Klimaanpassung im Verband verankern

mit Unterstützung des Beauftragten für Klimaanpassung des AWO Bezirksverband Potsdam e.V.

 

Das Bundesland Brandenburg gehört laut der KWRA 2021 (Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 für Deutschland) mittlerweile zu den heißesten und trockensten Regionen Deutschlands. Dabei werden Hitzetage und Tropennächte sogar deutlich häufiger auftreten und eine zunehmende Belastung für die Bevölkerung darstellen. Aber auch Starkregen und Stürme nehmen zu. Auch die Menschen in den Einrichtungen des AWO Bezirksverband Potsdam und seiner Tochtergesellschaften sind oder werden davon zunehmend betroffen sein, denn die Einrichtungen sind über Potsdam hinaus z.T. weitläufig im Bundesland verteilt. In den vielfältigen Angeboten und Projekten des AWO Bezirksverband Potsdam e.V. und seinen Tochtergesellschaften sind alle vulnerablen Personengruppen (z. B. ältere und pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderungen, psychisch beeinträchtigte Menschen, stationär untergebrachte Patient*innen, wohnungslose Menschen, geflüchtete Menschen, Kinder sowie aufgrund ihres sozialen Status benachteiligte Menschen) vertreten. Diese sind besonders von den o.g. Folgen betroffen, da sie aufgrund ihrer körperlichen und/oder seelischen Konstitution und/oder ihrer sozialen Situation nicht ausreichend in der Lage sind, sich gegen die Folgen des Klimawandels zu schützen. Somit wird das Thema Klimaanpassung immer wichtiger. Vor diesem Hintergrund haben sich der AWO Bezirksverband Potsdam und seine Tochtergesellschaften dazu entschieden dem Thema Klimaanpassung stärker zu widmen.

 

Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

 

Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat im Jahr 2020 die Förderrichtlinie „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ aufgesetzt und unterstützt soziale Einrichtungen dabei, sich auf die Folgen der Klimakrise vorzubereiten und sich an diese anzupassen. Der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. und seine Tochtergesellschaften hatten im Rahmen dieser Förderrichtlinie 2024 mehrere Zuwendungsbescheide für die Erstellung von modellhaften Klimaanpassungskonzepten erhalten.

 

Was versteht man unter Klimaanapassung
vor allem in sozialen Einrichtungen?

 

Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen bezieht sich auf Maßnahmen und Strategien, die darauf abzielen, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschen, die in diesen Einrichtungen betreut werden, zu minimieren. Dies kann verschiedene Aspekte umfassen, wie zum Beispiel die Anpassung von Standorten an extreme Wetterbedingungen, die Entwicklung von Programmen zur Unterstützung von vulnerablen Gruppen oder die Förderung von nachhaltigen Praktiken innerhalb der Einrichtung. Ziel ist es, die Resilienz der sozialen Einrichtungen und der Menschen, die sie unterstützen, zu stärken, um besser auf die Herausforderungen der Klimakrise reagieren zu können.

Beispiele für konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen.

  • Erstellung von Klimaanpassungskonzepten. Diese dienen als Leitfaden für die Planung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen, um die Resilienz gegenüber klimatischen Veränderungen zu erhöhen.
  • Bauliche Maßnahmen (naturbasierte Maßnahmen oder ggf. technisch / infrastrukturelle Maßnahmen) wie Grünflächen und Begrünung von Dächern oder Fassaden, Verschattung, Wärmedämmung, Schutzvorrichtungen vor Sturmschäden und Überschwemmung, Entsiegelung, Regenwassernutzung- und Rückhaltesysteme usw.
  • Hitzeschutzpläne erstellen, vorsorgendes Verhalten fördern, und Gesundheitskompetenz stärken.
  • Bildungsangebote: Durchführung von Workshops, Fachtagen und Schulungen für Mitarbeiter*innen und Klienten*innen, um das Bewusstsein für Klimawandel und Anpassungsstrategien zu schärfen. Zur Verfügungsstellen von Informationsmaterial
  • Nachhaltige Wassernutzung (z.B.: Regenwasser sammeln und Nutzung zur Bewässerung von Grünflächen):
 

Verankerung der Klimaanpassung im Verband
mit Unterstützung eines Beauftragten für Klimaanpassung

