Begleitet wurde sie von Nancy Berg, Projektverantwortliche Kitaverpflegung der Vernetzungsstelle Kita Schulverpflegung Brandenburg. Die stellvertretende Kitaleiterin Janine Mäkel und Betriebsleiterin Martina Pfaff sowie Kita-Koch Felix Franke stellten unter anderem die Wunschessenbox und den sogenannten Teller-Check vor. Dabei können die Kinder nach dem Essen den einzelnen Bestandteilen wie Beilagen oder Salate eine Note geben. Für die Wunschessenbox können von den Kita-Gruppen Gerichte vorgeschlagen werden, die dann von Franke zeitnah umgesetzt werden. Drei Kinder demonstrierten anschaulich, wie diese neuen Mitbestimmungsmöglichkeiten funktionieren. Auch die „Sprachfliese“ in der Kita Kinderland stieß auf großes Interesse. Dies ist eigentlich ein „Buzzer“ in rot oder blau. Betätigt ein Kind den Knopf, ertönt eine Audioaufnahme mit dem jeweils angefertigten Tagesgericht. „Es ist toll, zu sehen, wenn die Kinder sich dann freuen“, sagte die stellvertretende Kitaleiterin Mäkel.
Mittelstädt ist Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg. Im anschließenden Gespräch ging es auch um aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Gemeinschaftsverpflegung in Brandenburger Kitas und Schulen. Betriebsleiterin Pfaff kritisierte in diesem Zusammenhang den Entwurf für ein neues Kitagesetz. Viele Familien bis in den Mittelstand hinein könnten die vier bis acht Euro pro Tag und Kind nicht finanzieren. Es könne nicht sein, dass der Ganztag eingeführt werde, die Kinder aber dann hungern müssten. Weitere Belastungen für die Familien nach den Preissteigerungen in den vergangenen Jahren dürfe es nicht geben. Sie verwies zugleich auf das AWO Büro KINDER(ar)MUT. Zunehmend mehr Familien wenden sich an die Einrichtung der Potsdamer Arbeiterwohlfahrt und fragen nach Unterstützung, etwa für die komplizierten Anträge aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT).