg war bisher neuartig. Der niedrigschwellige Zugang und das Betreuen von Menschen mit Doppeldiagnosen (psych. Erkrankung/Sucht) ist so in der Region noch nicht vorhanden gewesen. Mit der Partnereinrichtung „Wohnen im Kiez“ in der Zeppelinstraße hat sich dies bereits geändert. Wer von Betreuungsangeboten mit hohen Zugangsvoraussetzungen abgeschreckt ist und ein barrierefreies, ruhiges Umfeld benötigt, in dem er auf unbestimmte Zeit bleibe bekommt hier schnell und unkompliziert eine sichere Wohnstätte und eine angemessene sozialpsychiatrische Versorgung.

Lage

Dieses Wohnangebot befindet sich im Erdgeschoß eines mehrstöckigen Hauses in der Waldstadt in Potsdam. Der Zugang und die Wohnfläche sind barrierefrei. Im Gebäude selbst befinden sich ebenfalls verschiedene Ärztepraxen und Beratungsstellen. Die unmittelbare Nähe zum Käthe-Kollwitz-Haus ermöglicht der Bewohnerschaft verschiedene Teilhabeangebote wahrzunehmen. Fußläufig gut zu erreichen sind die Spazierwege im Forst und verschiedene Supermärkte und andere Angebote des Einzelhandels. Die Tramstation „Zum Kahleberg“ ist 5 Minuten vom Wohnangebot entfernt.

Die Leistung wird einzelfallbezogen festgelegt und kann folgende Punkte umfassen:

  • Leistungen zur Selbstversorgung (Bereich Wohnen, Wirtschaften)
  • Leistungen zur Tagesgestaltung und Kontaktfindungen
  • Leistungen zur Förderung von Teilhabe und Beschäftigung
  • Leistungen im Zusammenhang mit den Beeinträchtigungen aufgrund der psychischen Erkrankung

DIE ZIELGRUPPE

Die Plätze des Wohnangebots stehen in erster Linie Potsdamer Bürger*innen zur Verfügung, die das 55. Lebensjahr erreicht haben, von einer seelischen Behinderung betroffen sind und an einem überdurchschnittlichen Maß psychotischer Basisstörungen, an einer Persönlichkeitsstörung oder an einer Kombination mehrerer psychischer Erkrankungen leiden (wie z.B. eine begleitende Suchterkrankung).

 

Folgende Personengruppen werden hierbei besonders berücksichtigt:

  • Menschen die aufgrund ihres Krankheitsbildes mit der Größe und Struktur von konventionellen Einrichtungen überfordert sind. Hier wird Angebote geschaffen, die eine kleinere Personenzahl umfassen und eine den Leistungsberechtigten angemessenere Struktur zur Verfügung stellen
  • Menschen, die mindestens Ansätze von Kontaktfähigkeit, Realitätsanpassung und Konfliktfähigkeit vorweisen können
  • Menschen mit einem ungeklärten Hilfebedarf, der eine adäquate Vermittlung in der Vergangenheit behindert hat
  • Menschen, die mit einem differenzierteren Unterstützersystem derzeit überfordert und von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder sich in Einrichtungen nach § 67 SGB XII aufhalten
  • Menschen, die aufgrund dissozialen und fremdgefährdenden Verhaltens andere Einrichtungen verlassen mussten
  • Menschen, bei denen aufgrund einer begleitenden Suchterkrankung oder einer Doppeldiagnose eine dauerhafte Abstinenz nicht möglich ist und deshalb unter Umständen andere Einrichtungen verlassen mussten
  • Menschen mit interkulturellem Hintergrund erfahren im Aufnahmeverfahren explizit keine indizierte Benachteiligung. Im Einzelfall wird immer nach einer bestmöglichen Überbrückung interkultureller Hürden gesucht. Dies gilt auch für Menschen mit körperlichen und Sinnesbeeinträchtigungen

Ausschlusskriterien für eine Aufnahme sind:

  • Menschen, die die Kriterien für die Aufnahme in Pflegeheimen, Hospizen oder anderen stationären Einrichtungen, Einrichtungen der Suchthilfe und/oder der Bewährungshilfe erfüllen
  • Das Vorliegen einer geistigen Behinderung
  • Menschen, die sich in einer akuten psychischen Krise befinden und vorrangig medizinische Versorgung benötigen (z.B. akute Suizidalität, akute Psychosen, etc.)
  • Menschen, bei denen eine Suchterkrankung die Haupterkrankung darstellt (der liberale Betreuungsansatz wirkt sich kontraproduktiv auf die Abstinenzbereitschaft aus, da diese Menschen vor allem einen Tagesablauf mit viel Struktur benötigen
  • Menschen, die jünger als 53 Jahre alt sind.

Mutige*r Mutmacher*in werden!

  • Mutig – weil Menschen für uns im Mittelpunkt stehen
  • Sozial – weil wir nicht nur ein sozialer Träger, sondern auch ein sozialer Arbeitgeber sind
  • Vielfältig – weil die Arbeit mit Menschen jeden Tag anders ist

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