 

Unabhängig von den Einzelprojekten zur Konzepterstellung soll das Thema Klimaanpassung in der Breite flächendeckend im Verband etabliert werden, auch hierfür wurde das o.g. Förderprogramm des Bundesumweltministeriums genutzt, um dafür eine Personalstelle eines Beauftragten für Klimaanpassung (Förderschwerpunkt 3) zu schaffen, die das Thema im Verband koordiniert und voranbringt. Die Förderung wurde nun für den Zeitraum 01.02.2025 bis 31.01.2027 bewilligt. Die Personalstelle des Beauftragten für Klimaanpassung wird von Lutz Reich übernommen, der seit 2020 in der Assistenz des Vorstands des AWO Bezirksverbands tätig ist und u.a. seit 2023 wichtige Erfahrungen durch die Begleitung der o.g. Projekte zur Erstellung von Klimaanpassungskonzepten sammelt.    

Kontakt

Lutz Reich
Beauftragter für Klimaanpassung
+49 331 73041742
+49 331 73041780
yhgm.ervpu@njb-cbgfqnz.qr

 

Erste ausgewählte Vorhaben zur Klimaanpassung

 

Zunächst wurde die Idee entwickelt sich mit Hilfe des Förderprogramms des Bundesumweltministeriums für „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten für besonders betroffene Einrichtungen fördern zu lassen. Hierfür wurden dann 2023 gesellschaftsübergreifend Einrichtungen ausgewählt und entsprechende Förderanträge erarbeitet und eingereicht. Dabei wurden insgesamt vier Förderanträge von der zuständigen ZUG gGmbH für folgende Einrichtungen bewilligt:

  • AWO Kita Turmspatzen (AWO Kinder- und Jugendhilfe Potsdam gGmbH)
  • AWO „Haus unter den Linden“ Betreuungsdienste Wittstock (AWO Betreuungsdienste gGmbH)
  • AWO Obdachlosenheim und Notaufnahme am Lerchensteig (AWO Bezirksverband Potsdam e.V.)
  • AWO Seniorenzentrum „Dr. Margarete Blanck“ in Prenzlau.  (AWO Seniorenzentren Brandenburg gGmbH)

Die Erstellung dieser Klimaanpassungskonzepte werden durch beauftragte Landschaftsarchitekturbüros federführend seit Frühjahr 2024 umgesetzt und sind spätestens im Sommer 2025 abgeschlossen.
Nähere Informationen zu den Projekten finden Sie über die entsprechenden Webseiten.

 

Projekte

 
Beauftragter für Klimaanpassung

Ziel ist es, die erforderlichen Klimaanpassungsprozesse in den Einrichtungen des AWO Bezirksverbands und dessen Tochtergesellschaften umzusetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es, die Einrichtungen bei den notwendigen Klimaanpassungsprozessen insbesondere auf übergeordneter Ebene zu unterstützen. Hauptziel soll die Entwicklung eines „Aktionsplans Klimaanpassung“ mit Handlungsfeldern zu kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen sowie fortlaufenden Maßnahmen sein.

AWO Kita "Turmspatzen"
Kita "Turmspatzen"
Kaiser-Friedrich-Straße 32
Standort 2 Kaiser-Friedrich-Str.15A
14469 Potsdam
ghezfcngmra@njb-cbgfqnz.qr
Eine Wiese mit Bäumen, dahinter steht ein Haus
AWO Wohnstätte Haus unter den Linden
AWO Betreuungsdienste gGmbH
Wohn- und Betreuungverbund Wittstock
Wohnstätte Haus unter den Linden
Rosa-Luxemburg-Strasse 42b
16909 Wittstock
qberra.zrvre@njb-orgerhhatfqvrafgr.qr
Wilde Wiese, große Bäume, dahinter ein Gebäudekomplex.
AWO Obdachlosenheim und Notaufnahme
Obdachlosenheim und Notaufnahme
Lerchensteig 55
14469 Potsdam
FAX +49 331 5054290
boqnpu@njb-cbgfqnz.qr
AWO Seniorenzentrum "Dr. Margarete Blank"
Schwedter Straße 10
17291 Prenzlau
FAX +49 3984 830155
fm-ceramynh@njb-cbgfqnz.qr
 

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