Wohnen im Kiez

Betreutes Wohnen
AWO Bezirksverband Potsdam e.V.

Anschrift

Wohnen im Kiez
Zeppelinstraße 162
14471 Potsdam

Kontakt

FAX +49 331 96792733

Kontaktperson

Stefanie Fahr
Dipl. Psych.
Teilbetriebsleitung


Öffnungszeiten

Montag bis Freitag:
8:00 bis 12:30 Uhr und
14:00 bis 16:00 Uhr

 

Jan Hanisch

Kaufmann der Grundstücks-und Wohnungswirtschaft
Verwaltung Wohnen im Kiez und Wohnen im Kiez+

Stefanie Fahr

Dipl. Psych.
Teilbetriebsleitung

Menschen, die von einer chronischen psychischen Erkrankung betroffen und von Obdachlosigkeit bedroht sind haben es besonders schwer. Wir bieten hier eine Wohnmöglichkeit in einer eigenen kleinen Wohnung, die die Begleitung durch hochqualifizierte Fachkräfte miteinschließt. Die Appartements liegen „Tür an Tür“ mit den Büros der Bezugsbetreuung und ermöglichen eine unkomplizierte Kontaktaufnahme. Ein autonomes Wohnen bleibt dabei weitestgehend erhalten. Eine Krankenschwester koordiniert die Gesundheitsversorgung, die interdisziplinäre Bezugsbetreuung erstellt mit der Bewohnerschaft individuelle Hilfepläne und gemeinsam werden Gruppenaktivitäten organisiert.

Wer im Wohnangebot „Wohnen im Kiez“ einzieht erhält einen Betreuungs- und einen Untermietvertrag für ein Appartement. Dies gewährleistet Sicherheit und Privatsphäre, die für ein würdevolles Leben mit qualifizierten Assistenzleistungen wichtige Voraussetzungen sind.

Das Konzept dieser Einrichtung ist in der Region Potsdam/Brandenburg neuartig. Der niedrigschwellige Zugang und das Betreuen von Menschen mit Doppeldiagnosen (psych. Erkrankung/Sucht) ist so in der Region noch nicht vorhanden gewesen. Wer von hohen Zugangsvoraussetzungen anderer Einrichtungen abgeschreckt und daher von herkömmlichen Angeboten ausgeschlossen wird braucht schnell und unkompliziert eine sichere Wohnstätte und eine angemessene sozialpsychiatrische Versorgung.

Lage

Dieses Wohnangebot befindet sich auf zwei angemieteten Etagen eines Wohnhauses in der Zeppelinstraße 162 in der Brandenburger Vorstadt in Potsdam. Im direkten Umfeld befinden sich mehrere Möglichkeiten für den öffentlichen Nahverkehr. Die Tram- und Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Haus und der Bahnhof „Charlottenhof“ ist in fünf Minuten zu Fuß erreichbar. Diverse Supermärkte sind ebenfalls zu Fuß gut zu erreichen und direkt im Kiez gibt es eine Vielzahl von kleinen Geschäften, in denen man die Dinge des täglichen Bedarfs besorgen kann. Zudem gibt es die Möglichkeit an Aktivitäten der Volkssolidarität oder des AWO Schillertreffs teilzunehmen. Das Wohnangebot ist teilweise barrierefrei. Es ist ein Fahrstuhl vorhanden, der ohne Stufen zu erreichen ist.

Die Leistung wird einzelfallbezogen festgelegt und kann folgende Punkte umfassen:

  • Leistungen zur Selbstversorgung (Bereich Wohnen, Wirtschaften)
  • Leistungen zur Tagesgestaltung und Kontaktfindungen
  • Leistungen zur Förderung von Beschäftigung, Arbeit und Ausbildung
  • Leistungen im Zusammenhang mit den Beeinträchtigungen aufgrund der psychischen Erkrankung

Die Zielgruppe

Die Plätze des Wohnangebots stehen in erster Linie erwachsenen Potsdamer Bürger*innen zur Verfügung, die von einer seelischen Behinderung betroffen sind und an einem überdurchschnittlichen Maß psychotischer Basisstörungen, an einer Persönlichkeitsstörung oder an einer Kombination mehrerer psychischer Erkrankungen leiden (wie z.B. eine begleitende Suchterkrankung).

Folgende Personengruppen werden hierbei besonders berücksichtigt:

  • Menschen die aufgrund ihres Krankheitsbildes mit der Größe und Struktur von konventionellen Einrichtungen überfordert sind. Hier wird Angebote geschaffen, die eine kleinere Personenzahl umfassen und eine den Leistungsberechtigten angemessenere Struktur zur Verfügung stellen
  • Menschen, die mindestens Ansätze von Kontaktfähigkeit, Realitätsanpassung und Konfliktfähigkeit vorweisen können
  • Menschen mit einem ungeklärten Hilfebedarf, der eine adäquate Vermittlung in der Vergangenheit behindert hat
  • Menschen, die mit einem differenzierteren Unterstützersystem derzeit überfordert und von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder sich in Einrichtungen nach § 67 SGB XII aufhalten
  • Menschen, die aufgrund dissozialen und fremdgefährdenden Verhaltens andere Einrichtungen verlassen mussten
  • Menschen, bei denen aufgrund einer begleitenden Suchterkrankung oder einer Doppeldiagnose eine dauerhafte Abstinenz nicht möglich ist und deshalb unter Umständen andere Einrichtungen verlassen mussten
  • Menschen mit interkulturellem Hintergrund erfahren im Aufnahmeverfahren explizit keine indizierte Benachteiligung. Im Einzelfall wird immer nach einer bestmöglichen Überbrückung interkultureller Hürden gesucht. Dies gilt auch für Menschen mit körperlichen und Sinnesbeeinträchtigungen

Ausschlusskriterien für eine Aufnahme sind:

  • Menschen, die die Kriterien für die Aufnahme in Pflegeheimen, Hospizen oder anderen stationären Einrichtungen, Einrichtungen der Suchthilfe und/oder der Bewährungshilfe erfüllen
  • Das Vorliegen einer geistigen Behinderung
  • Menschen, die sich in einer akuten psychischen Krise befinden und vorrangig medizinische Versorgung benötigen (z.B. akute Suizidalität, akute Psychosen, etc.)
  • Menschen, bei denen eine Suchterkrankung die Haupterkrankung darstellt (der liberale Betreuungsansatz wirkt sich kontraproduktiv auf die Abstinenzbereitschaft aus, da diese Menschen vor allem einen Tagesablauf mit viel Struktur benötigen
 

„Für Menschen ab 55 Jahren gibt es die Möglichkeit sich für ein Zimmer in der Wohngemeinschaft „Wohnen im Kiez+“ zu bewerben.
Mit insgesamt 8 Zimmern können Menschen mit dem gleichen Hilfebedarf in einem barrierefreien und unbefristeten Wohnangebot leben“

Mutige*r Mutmacher*in werden!

  • Mutig – weil Menschen für uns im Mittelpunkt stehen
  • Sozial – weil wir nicht nur ein sozialer Träger, sondern auch ein sozialer Arbeitgeber sind
  • Vielfältig – weil die Arbeit mit Menschen jeden Tag anders ist

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